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29Aug

Verpixler

Frei nach JFK: “Ich bin ein Verpixler”…

gestern kam der Brief von Google an (trotz verfälschtem Namen), der Code wurde eingegeben und mir wurde bestätigt, dass “mein” Haus verpixelt wird.

22Aug

Google Street-View

Viele Leute finden die Aufregung über Street-View übertrieben, z.B. Alex Gauert meint zu Recht, dass es legal sei, auf Straßen zu fotographieren. Stimmt.

Das Problem ist aber, dass diese Photos, solange es um die Fasade des Gebäudes geht, nicht personenbezogen sind, aber inzwischen gibt es Telefonbücher in digitaler Form, d.h. im Internet ist nicht nur die Fasade zu sehen, sondern “paar Klicks weiter” sind die Daten, die dieser Fasade mehreren Personen zuordnen. Und Google-Street-View gibt für jede Fasade die Adresse mit an. Das ganze ist damit kein Bildband mehr, in dem es nur um die Häuser geht, sondern es ist primär eine Zuordnung von Wohnorten zu Personen. Auch vom Nutzungsverhalten wird Street-View nicht als Bildband benutzt. Sondern eher, um zu Personen etwas herauszufinden.

Daher bin ich ein “Verpxler”. Erlangen ist zwar nicht bei der ersten Iteration dabei, aber besser früher als zu spät.

13Aug

Wem nutzt das Urheberrecht

Sehr interessanter Artikel, den ich einfach mal (so gut wie) unkommentiert empfehlen möchte.

Wem nutzt das Urheberrecht?

Interview mit Eckhard Höffner zu seinem Buch “Geschichte und Wesen des Urheberrechts”

15Jun

unakzeptabler CD-Tipp

banda sinistra hat auf einen unakzeptablen CD-Tipp hingewiesen. Da frage ich mich, ob die Redakteure der Zeitung da einfach alles übernehmen, ohne gegenzulesen. Also wenn ich Liedtitel wie “Nahkampf” oder “Es werden keine Gefangene gemacht” lese, dann werde ich doch schon skeptisch. Und ein Blick Richtung Wikipedia zeigt auch, dass diese Band zumindest in einer sehr rechten Ecke vermutet wird.

Gut das es so ein Engagement gegen Rechts gibt.

05May

Warteschleifen vs. kostenlos telefonieren

Unsere grüne Bundestagsfraktion kümmert sich derzeit darum, dass die Warteschleifenabzocke verboten wird. Find ich gut! (Fraktion, Nicole Maisch)

Allerdings sollte man das Problem genau beschreiben. Das Problem ist, dass die Anrufer verteuerte Anrufpreise zahlen, während sie noch gar keine Leistung bekommen. Also z.B. 14 Cent pro Minute für “bitte warten sie noch einen Augenblick, der nächste Berater ist für sie reserviert”. Oder auch mal 99 Cent oder über 1 Euro für so eine Ansage. Wenn das dann über 10 Minuten geht, dann geht das ganz schön ins Geld. Die Dauer ist zwar Schade, aber je nach Anrufzeit durchaus verständlich.

Allerdings finde ich es unsinnig, sich zu beschweren, wenn es bei Alice mal etwas länger dauert, wie bei SpOn, weil die bieten eine 0800-Nummer an. Die kostet weder vom Handy, noch vom Festnetz irgendwas (außer Strom und Zeit). Als jahrelanger Alice-Kunde musste ich dort selten anrufen, aber wenn, dann habe ich halt den Lautsprecher angestellt und was anderes gemacht (gelesen, zum Bäcker gelaufen, …). Irgendwann war dann die Ansage vorbei und ich konnte mit einem Mitarbeiter reden. Bei Vodafone sieht es ähnlich aus, 1und1 hat seit neuestem eine Nummer, die Festnetzkosten verursacht und für Kunden komplett kostenlos ist (genauer gesagt, 1und1 hatte schon vor Jahren so eine Festnetznummer, die allerdings nicht so öffentlich gemacht wurde. Aber irgendwie habe ich sie damals doch gefunden.)

Daher sollte man das Problem nicht in Minuten beziffern, sondern in Kosten pro Anruf.

Hier mal die Alice-Telefonnummern da kann man einfach mal die 0800-nummern ausprobieren. Hat bei mir immer wunderbar geklappt.

Oder für Leute, die bei anderen Firmen kostenlos anrufen wollen, das 0800-Telefonbuch.

04May

Sitzblockade bei Nazidemo

Thierse hat sich Nazis in den Weg gesetzt, und hat deswegen nun Probleme.

Find ich jetzt komisch… einerseits redet unser Präsident davon, dass sich Dachau nicht wiederholen darf, andererseits wird Thierse dafür angegangen, dass er sich gegen solche Leute engagiert.

08Dec

Studentenproteste

In den letzten Tagen habe ich 2 ganz unterschiedliche Bilder der Studentenproteste gesehen. Einerseits direkt, live und vor Ort die “öffentlichen Vorlesungen” der Erlanger Uni, die wir als Grüner Kreisvorstand besucht haben und denen wir nur unser allergrößtes Lob aussprechen können. Diese Aktionen zeigen, nicht nur die Studenten finden die derzeitige Situation nicht mehr erträglich, sie haben auch eine Unterstützung aus dem Lehrkörper. Die Dozenten machen mit. Ich möchte jedem empfehlen, der diese Woche Zeit hat, sich einfach mal zu einer Vorlesung dazuzugesellen und zuzuhören.

Ein anderes Bild kommt aus Frankfurt. Da geht es nicht so schön zu:

Räumung Casino Goethe Universität Frankfurt am Main 03.Dezember 2009 from Janina Vogel on Vimeo.

Jetzt ist es natürlich schwer, aufgrund eines Videos zu beurteilen, was wirklich vorgefallen ist, aber in letzter Zeit sind ja immer wieder Videos aufgetaucht, die klar gezeigt haben, dass die Polizei durchgedreht evtl. unangemessen vorgegangen ist. Andererseits habe ich gerade aus Frankfurt studentische Texte gelesen, die bei mir auch das Bild aufkommen liesen, dass dort schon einige sind, die ich in die “Krawall-Chaoten-Ecke” einstufen würde und von sich nicht klar genug distanziert wurde. Schmierereien und Sachbeschädigungen wurden teilweise als gerechtfertigt oder zumindest nicht als verurteilenswert eingestuft. Daher ist natürlich irgendwann der Zeitpunkt gekommen, bei dem ein Hochsuchuldirektor eingreifen kann bzw. muss und die Polizei dazuholen muss.

Daher mein Aufruf, an Studenten, Dozenten, Politik und Polizei. Lasst die Gewalt draußen. Setzt Euch zusammen, macht schöne Aktionen, z.B. wie in Erlangen, aber bestimmt auch an ganz vielen anderen Hochschulen, arbeitet konstruktiv und bringt unsere Unis voran. Ich war auch Jahrelang an der Uni, war auch recht viel in den diversen Unigremien unterwegs. Ich kenne die Probleme der Studenten. Aber ich habe auch erfahren, dass viele Profs und Unimitarbeiter (zumindest in der Ulmer Informatik … eigentlich aber an der gesamten Ulmer Uni) für vernünftige Argumente stets ein offenes Ohr hatten und eigentlich nie ein unbegründetes “Nein” kam (klar, einige Entscheidungen gehen gegen die eigene Meinung, aber solange es auch für die andere Position gute Gründe gibt, dann passt das ja).

Daher an all die Politiker, die heute meinen, sie wüssten was gut für die Studenten ist. Habt ihr überhaupt aktiv mitbekommen, wie Bachelor/Master läuft? In Ulm lief das quasi mit meinem Studienbeginn parallel zum Diplom an, von daher habe ich es am Rande mitbekommen. Ich habe auch über die Gremien mitbekommen, wie die Bachelor- und Masterstudiengänge weiter geplant und umgesetzt wurden. Aber richtig mitbekommen wie es läuft habe ich nicht. Daher würde ich mir mal wünschen, dass die Berufs-Politiker sich da mal einfach in einen Kurs mit reinsetzen und dann offen für Feedback sind und nicht alles gleich wieder mir ihrer Rhetorik “runterreden”.

30Nov

SWIFT

Hier mal ein Vergleich von dem was die FDP sagt und was die Regierung macht.

Die FDP sagt:

Freiheit stärken, Bürgerrechte schützen.

Die FDP ist die Partei der Bürgerrechte. Wir wollen eine Politik, die Respekt vor Ihren ureigensten Rechten hat. Freiheit ist die Grundlage für Eigeninitiative und die Entfaltung der Persönlichkeit. Dazu gehört auch die Wahlfreiheit des Lebensentwurfs.

Staatsbürger dürfen nicht zu bevormundeten Staatskunden degradiert werden. Wir Liberale schützen konsequent Eigentum und Privatsphäre der Bürger. Wir wollen ein modernes und effektives Datenschutzrecht und die Wiederherstellung des Bankgeheimnisses. Die FDP setzt sich ein gegen Internetzensur oder heimliche Online-Durchsuchungen privater PCs.

Freiheit braucht Sicherheit. Die verdachtsunabhängige Vorratsdatenspeicherung und die Erhebung und Speicherung von Bewegungsdaten sind der falsche Weg, um für mehr Sicherheit zu sorgen. Weniger Freiheit schafft nicht mehr Sicherheit. Dem staatlichen Handeln müssen enge Grenzen gesetzt werden. Deutschland hat keinen Mangel an wirksamen Gesetzen, sondern einen Mangel am Vollzug dieser Gesetze. Der Staat hat nur dann das Recht in Freiheitsrechte einzugreifen, wenn dies zur dringenden Gefahrenabwehr notwendig ist.

Die CDU macht das Gegenteil:

  • http://www.news.de/wirtschaft/855034654/eu-erlaubt-amerikanern-konteneinsicht/1/

Mal sehen wie die FDP reagiert. Ich höre sehr wohl das rumoren der FDP-Basis, aber leider ist das rumoren an der Spitze zu leise. Im Grunde hat die FDP einen Volltreffer in ein Fettnäpfchen geschafft… so wie wir Grüne damals bei der Zensursula-Abstimmung …. nur der Unterschied ist, die FDP hätte hier tatsächlich was verändern können. Mit etwas Druck im Kabinett wäre uns dieser Datenschutz-Super-GAU vielleicht erspart geblieben. Schade.

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