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30Jul

Fahrramitnahme bei der deutschen Bahn

14 Menschen planen einen Ausflug in ein Dorf, das ca. 5 km vom nächsten Bahnhof weg ist. Ein Bus fährt zu so später Stunde auch nicht mehr (18:00 Uhr), also überlegen sich diese 14, dass man ja Fahrräder mitnehmen kann. Der Kommentar der deutschen Bahn dazu: In dem Zug können vielleicht 4-5 Fahrräder mitgenommen werden.

Lieber Herr Grube, wenn Sie wollen, dass die Bahn erfolgreich ist, dann muss sie Kundenfreundlich sein. Es bringt uns Kunden gar nichts, wenn Sie uns an einem Bahnhof rauslassen, der 5 km weg von der eigentlichen Ortschaft ist und da keine sinnvolle Möglichkeit besteht, diese 5 km zu fahren. Wir sind ja flexibel, wir sind ja bereit Lösungen zu finden. Wir würden ja mit dem Bus fahren. Es fährt aber keiner. Wir würden ja unsere Fahrräder mitnehmen. Das geht aber wohl nicht. Solche Erlebnisse demotivieren, die Bahn zu benützen. Drei Autos voll mit Leuten sind auf die Entfernung ungefähr gleich teuer, aber wir sparen uns einen Fußweg von über einer Stunde (laut den Berechnungen der Verkehrsbetriebe). Wenn Zug fahren “gut klappen” würde, dann würden wir ja gerne Zug fahren. Wir hätten sogar für die Fahrräder bezahlt. Aber nicht, wenn wir dann am Bahnhof wahrscheinlich stehen bleiben müssen.

P.S.: Diesmal haben wir uns nochmal für den Zug entschieden, aber solche Erlebnisse tragen nicht dazu bei, dass die Bahn attraktiver wird.

18Jul

Einheitsschule

Diese Woche wurde Frau Kraft zur Minderheits-Regierungs-Ministerpräsidenting gewählt. Herzlichen Glückwunsch (und ich fürchte, diese Minderheitsregierung braucht viel Glück und viel Kraft)

Worüber sich die neue Opposition, also vor allem CDU/FDP aufregen, ist (so wie ich es über die Medien vernommen habe) die “Einheitsschule”.

Ehrlich gesagt bin ich ein riesen Fan, einer Einheitsschule.

Einheitsschule, gemeinsamme Schule, Gesamtschule …. wie auch immer man es nennen mag, es ist grundsätzlich etwas gutes.

Ich bin durchaus ein Fan von Fordern und Fördern. Jedes Kind soll eine (auf das Kind abgestimmte) optimale Förderung für das spätere Leben und Berufsleben erhalten. Um es mal ganz verkürzt zu sagen, sind daraus die Gymnasien für Akademiker, die Realschulen und die Hauptschulen für Ausbildungsberufe entstanden. Grundsätzlich ist es richtig, dass jemand, der Mathematik oder Philosophie studieren will, eine etwas andere Schulausbildung brauchen kann, als jemand der Maurer werden will. Dummerweise ist das heutige Schulsystem jedoch nicht effektiv. Warum:

  1. Im groben wird genau das gleiche Unterrichtet: Englisch, Deutsch, Mathe, Bio, Erdkunde, Musik, Kunst, Religion, … aber auch Fächer mit “handwerklichem Hintergrund” (Gestalten etc.) finden sich an allen Schulformen.
  2. Nicht jedes Kind weiß mit 10 Jahren, wie der spätere Beruf aussehen soll. Vielleicht entscheidet man sich ja doch noch um von Maurer auf Philosoph… oder umgekehrt.
  3. Keiner weiß, wie sich die schulischen Leistungen eines Kindes entwickeln.
  4. Und nun zum Hauptpunkt: Kaum jemand ist in allen Bereichen nur “gut” oder nur “schlecht”

Daher plädiere ich für eine große Schule und für Lehrpläne, die folgendes ermöglichen:

  1. Möglichst lange mit dem gleichen Freundeskreis in möglichst vielen Fächern zusammen bleiben.
  2. Differenzierungsmöglichkeiten in einigen Fächern, sowohl was die Fachauswahl als auch was das Leistungsniveau angeht. Je älter die Schüler werden, desto mehr Wahl- und Differenzierungsmöglichkeiten. Also man hat zum Beispiel 20 Kinder in der Klasse 1f. Diese haben erstmal alle Fächer zusammen. Dann kommen Bonusfächer dazu, wo eine Auswahl besteht (z.B. Sport, Gartenbau, … oder auch Sprachen) . Irgendwann wird in einzelnen Fächern differenziert zwischen “Grundwissen” und “Erweiterungswissen” (z.B. in Mathe und Deutsch).
    Deswegen eignet sich auch eine Einheitsschule, weil je größer die Schule ist, desto besser kann man auch “exotische” Angebote bereitstellen, weil je mehr Schüler da sind, desto eher findet sich die erforderliche Mindestanzahl.
  3. Verschiedene Abschlüsse: Im Grunde finde ich es gut, dass man an verschiedenen Stellen aus der Schule “aussteigen” und in den Beruf “einsteigen” kann. Dies kann auch auf einer “Einheitsschule” erfolgen. Es gibt dann halt für jeden Abschluss Kriterien, die erfüllt sein müssen. z.B. Realschulabschluss: erfolgreich das 10. Schuljahr absolviert, dabei mindestens die Fächer x, y, z belegt, mindestens 2 davon mit Erweiterungswissen und eine Gesamtdurchschnittsnote von mindestens 4,0 …

Ein beliebtes Argument dagegen ist die “Gleichmacherei” … aber was steckt dahinter. Es ist für mich völlig klar, dass jedes Kind andere Interessen hat. Und andere Ziele im Leben. Und das ist ja auch gut so (solange die Ziele und Interessen akzeptabel sind). Was ich mir für die “Einheitsschule” wünsche ist, dass zwar alle Kinder eines Gebietes auf eine Schule gehen, aber dass diesen dort ein sehr breites Spektrum geboten wird. Keine Gleichmacherei, sondern das Gegenteil. Natürlich sind gewisse Mindeststandards für alle gleich. (Rechnen, schreiben, lesen, aber auch Grundkenntnisse der Biologie und auch von Kunst, Musik, Religion, Erdkunde, Geschichte usw… sind notwendig) Aber über diese Mindeststandards hinaus, sollte es doch möglichst viel Flexibilität geben. Und je mehr Schüler in einer Schule sind, desto breiter lässt sich das Spektrum gestalten.

Und macht nicht die heutige Schulform eine Gleichmacherei in 3 Schubladen? Der Gymnasiast muss mit allem zurechtkommen, ob Latein oder Zinseszinsrechnung, während dem Hauptschüler leider doch irgendwie ein schlechter Ruf vorauseilt. Jetzt nehmen wir mal an, ein Schüler geht heute auf die Hauptschule, weil in der Grundschule haben ihm Mathe und Deutsch nicht so gelegen, aber er interessiert sich wahnsinnig für Englisch… glaubt jemand, dass der auf der heutigen Hauptschule damit gefördert wird? Nein, er kommt in eine Klasse, in der schon die Lehrerin demotiviert ist, weil sie die Schüler für “nicht begabt” hält. Und wahrscheinlich wird auch die Mehrheit in dieser Klasse tatsächlich keine enge Bindung zur englischen Sprache finden.

Was ich bei der Differenzierung auch noch ganz wichtig finde: Man sollte irgendwann Anfangen (so wie es heute zum Teil schon die Berufs-Schulen machen, aber vielleicht früher?) den Unterricht für verschiedene Berufssparten auszulegen.

Englisch für Handwerker, Englisch für Geschäftsleute, Englisch für Wissenschaftler, … (und das gleiche mit Mathe und Deutsch) … das problem ist nämlich ganz oft nicht, dass die Schüler dumm sind, sondern einfach keinen Bock haben etwas zu lernen, bei dem sie nicht verstehen, wofür sie das später mal brauchen sollen.

Vor einiger Zeit ist mal eine Diskussion um ein “Mädchen/Jungen”-Buch im Internet rumgegeistert (z.B. auch WDR, wer weiter sucht, findet bestimmt viel mehr). Die Hauptkritik die ich vernommen habe war: Da werden Leute in Schubladen gesteckt… und die Kritik stimmt ja schon, Mädchen und Jungs sind nicht so verschieden, wie sie oft dargestellt werden. Aber angepasste Bücher, in denen der Hauptcharacter “wählbar” ist, könnte ich mir schon vorstellen. Im Grundschulalter können das auch “Tiere” sein, Phantasiegestalten etc. und später, gerade wenn man E-learning dazu nimmt, kann das ziemlich gut auf das Schülerprofil abgestimmt sein. Aber man kann auch Schulbücher machen, die halt für gewisse, grobe Richtungen bestimmt sind und dann Themen stärker behandeln, die für dieser Richtung relevant sind.

Fazit: Eine gute Einheitsschule, so wie ich sie mir vorstelle, geht auf die Bedürfnisse der Kinder ein, bietet ganz viel Freiraum und natürlich auch Mindeststandards. In solch einer Schule macht das Lernen Spaß und bereitet den Schüler gleichzeitig auf das Leben und den Beruf vor. Eine Schule mit vielen Wahlmöglichkeiten und Differenzierungsmöglichkeiten ist aber nur möglich, wenn dort die gesamte Breite angeboten wird. Und diese wird halt nur erreicht, wenn alle auf die Schule gehen.

14Jul

Datenschutz bei Facebook und was die Nutzer alles mitmachen

Ich nutze Facebook. Und ich zweifele manchmal schon an meinen Entscheidungen, was die alles wissen dürfen. Aber da ich mich auch dazu entschlossen habe, politisch aktiv zu sein und somit sowieso in der Öffentlichkeit zu stehen (na gut, bei mir ist das alles recht überschaubar …) muss ich damit leben, dass ein gewisser Teil meiner Daten in der Datenwelt des Internets herummschwirrt. Und da ich meine Ideen, so wie hier auf diesem Blog, verbreiten will, muss ich gewisse Sachen angeben.

Kritisch wird es schon, wenn ich öffentlich mache, mit wem ich befreundet bin. Na gut, die Facebook-Liste ist weder vollständig, noch enthält sie nur Freunde … aber sie hat schon einen krassen Datenbestand.

Der Schocker kam aber vorher, siehe Bild:

Datenschutz nicht vorhanden

Datenschutz nicht vorhanden

Die einzelnen Punkte, die mir dazu einfallen, einfach mal aufgelistet:

  1. Ich soll denen mein Mailpasswort geben
  2. Das Mailpasswort muss zu dem Mailaccount sein, mit dem ich mit meinen Freunden kommuniziere (also kein SPAM-Account)
  3. Die meisten Leute dürften auch für geschäftliche Kontakte die Mailadresse benutzen
  4. Die hätten dann Zugriff auf ALLE meine Kommunikation, inklusive Passwörtern, die ich mir per mail schicken lasse. Also im Extremfall auch zu Paypal, digitalen Krankenakten, amazon, … etc.
  5. Die Speichern das Passwort nicht. Das ist aber nett. Als Kinder haben wir immer gesagt: “Wers glaubt, wird selig”.
  6. Nachdem man das gemacht hat, wird das allen Freunden angezeigt. (Naja, es werden immer nur 3 angezeigt, aber wenn man das mehrmals öffnet, hat man eine ganze Reihe von Leuten.)
  7. Mit dieser Aktion gibt man nicht nur seine Daten preis, ihr gebt auch meine E-Mail-Adresse preis. Vielleicht kommuniziere ich über eine andere Adresse mit Euch als mit Facebook (ist so!), aber dank dieses Tools hat Facebook jetzt auch meine richtige. Wahrscheinlich auch meine dienstliche (Kollegen waren auch dabei).
  8. Aus der EWG-Richtline

    (39) Bestimmte Verarbeitungen betreffen Daten, die der Verantwortliche nicht unmittelbar bei der betroffenen Person erhoben hat. Des weiteren können Daten rechtmäßig an Dritte weitergegeben werden, auch wenn die Weitergabe bei der Erhebung der Daten bei der betroffenen Person nicht vorgesehen war. In diesen Fällen muß die betroffene Person zum Zeitpunkt der Speicherung der Daten oder spätestens bei der erstmaligen Weitergabe der Daten an Dritte unterrichtet werden.

  9. Aus dem deutschen Datenschutzgesetz:

    § 16 Datenübermittlung an nicht-öffentliche Stellen

    (1) Die Übermittlung personenbezogener Daten an nicht-öffentliche Stellen ist zulässig, wenn
    1.
    sie zur Erfüllung der in der Zuständigkeit der übermittelnden Stelle liegenden Aufgaben erforderlich ist und die Voraussetzungen vorliegen, die eine Nutzung nach § 14 zulassen würden, oder
    2.
    der Dritte, an den die Daten übermittelt werden, ein berechtigtes Interesse an der Kenntnis der zu übermittelnden Daten glaubhaft darlegt und der Betroffene kein schutzwürdiges Interesse an dem Ausschluss der Übermittlung hat. Das Übermitteln von besonderen Arten personenbezogener Daten (§ 3 Abs. 9) ist abweichend von Satz 1 Nr. 2 nur zulässig, wenn die Voraussetzungen vorliegen, die eine Nutzung nach § 14 Abs. 5 und 6 zulassen würden oder soweit dies zur Geltendmachung, Ausübung oder Verteidigung rechtlicher Ansprüche erforderlich ist.
    (2) Die Verantwortung für die Zulässigkeit der Übermittlung trägt die übermittelnde Stelle.
    (3) In den Fällen der Übermittlung nach Absatz 1 Nr. 2 unterrichtet die übermittelnde Stelle den Betroffenen von der Übermittlung seiner Daten. Dies gilt nicht, wenn damit zu rechnen ist, dass er davon auf andere Weise Kenntnis erlangt, oder wenn die Unterrichtung die öffentliche Sicherheit gefährden oder sonst dem Wohle des Bundes oder eines Landes Nachteile bereiten würde.
    (4) Der Dritte, an den die Daten übermittelt werden, darf diese nur für den Zweck verarbeiten oder nutzen, zu dessen Erfüllung sie ihm übermittelt werden. Die übermittelnde Stelle hat ihn darauf hinzuweisen. Eine Verarbeitung oder Nutzung für andere Zwecke ist zulässig, wenn eine Übermittlung nach Absatz 1 zulässig wäre und die übermittelnde Stelle zugestimmt hat.
  10. Jetzt interpretiere ich aber mal 7. – 9. … die Weitergabe ist illegal, aber Facebook fordert dazu auf. Um das klar zu sagen, nach meiner Interpretation begeht der User die “Straftat”, während Facebook “nur” darum bittet. Ob man da kostenpflichtige Abmahnungen schicken kann …. ;-) Mal im ernst, ich halte nichts von diesen Abmahnungen, schon gar nicht, wenn das Freunde sind, aber wenn jemand einfach meine Daten weitergibt, dann nervt mich das schon. Und bei mir ist es relativ egal, ich bekomme eh massig SPAM und habe einen super SPAM-Filter, aber man bringt heute jedem Kind bei: “Gib deine Mailadresse nicht an, nutz für solche Sachen “Trashmail” (o.ä.) … aber wenn dann die Freunde die Adresse weitergeben, ist das schon doof. Da kann man sich selber perfekt verhalten.
  11. Peter Schaar, der deutsche Datenschutzbeauftrage, äußert sich ebenfalls kritisch zu diesem Aspekt.
  12. Und zum Abschluss noch ein kleiner Service. Schickt mir Eure Rechnungen und Eure Onlinebanking-Daten und dann kümmer ich mich um Euer Konto ;-) Ich werde die TANs nach der Benutzung auch nicht speichern. Dein Bester Freund hat mir seine Daten auch schon geschickt. – Und auch hier noch mal weg von der Ironie-Ebene … das Mail-Passwort ist für viele das höchste Geheimnis. Es wird oft nicht mal auf dem eigenen Rechner gespeichert, weil es sooo geheim ist. Aber die Quote, wie viele Leute es dann Facebook (die Datenkrake neben Google) anvertrauen, ist schon sensationell. Na gut, google macht es anders, die hosten und durchsuchen die mails gleich im Service google-Mail mit Sammel-Service von allen anderne Konten (und viele nutzen es) …

Fazit: Ich hoffe, dass die Leute wissen, was sie machen, wenn sie die eigenen Daten weitergeben. Aber fremde Daten weiterzugeben finde ich absolut daneben. Und das Facebook dazu auffordert, finde ich auch daneben.

11Jul

Vuvuzelas

Die Kritik an allen Seiten an den Vuvuzelas finde ich sehr merkwürdig. Denn darin steckt dieser Wiederspruch, den die ARD unbewusst wunderbar auf den Punkt bringt:

Alle Vielfalt bei Fangesängen wurde im akustischen Einheitsbrei vernichtet.

Angeblich wird Vielfalt gewünscht. Daher gibt es ja alle 4 Jahre ein anderes Ausrichterland. Aber wenn die dortige Kultur dominiert, dann stört es plötzlich. Vielfalt geht also nur so weit, wie der Horizont der Berichterstatter?

Diese Kritik an den Vuvuzelas ist ungefähr so, wie der Spruch: “Alle Afrikaner/Asiaten sehen gleich aus.” – Der natürlich völliger Quatsch ist, weil Afrikaner sich gegenseitig besser unterscheiden können als uns Europäer. Aber für einen Europäer, sticht eben erst mal das “schwarz” ins Auge.

Nicht ganz so schlimm, aber in die gleiche Richtung gehend, sind die Behauptungen über Vuvuzelas. Natürlich ist das erstmal eine “monotone” Tröte. Aber gegen Ende der WM konnte man aus dem Vuvuzela-Sound schon ziemlich gut die Stimmung in den Spielen heraushören. Manchmal wurde im “Takt” geblasen, schneller, langsamer, lauter, leiser, rythmischer … und wenn man das dann mal rausgehört hat, dann hat das ziemlich Spaß gemacht. Aber dazu hat es halt erst den Gewöhnungsprozess gebraucht.

Und in dem gequatsche von Bela Rethy und Co geht die Stimmung nicht unter? Was der und seine Kollegen 90 Minuten lang für ein Schwachsinn erzählen, wird manchmal nur noch vom Netzer übertroffen.

Daher kann ich den letzten Satz des oben verlinkten ARD-Kommentars “Gut, dass die ersten Bundesligaklubs schon reagiert und ein Vuvuzela-Verbot für ihre Stadien verhängt haben!” nur so kommentieren: Da bleiben wir deutschen lieber bei den Gasdruckfanfaren.

Gasdruckfanfare

Gasdruckfanfare

Solch eine gewohnte deutsche Fankultur ist halt einfach die beste … soviel besser als die primitiven Tröten, die laut & monoton sind.
P.S.: Und für konstruktive Hinweise zur Erfassung des Diebes meiner Vuvuzela setze ich hiermit 5€ Belohnung aus. Vor dem Argentinien-Spiel habe ich die Vuvuzela erstmal auf dem Gepäckträger des Fahrrades (vor den Arcaden geparkt)  gelassen und von dort wurde sie geklaut.

04Jul

Merkel und Teamplay

Merkel und Yogi haben so einiges gemeinsam. Beide wollen Erfolg, beide wollen DIE Respektsperson sein. Doch einen kleinen, entscheidenden Unterschied gibt es:
Während Yogi als Respektsperson akzeptiert wird und auf Spielerebene eine super Harmonie herrscht, ist Merkel irgendwie zur Witzfigur verkommen und probiert ihren Kindergarten zu managen.
Daher hoffe ich, dass sie beim Ausflug gestern zum Fußball etwas gelernt hat.

Die Kommentare zum Merkelausflug hier gehen ja in die gleiche Richtung

Edit: Noch ein schöner Artikel in der SZ.

04Jul

Volksbegehren Nichtraucherschutz … HEUTE

Heute ist die Abstimmung, zwischen guten Nichtraucherschut (Ja-Stimmen) und einem Alibi-Schutz, der mehr Bürokratie verursacht, als zu helfen.

Die Argumente wurden in diversen Foren schon rauf und runter diskutiert, daher bleibt mir hier nur zu sagen, dass hoffentlich ganz viele mitmachen und davon ganz viele für ja stimmen, auch viele Raucher, weil sehr viele rücksichtsvolle Raucher verhalten sich schon seit Jahren so, wie es dass Gesetz nun fordert – es soll ja kein Rauchverbot sein, sondern nur den rücksichtsvollen Umgang mit den Mitmenschen regeln.

http://www.nichtraucherschutz-bayern.de/

03Jul

Lospech

Bevor nachher die deutsche Mannschaft spielt, habe ich doch noch mal etwas rumgerechnet. Und ich bin zu dem Ergebnis gekommen, dass die deutschen diese WM den allerschwersten Weg durch die KO-Runde bekommen.

Der Beweis, wenn alles in den anderen Spielen läuft wie erwartet ergibt sich die Folge

England – Argentinien – Spanien – Brasilien

Und ein Blick auf die FIFA-Weltrangliste zeigt, dies sind eindeutig (und nicht nur subjektiv) mit die TOP-Teams, die es gibt.

Klar, bei den anderen schlagen zwischendurch Portugal oder Niederlande auf, die sicherlich auch noch höher zu werten sind als England und Argentinien, aber wenn die beiden Teams Spanien und Brasilien einen leichteren Weg hätten, wäre das ja akzeptabel, aber dass ALLE anderen einen leichteren Weg haben…

Und nun der Beweis, die Zahlen sind die Punkte, die der jeweilig erwartete Gegner in der Fifa-Weltrangliste hat:

Land AF VF HF F Summe
Arg 895 1082 1565 1611
1231
5153
4773
Bra 888 1231 899 1565 4583
Ger 1068 1076 1565 1611
1231
5320
4900
Gha 957 899 1611
1231
1565 5032
4652
Net 777 1611 899 1565 4852
Par 682 1565 1076 1611
1231
4934
4554
Spa 1249 820 1076 1611
1231
4756
4376
Uru 632 800 1611
1231
1565 4608
4228

witzigerweise wären wir vom zweiten Gruppenplatz mit

USA URU BRA SPA als “erwartete” Gegner (die jetzt Ghana hat) sogar fast genauso schlimm drangewesen.

Naja, ich bleib bei meiner Meinung, die Gegner sind genau richtig, um sich in einen Rausch zu spielen.

P.S. Die erwarteten Gegner kommen von hier, die Punkte von hier
P.P.S.: Das Ausscheiden Brasiliens wurde jetzt reineditiert. Aber weitere “Änderungen” (von denen ich ganz fest ausgehe) werden nicht reineditiert…

01Jul

Ist Kritik an Schiris jetzt verboten?

Foul oder kein Foul

Über viele Schiri-Entscheidungen wurde ja diskutiert, aber ich habe das Gefühl, dass da jetzt eine Funkstille verdonnert wurde.

Das Abseits der Spanier wurde teilweise gar nicht erwähnt. Ohne das Tor wäre es 0:0 ausgegangen.

Bei der Führung der Brasilianer habe ich ein Foul gesehen.ScreenShot005 Das wurde nirgends erwähnt.

Bin ich paranoid? Ist das normal, das vor einem Tor ein anderer Spieler umgelaufen wird. Oder warum hat da kein Reporter mal was dazu gesagt?

Ach ja, falls es normal ist, dann wäre ich für folgende Taktik für das nächste Turnier:

Im Sturm und offensiven Mittelfeld werden 2-3 Leute ersetzt, z.B. durch Matthias Steiner, Torsten Scheibler (Bild), o.ä.

30Jun

Bundespräsidentenwahl

Nach wie vor halte ich J. Gauck für den besten Kandidaten, jedoch kommen immer mehr Berichte auf, die mich zweifeln lassen, ob er wirklich so gut ist, wie uns einige glauben machen wollen.

Naja, ich nehme an, er wird eh nicht gewählt. Im Gegensatz zu allen anderen Berichterstattern gibt es meiner Meinung nach nur 1 Szenario, wie er eine Chance hätte: Die Linkspartei stimmt im ersten Wahlgang, allerspätestens aber im zweiten Wahlgang, für J.G.

Ich nehme an, im Dritten Wahlgang gehen die Denkzettel-Stimmen wieder zur “Parteiendisziplin” über, während ich mir durchaus bei einigen CDUlern oder FDPlern vorstellen könnte, dass sie im 1. (und vielleicht noch im 2.) Wahlgang durchaus Abweichler spielen. (und nicht nur ich denke so, sondern auch die Zeit)

Aber da ich fürchte, dass die Abweichler zu gering sind, gehe ich davon aus, dass Christian Wulff schon im 1. Wahlgang gewählt wird. Und falls nicht, gehe ich davon aus, dass die Linke dieses taktische Verständnis nicht mitbringt und wohl leider immer noch nicht die Vergangenheit überwunden hat.

Cetero censeo, 54, 74, 90, 2010 ….

27Jun

Fast (alle) Favouriten

WM-Vorhersage

WM-Vorhersage

Die deutsche Mannschaft hat jetzt wohl kein leichtes Spiel mehr. Wenn sie Weltmeister werden wollen, müssen sie wohl alle Favouriten selber ausschalten. Nichts mit “Losglück”. Die einzigen Favouriten die nach dieser Vorhersage nicht auf Yogis Manschaft treffen sind die Holländer.

Und das schlimme ist, hätten die Ghanaer in der Nachspielzeit noch ein Tor geschossen, dann hätte es so ausgesehen: USA, Uruguay, Brasilien, Spanien

zumindest bis ins Halbfinale wäre es relativ einfach gewesen. Aber aus fair-Play-Sicht ist es gut, und England und Argentinien sind ja zwei gute Teams, um sich auf Spanien und Brasilien einzustimmen.

Nun noch eine schlechte Nachricht, die Yogi-Elf gilt als Ausenseiter. – Aber gleich die gute Nachricht, Ghana galt auch als Ausenseiter und hat die USA bezwungen.

Um selber mal die verschiedenen Sachen auszuprobieren einfach auf das Bild klicken.

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