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17Oct

Livebericht der LDK Bad Windsheim – Tag 1

An diesem Wochenende ist die LDK in Bad Windsheim. Das Programm und die Anträge gibt es auf der Seite des Landesverbandes. Einen Livestream gibt es  hier. Bei Twitter gibt es gerade 3 Hashtags: Neben dem offiziellen Haupthashtag #ldk15 gibt es noch #ldkby15 & #ldkby

Die wichtigsten Ergebnisse werde ich hier live tickern. Beschlüsse werden in FETT dargestellt.

Samstag:

  • 11:33: Beschlussfähigkeit festgestellt und die Sitzungsleitung ist gewählt.
  • 11:43: Die Tagesordnung wird diskutiert … insbesondere gibt es zwei zusätzliche Initiativanträge
    • Transitzonen
    • Asylbeschlüsse
  • 11:48 – Eike Hallitzky hält die Landespolitische Rede:
    • Los geht es mit dem Thema Flüchtlinge: Kernthese: Die Würde des Menschen ist unantastbar. Bayern macht das Großartig, wie Flüchtlinge aufgenommen, OBWOHL Söder und Co diese europäischen Werte nicht vertreten. Waffenlieferungen in Krisengebiete lehnen wir Grünen ab. Die Zusammenarbeit von Seehofer mit Orban und “wirre” (rechte) Vorschläge werden kritisiert.
    • Klimaschutz und Dieselgate wurde natürlich auch angesprochen.
    • Strukturreform der Grünen, die dieses Wochenende beschlossen werden soll, wird schon mal angesprochen.
  • 12:10 – Cem Özdemir hält die bundespolitische Rede:
    • Henriette Rieker (OB-Kandidatin aus Köln) wurde verletzt durch einen Messerangriff
    • Flüchtlinge: die Entwicklung mit Pegida etc. wird angesprochen, diese sollten auch mal ans Grundgesetz erinnert werden. Und Seehofer sollte nicht mit dem rechten Rand spielen … er würde damit wahrscheinlich eh mehr verlieren als gewinnen, aber den rechten Rand zu stärken geht gar nicht. Viele Flüchtlinge kommen oft wegen dem “Grundgesetz”, während CSU und Co viele der Werte (Gleichberechtigung, Homosexualität) noch bekämpfen, ist es merkwürdig, dass sie dies nun als Argument gegen “Migranten” nutzen wollen. Und unglaubwürdig. Er wünscht sich, dass die Flüchtlinge sich so integrieren, dass sie keine Gäste sonder Bürger sind. Trotzdem verlangt auch Cem eine europäische Solidarität. Er spricht auch Kriegsursachen und Fluchtursachen an. z.B. Welternährungsprogramm (und fehlende Gelder dort). Und auch das nächste Thema ist eine Fluchtursache:
    • Klimaschutz: Deutschland ist nicht mehr führend beim Klimaschutz. Die Automobilindustrie profitiert NICHT von den laschen Grenzwerten. Nur wer als erstes umsteigt, wird später auf dem Weltmarkt echte Chancen haben.
    • Und dann noch ein kleiner politischer Rundumschlag zu ganz vielen Themen… oft mit Teilaspekt “Flucht”
  • 12:34 Aussprache
    • Freier Redebeitrag: Thema Flüchtlinge: Lob der ehrenamtlichen!
    • Noch einmal das Thema Flüchtlinge … und nochmal
    • Barbara Lochbiler (MdEP) stellt diverse Themen (natürlich auch Flüchtlinge und TTIP) aus EU-Sicht dar.
    • Ludwig Hartmann (MdL): Statements zum Thema Klimaschutz, Ausstieg aus Kohlekraft. Landwirtschaft: Es gibt ein Recht auf gesunde Lebensmittel und “gesunde” Böden (auch noch in der nächsten Generation)
    • Grüne Jugend: G7 und TTIP, so eine Aufteilung der Weltpolitik verbunden mit Absenkung der Standards muss bekämpft und verhindert werden.
    • und noch mehr Redebeiträge, ganz oft zu den Themen Flucht … aus ganz vielen Perspektiven …
    • Ein Statement gegen Papierverschwendung … dafür von mir auf diesem Weg ein Danke, es ist echt nicht nötig, alles 1000-fach auszudrucken und zu verteilen.
    • Toni Hofreiter fragt zu Recht: Wie will Seehofer es schaffen, eine Obergrenze umzusetzen? Will er den X+1. Flüchtling einfach zurückschicken.
    • und noch viel mehr zum Thema Flüchtlinge ….
    • 14:02 Auch Claudia Roth (Bundestagsvizepräsidentin) spricht zu DEM Thema….
    • 14:25: Sorry Ekin, aber dein Zitat: “Wir wollen etwas bewegen, deswegen haben wir uns enthalten.” … ist das Satire?
  • 14:33 Es wird angekündigt, dass wir irgendwann nacher über den Gender-Star (z.B. Redner*Innen) abstimmen, aber noch nicht jetzt. Na toll, warum nicht gleich erledigen?
  • Die thematischen Anträge sollen ge-ranked werden, daher werden gerade dazu die Stimmzettel eingesammelt.
  • Jetzt geht es mit den “richtigen” Inhalten los…
  • Thema Flüchtlinge A2neu:”Für eine menschliche Flüchtlingspolitik: Verantwortung übernehmen, Herausforderungen gemeinsam schultern, Integration unterstützen”
    • Margarethe Bause stellt ihn vor, inklusive diverser Anekdoten, u.a. wie kompliziert die Zusammenarbeit mit einer panikmachenden CSU ist.
    • Die “Diskussion” ist eine breite Zustimmung.
    • Der oben erwähnte Gesamtantrag A2neu erhält eine breite Zustimmung.
    • A12 Frauen auf der Flucht erhält eine breite Zustimmung.
    • A17: Kulturarbeit von und mit Flüchtlingen fördern erhält eine breite Zustimmung
    • A22: Europäische Herausforderung Flucht, Asyl und Einwanderung erhält eine breite Zustimmung
      • Änderungsanträge werden diskutiert und der erste wird übernommen
      • Der einzig strittige ist, ob wir generell Waffenexporte verbieten wollen. Dieser wird aber knapp angenommen.
    • Der A24: Resolution: Öffnet die Grenzen – Für die Idee Europas wird abgelehnt, insbesondere da sich viele der dort beschriebenen Sachverhalte inzwischen geändert haben.
    • Der I-1 “Fluchtursachen bekämpfen, Geflüchtete menschenwürdig behandeln – Gegen die Errichtung von Grenzzäunen und Haftanstalten im Niemandsland” wurde spontan eingereicht und steht noch nicht online. Er erhält eine breite Zustimmung
    • I-2 ist ebenso noch nicht online. Er trägt den Titel “Verantwortung übernehmen – gegen die massive Verschärfung des Asylrechts”. Dabei geht es auch um die Entscheidung der vergangenen Woche im Bundestag. Trotz der darin enthaltenen (guten) Ansätze gibt es massive Verschlechterungen.  Dublin wird damit de facto genehmigt. Bürokratie wird nicht wirklich abgebaut. Selbst Toni sagt, dass diese kritisierten Punkte von “niemandem” für richtig gehalten werden. In den Detailabstimmungen hat die Bundestagsfraktion auch zu den kritischen Punkten “Nein” gesagt. Gabriel selbst hat da von Grünen reingehandelten Sachen wieder rausgestrichen. Aber da die Grünen Verhandler sich so gut wie möglich bemüht haben, bittet Toni um eine Ablehnung, weil er nicht will, dass trotz der guten Bemühungen diese jetzt dafür kritisiert werden. … Es wird eine Debatte eröffnet!
      In dieser Debatte gehen die o.g. Sachen noch mehr ins Detail, die Pro-Redner betonen vor allem, dass es auch für die Zukunft gehen soll, während die Contra-Redner die Vorteile des Asyl-Gesetzes herauszustellen versuchen und die Nachteile zu relativieren.
      Interessant (aber Zufall?) in der Debatte die Pro-Redner waren nicht so bekannte Leute. Die Contra-Redner waren Promis.
      GO-Anträge bezüglich “Erweiterung der Debatte” und “geheimer schriftlicher Abstimmung” werden abgelehnt. Die Entscheidung ist super knapp, aber der Antrag wird  abgelehnt. (124 – 135)
  • Die Anträge wurden geranked, los geht es etwa um 19:00 Uhr mit diesen Themen in dieser Reihenfolge
    1. A16: Ein Nationalpark für den Steigerwald
    2. A19: Grüne für schrittweise Verlagerung des innerdeutschen Flugverkehrs auf Bahn und Bus
    3. A9: Digitalisierung in Bayern voranbringen: Freifunkinitiativen stärken! (FREIFUNK)
    4. A15: Dem Umweltschadensgesetz zum Recht verhelfen
    5. A25: Digitalisierung der Gesellschaft – Chancen nutzen, Grundrechte wahren
    6. A11: Wirksame Barrierefreiheit in Bayern
    7. A8: Grüne und Basis-Demokratie
    8. A14: Grüne Kulturpolitik für ein modernes Bayern
    9. A10: Politische Teilhabe bei den bayerischen Grünen
    10. A21: Für die Vereinigten Staaten von Europa!
    11. A23: Zivile Krisenprävention stärken – Mehr Bayerische PolizeibeamtInnen für internationale Missionen
    12. A6: Chronik Landesverband und einzelner Kreisverbände
    13. A13: Zulassung eines LAK Gender für alle Betroffenen
  • Jetzt aber geht es weiter mit dem Thema Landwirtschaft, bzw. dem Antrag A1: Grüne Wege in eine bayerische Landwirtschaft mit Zukunft mit dem grünen Landwirtschaftsminister aus Niedersachsen Christian Meyer, dieser hat uns Einblicke in die “Landwirtschaftswende” in seinem Bundesland gegeben. Sigi Hagel stellt den aktuellen Antrag vor. Bei der Aussprache ist der einzige richtige Widerspruch: “Es geht nicht weit genug”.
    • Der Ä4 will die Anbindehaltung über das bisher geforderte Maß abschaffen/einschränken abschaffen. Dieser wird aber abgelehnt, da es scheinbar vielen kleinen Betrieben schaden würde.
    • Der Ä5 will die Biogasanlagen beschränken, da die Fläche anderweitig sinnvoller eingesetzt werden sollen, als für Mais der ver”brannt” wird. Martin Stümpfig redet dagegen, weil es eben auch sinnvolle Biogasanlagen gibt, insbesondere die, die Gülle verwerten. Langfristig ist ein konkreter Einschränkungsvorschlag sinnvoll, aber nicht in dieser Form. Dieser Antrag wird daraufhin auch abgelehnt.
    • Diverse Anträge werden modifiziert übernommen
      • Ä12
      • Ä13
    • Der Ä22 will keine Doppelförderung von Biogasanlagen: Dieser wird jedoch (aus meiner Sicht überraschenderweise abgelehnt.
    • Der Gesamtantrag wird angenommen.
  • 18:25 Die Strukturdebatte und die Ergebnisse der Strukturkomission werden vorgestellt und diskutiert. [Persönlicher Kommentar: Wieder mal etwas Selbstbeweihräucherung… von mir aus könnte man die Vorstellung erheblich strukturierter und zügiger machen anstatt viele Floskeln des Selbstlobs loszulassen]
  • Der Tag ist zu Ende … morgen geht es weiter (mit einem neuen Blogeintrag)
08Jun

AKWs in Temelin – Will ich nicht!

Aktuell gibt es zum AKW-Temelin die Möglichkeit, Einspruch einzulegen. (nur noch wenige Tage): www.umweltinstitut.org/ausbau_temelin

Die Nürnberger Grünen organisieren sogar einen Bus zu einer öffentlichen Anhörung: http://www.busfahrt.gruene-nbg.de/

Atomkraft ist nicht nur gefährlich, wenn man alle Kosten und indirekte Subventionen zusammenrechnet, ist sie auch viel zu teuer.

29May

Intelligente Stromnetze

Ergänzend zu dem Artikel gestern, was auch noch wichtig ist, den Verbrauch anzupassen. Mit so genannten smart grids

Die Idee dazu ist relativ einfach und doch effektiv:

Es gibt diverse Stromverbraucher, die nicht durchgängig laufen müssen und flexibel ein- und ausgeschalten werden können. Es gibt aber Zeiten, zu denen besonders viel Strom verbraucht wird, insbesondere die Mittagsspitze

Beispiele: Kühlschränke kühlen nur einen Bruchteil der Zeit, mit entsprecher Schaltung, könnte man diese vor der Mittagsspitze runterkühlen und dann würde das reichen, dass in der kritischen Zeit keine Kühlung mehr nötig ist.

Was bräuchte man dafür:

  1. Stromtarife die dazu motivieren den Stromverbrauch auf Zeiten mit “Stromüberfluss” zu verlagern. Es darf keinen festen kWh-Preis geben, sondern einen Preis, der im Tagesverlauf schwankt und bei passendem Verbrauch günstiger ist als der “Durchschnittstarif”. Also kann es durchaus sein, dass es in der Mittagsspitze teurer wird als bisher, aber Nachts erheblich billiger. Ansatzweise gibt es das schon mit Nachtstrom. Aber es kann noch viel flexibler werden, und sich sogar direkt an den Preisprognosen der Leipziger Strombörse orientieren. Beispiel, wenn vorherzusehen ist, dass Nachts zwischen 2 und 5 viel Wind weht und der Preis runter geht, kann man in der Zeit die Waschmaschine/Trockner etc. laufen lassen.
  2. Dafür passende Zähler
  3. Informationen über den Strompreis der nächsten 24h (besser länger) verbindlich verfügbar, der Strompreis der darauffolgenden Zeit unverbindlich. (Evtl. über eine Bundesbehörde, die Wettertrends analysiert)
  4. Geräte, die möglichst automatisiert gesteuert werden können mit gewissen Profilen, für den Übergang könnten Zwischenschaltgeräte auch aushelfen (z.B. bei Kühlschränken)

Der Hintergrund ist, dass die Speicherung zwar immer besser wird, aber doch immer mit Verlust verbunden ist. Daher sollte es möglichst direkt verbraucht wird. Auch Pumpspeicherkraftwerke sind nicht optimal, weil sie auch ein krasser Eingriff in die Natur sind. Daher ist es durchaus sinnvoll, wenn der Verbrauch zeitlich gelenkt wird.

28May

Solarrekord in Deutschland – Was wir brauchen: Speicher und Transport

Die Taz und andere Zeitungen melden einen Stromrekord aus Solarstrom.

Das geht genau in die richtige Richtung, allerdings haben die Kritiker in gewisser Weise recht. 22,2 GW für paar Stunden ersetzen nicht 20 AKWs komplett (wie einige Facebook-Meldungen suggerieren), da dies 22 GW nur ein Kurzfristig verfügbar waren. Einige Meldungen waren z.B.:

1,1 Mio. Solaranlagen erzeugen dieses Pfingstwochenende zeitweise bis zu 22,2 Gigawatt = Weltrekord = 20 Atomkraftwerke

Der erste Teil dieser Meldung ist ein Fakt, der Schluss “= 20 Atomkraftwerke” muss sehr kritisch betrachtet werden.

Es gibt vielmehr 2 spannende Fragen:

  1. Wie groß ist der Gesamtstromverbrauch und wie hoch die Erzeugung aus erneuerbaren über einen Zeitraum (z.B. Jahr)
  2. Wie gut ist die Überschneidung von Leistungsproduktion und Leistungsbedarf und wie kann man Verschiebungen abfangen.

Zu 1. Da gibt es eben recht genaue Statistiken, wie viel Strom die erneuerbaren Energien eingespeist haben. Und die Werte liegen noch erheblich tiefer. Etwa bei 20%, daher ist ein weiterer Ausbau dringend notwendig.

Zu 2. Genau diese Meldung zeigt, wie schwankend die erneuerbaren z.T. (Sonne und Wind) Energien sind. Manchmal extrem hoch, manchmal gar nicht vorhanden. Dafür sind andere sehr flexibel und kurzfristig regelbar. Biogasanlagen und Pumpspeicherkraftwerke können kurzfristig angeworfen werden. Und einige bringen einfach eine recht konstante Leistung, Wasserkraft (kann teilweise durch Schleusen geregelt werden), Geothermie, Gezeitenkraftwerke, …. (und in einigen Regionen weht auch ein recht konstanter Wind und hell wird es auch jeden Tag). Und genau daher muss es einen gesunden Mix aus Energien geben, kombiniert mit Speichertechnologien und Transportleitungen. Das hat mehrere Vorteile:

  • Durch die Anlagenverteilungen sind die Transportwege kurz und die Verluste gering
  • Durch verschiedene Anlagen ist eine gewisse Leistung sehr, sehr wahrscheinlich immer da.
  • Die zusätzliche Leistung kann dann mit regelbaren Kraftwerken oder durch Speichertechnologien (Pumpspeicher, Biogas) erzeugt werden.
  • Durch viele kleine Anlagen fällt die Monopolstellung weg – langfristig sinkende Strompreise
  • Kein CO2 (bzw. bei Biogasanlagen nur das CO2, dass die Pflanzen eh sonst beim Verrottungsprozess freigesetzt hätten und das durch die nächste Pflanzengeneration wieder binden können), keine AKWs
  • Keine Gelder (für Öl oder Kohle oder etc.) ins Ausland: Stärkung der Binnenwirtschaft.

Also langfristig ist es genau das richtige, mit einem guten Mix kann die benötigte Leistung erzeugt werden.

13Apr

Subvention von AKWs

Heute ging durchs Radio, dass einige Länder wollen, dass CO2-arme Stromerzeugung “technologieneutral” gefördert wird. Also auch Atomkraft.

Hätte ich KEIN Problem damit, wenn folgende Voraussetzungen geschaffen werden:

  1. Der Betreiber der Technologie muss gegen realistische Unfälle und Schäden ausreichend versichert sein. Als realistisch  sind alle Unfälle einzustufen, die im Zusammenhang mit dieser Technologie bekannt sind also schon mal eingetreten oder durch Experten als realistisch eingestuft wurden.
  2. Der Betreiber der Anlage muss sicherstellen (durch ausreichende finanzielle Rücklagen), dass der Rückbau und die Lagerung von Abfällen (sofern sie nicht recycelt werden), ausreichend lange unter sicheren Bedingungen gewährleistet sind.

Paar kleine, eigentlich selbstverständliche Bedingungen, dann können wir uns gerne über technologie-neutrale Förderung und Subventionierung unterhalten. Aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass dann die Atomkraft plötzlich soooo teuer ist, dass daran niemand mehr Interesse hat.

Zu den beiden “technologie-neutralen” Punkten noch die Analysen im Zusammenhang mit AKWs:

  1. AKWs sind gegen eigentlich keine richtigen Schäden versichert. 2,5 Milliarden Euro (derzeitige Haftpflichtsumme) sind etwa der Betrag, den die Ölpest im Golf von Mexiko gekostet hat. Dieser Unfall war aber “nur” mitten im Meer, es gab keine “Giftwolke”, die über diverse Städte zog, die Schäden am Meer sind eh nicht bezahlbar (ähnlich wie bei einer AKW-Katastrophe) und daher wahrscheinlich auch nicht beziffert. Jedenfalls rechnen Experten mit 5 bis 11 Billionen Euro. also etwa 2000 bis 4000 mal mehr als die Versicherungssumme.
  2. Allein das “rausholen” des Mülls aus der Asse kostet jetzt schon mehrere Millionen Euro, die wohl leider der Staat übernehmen wird. Das Zeug ist noch nicht mal 100 Jahre alt. Die Halbwertszeit wird aber bei einigen der Stoffen mit 10.000 Jahren oder noch mehr angegeben, d.h. wenn alle paar Jahre realistischer Weise mit “paar Millionen” zu rechnen ist, müssen die Rücklagen gigantisch sein. Und auch so sicher, dass nicht eine “kleine Insolvenz”, oder eine Inflation doch dazu führt, dass der Staat alles zahlen muss.
31Mar

Earth Hour

Jedes Jahr wieder: Earth Hour – 1 Stunde Licht aus, um auf Stromsparen aufmerksam zu machen? Und das soll die Klima oder sogar die Welt retten?
Das Jahr hat 8784 Stunden, davon lassen wir eine Stunde das Licht aus.

Viel sinnvoller wäre es, wenn wir immer alle unnötigen Lichter ausmachen. Das spart auch richtig Geld. Oder wenigstens die Earth-Hour heute nutzen, um Energiesparlampen einzusetzen, wenn irgendwo noch Stromfresser sind.

Ich jedenfalls werde heute Abend, natürlich alle unnötigen Lichter ausmachen. Aber das mache ich eh so häufig wie möglich.

29Nov

Der Castor wurde in die Kartoffelschäune geprügelt…

2 Mitteilungen zum Castor, erstmal das Video, dann die PM der Sanitäter.

Und was muss man machen, um den Müll da Lagern zu können … alles niederprügeln, was im Weg steht, wie es unsere Panzerkunden in aller Welt schon machen … wir sind halt ein guter Polizeistaat eine gute Demokratie, wo alles nur zum Wohle des Volkes und unabhängig von den Interessen der Atomlobby gemacht wird. Haben die Sanis in oben verlinkter PM gut dokumentiert. Das Fazit von der PM:

Die Anzahl der Verletzten ist erschreckend hoch und wird wahrscheinlich noch erhöhen, wenn uns endgültige Zahlen vorliegen. Wir verurteilen den massenhaften Einsatz von OC-Spray, Schlagstöcken und Pferden. Die von uns beobachteten Situation wären ohne den Einsatz dieser Hilfsmittel – und damit, ohne eine derart hohe Zahl von Verletzten – lösbar gewesen. Angriffe auf gekennzeichnete ErsthelferInnen sind nicht zu rechtfertigen.

01Jun

Laufzeiten

Ich hab so einen schönen Satz gehört: “Entweder die AKWSs sind sicher, dann können sie ja noch länger laufen, oder sie sind nicht sicher, dann muss man sie sofort ausschalten.” Fast richtig. Nichts ist sicher. Und jede Medallie hat 2 Seiten. Atomstrom ist sicherlich nicht sicher, sondern eine Energieumwandlungsart mit einem enorm hohen Risiko. Aber vor vielen Jahren hat sich “Deutschland” nun mal für diese Technologie entschieden und im Augenblick ist es fraglich, ob ganz kurzfristig eine andere Technologie herbeigeschafft werden kann. Kohle und die fosile Stromerzeugung generell sind auch keine “Traumalternative”. Ich kenne nur eine vernünftige Alternative und die beinhaltet u.a.

  • Energiemix aus erneuerbaren Energien
  • Leitungsausbau
  • Energiesparen insbesondere zu Spitzenzeiten
  • Speicherung

Aber einiges davon ist noch längst nicht umgesetzt. Von daher ist es durchaus gerechtfertigt, wenn nun Atomkritiker einen Ausstiegsplan, aber keinen sofortigen Ausstieg befürchten. Ein sofortiger Ausstieg hätte andere (katastrophale?) Folgen. Aber ein schnellstmöglicher Umstieg auf moderne Energien wäre sinnvoll. Daher verstehe ich auch Deppendorf nicht. Auf der ard.de-Startseite kann man lesen:

Deppendorfs Woche

Aussteiger ohne Plan

Atomausstieg – und dann? Experten kritisieren, das Ganze sei kopflos, es gebe kein schlüssiges Konzept. Ausgerechnet die Grünen warnen vor dem Strom-Blackout, weil 2021/22 alle AKW auf einmal vom Netz gehen. Die Energieriesen blasen derweil zum Kampf. Der Atomausstieg: ein neuer fataler Schnellschuss der Koalition? [video]

Natürlich wäre ein Blackout zu befürchten, wenn “plötzlich” ein immenser Anteil einfach abgeschalten werden würde. Es wäre viel sinnvoller, von den verbleibenden AKWs jedes Jahr eines abzuschalten, so dass die entsprechende Kapazitäten in diesem Jahr dann nachgerüstet werden können – durch erneuerbare Energien. Also wir Grünen wollen ganz sicherlich nicht, dass die AKWs über 2021 hinaus am Netz bleiben, sondern dass diese nach und nach schon früher vom Netz gehen. So aus dem Kontext gerissen hört sich der Satz mit den Grünen zwar nach einer Sensation an, aber wenn man es genau betrachtet, dann stehen dahinter uralte Forderungen. Die AKWs so schnell wie möglich abschalten, dabei das juristische Risiko minimieren und die Versorgungssicherheit mit Strom sicherstellen.

18Apr

Wie schlimm ist das radioaktiv verseuchte Wasser in Fukoshima für uns?

In den Medien erfahren wir täglich, wie viele Liter Wasser vom AKW in Fukoshima ins Meer gelangen. Sicherlich ist das schrecklich für das Meer dort, aber bevor wir Europäer uns darüber “aufregen” oder uns sorgen um die Auswirkungen auf Lebensmittel machen, sollten wir doch mal solche Nachrichten wahrnehmen, wie folgende von Greenpeace: jährlich werden bei LaHague zig Millionen Wasser ins Meer geleitet. Während dem “Normalbetrieb”. Legal. Ohne dass sich jemand aufregt. Und das Wasser und der Meeresboden da rund rum ist hochgradig verseucht. Gleichzeitig wird Krypton 85 in die Luft gelassen. (wikipedia wikipedia).

Rund um deutsche AKWs steigt die Krebsrate, keiner kann sich das erklären … aber alle Verantwortlichen wissen, die deutschen AKWs sind sicher…

24Mar

Grüne Filmwoche – Atom

Ich war gerade bei der grünen Filmwoche.

2 Filme über Atomkraft, einer ging um die Uranherschaffung, der andere um die Müllwegschaffung. In beiden ging es darum, dass eine riesige Sauerei angerichtet wird, die Menschen belogen, ausgenutzt und gesundheitlich ruiniert werden.

Je mehr Fakten ich über die Atomkraft kennen lerne, desto mehr bin ich dagegen.

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