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27Dec

Die bösen Vegs

Weil ich mich in letzter Zeit viel mit Vegetarismus und Veganismus beschäftigt habe (obwohl ich selber keines von beidem wirklich lebe) und mir dabei sehr viele Anti-Vegan-Artikel, Sprüche, Fragen und Witze über den Weg gelaufen sind und daraus Diskussionen entstanden sind, möchte ich hier mal ganz viele Anti-Veganer-Argumente zusammenfassen, und beantworten, so dass ich das nicht immer und überall neu schreiben muss.

  1. “Einige Veganer, die nicht so missionarisch drauf sind, sind ja OK, aber bei voll vielen ist das halt schon eine Religion geworden.”
    1. Ich kenne diverse Veganer und deren Gründe für den Veganismus sind unterschiedlich, aber relativ häufig ist die ethisch-moralische Grundthese dabei, dass man so wenig Tierleid wie praktisch möglich verursachen soll. Dies kann man natürlich als Religion bezeichnen. Aber so eine Religion mit solchen Grundsätzen, das Leid vermieden werden soll, wäre für mich keine schlechte Religion. Es wäre eine Religion, die auf höchsten Werten aufbaut.
      Allerdings ist der Unterton dabei meistens eher negativ. Daher empfinde ich solche “Religionsbezeichnungen” eher als rhetorischen Trick und schlechten Diskussions-Stil und nicht als konstruktiven Beitrag. Daher würde ich es begrüßen, wenn das Thema “Religion” einfach aus den Diskussionen rausgelassen wird.
    2. Den missionierenden Veganer gibt es. Den radikalen Veganer gibt es. Ich habe sie gesehen. Ich informiere mich aber auch intensiv über das Thema und habe viel Kontakt mit Veganern. Aber die allermeisten Veganer die ich kenne sind nicht missionierend. Ganz im Gegenteil. Ich werde in den sozialen Netzwerken eher mit Artikeln wie dem (Sarah Wiener Cola und Sojamilch) oder den Aussagen von Christian Schmidt, die in der Taz diskutiert werden, konfrontiert. Um mich über vegane Themen zu informieren, musste ich aktiv suchen. Ich nehme somit das missionieren eher anders herum war. Es gibt zig Beiträge die in sozialen Medien geteilt werden, manchmal in Form eines “Memes” oder “lustigen Bildes”, manchmal in Form von Artikeln, die vegetarisch und vegan schlecht machen sollen. Und wenn darauf dann jemand (ein Veganer) sachlich antwortet, dann muss er sich anhören, dass er missioniert.
      Also auch die “Missionierungsbehauptung” scheint mir eher ein Totschlagargument ohne Substanz zu sein.
      Der andere Aspekt ist, dass der Grad zwischen missionieren und informieren verdammt schmal ist. Wenn ich diesen Artikel jetzt schreibe, sehe ich das erst mal als informieren. Ich würde mich aber freuen, wenn der eine oder andere dadurch zum nachdenken kommt und den Fleischkonsum reduziert. Ist das hier jetzt missionieren?
      Gerade im politischen Umfeld nennen wir unseren Informationsauftrag “politische Bildung”. Da wird das als ganz normal wahrgenommen.
  2. “Vegan ist total ungesund, weil einem da ja ganz viele Vitamine fehlen und man davon Hirnschäden bekommt und dumm wird.”
    1. Dieses Statement hört sich jetzt so an, als ob ich übertreibe und sowas in echt keiner sagen würde? Sowas wird aber leider kommuniziert. Das oben bereits erwähnte Interview mit unserem Minister wird bei RP so aufgearbeitet:

      Auch Professor Berthold Koletzko von der Universität München weißt in “Bild” auf die Gefahr eines Vitamin-B12-Mangels hin. Dieser könne zu Schäden im Gehirn führen, sagt Koletzko. “Eine vegane Ernährung kann bei Kindern zu schweren neurologischen Schäden führen, bis hin zu einer dauerhaften Behinderung.”

      Natürlich hat Professor Koletzko grunsätzlich Recht, natürlich ist ein B12-Mangel nicht gut. Natürlich sollte man sich nicht einfach uninformiert vegan ernähren. Insbesondere eine B12-Substitution ist notwendig. Das erfährt man auch sofort, wenn man sich bei Veganern über die Lebensweise informiert. Aber solche Horrorszenarien kann man für jede Ernährungsweise ausmalen. Wenn man sich falsch mit Fleisch ernährt, dann kann man verfetten und an Herzinfarkt sterben. (Und das ist inzwischen sogar eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland). Und wenn man B12 supplementiert, dann sind diese Gefahren plötzlich nicht mehr da. Aber die Artikel werden oft so aufgezogen und geschrieben, als ob vegane Ernährung generell tödlich oder zumindest schädlich wäre. Was aber falsch ist.
      Also sind wir wieder beim Punkt 1.2 “missionarisch”. Vernünftig geschrieben müsste in dem Artikel stehen, dass man sich ausgewogen ernähren soll, nicht zu viel Fett und zu viele Kalorien, nicht zu wenig Vitamine und nicht zu wenig Spurenelemente …. und ruhig auch mal Fleisch weglassen darf.

    2. Dann kommt jetzt häufig noch die Frage, ob B12-Substitution unnatürlich ist. Im oben bereits erwähnten Taz-Artikel steht:

      Sie rät dringend zu kinderärztlicher Beratung und hält eine „Supplementierung von Nährstoffen“ für zumeist erforderlich. Letzteres ist zweifellos möglich, aber nicht der Weisheit letzter Schluss. Denn der regelmäßige Konsum angereicherter Nahrung oder von Ergänzungsmitteln vermittelt Kindern, dass ausgewogene Ernährung mit weitgehend naturbelassenen und regionalen Lebensmitteln nicht reicht.

      Ja, auch da kann ich grundsätzlich zustimmen, aber wer frei von Sünde ist, werfe den ersten Stein. Wer hat sich die letzten Tage ohne Konservierungsstoffe, ohne Geschmacksverstärker, ohne Aromen, ohne Farbstoffe ernährt? Wer hat sein Essen ohne Jodsalz gegessen? In fast allen Ernährungsformen sind heute leider viele Zusatzstoffe drin. Fast jeder stopft die sich rein ohne Ende. Aber wenn ein Veganer B12 nimmt, dann ist das der Untergang unserer Kultur? Mal ganz abgesehen davon, dass ich gehört habe, B12-Mangel kann auch Leute betreffen, die tierische Produkte essen. Von daher finde ich auch diese Kritik am Veganismus scheinheilig.

    3. Wer zum Thema B12 und vor allem zum tollen Statement vom Landwirtschaftsminister noch einen passenden Kommentar lesen will, der kann mal beim Graslutscher weiterlesen. Oder eine tolle FAQ zu B12
    4. Und was fehlt Veganern sonst noch?
      Auf Vitamin D sollte man achten, das kann aber meistens ohne künstliche Zusätze (in die Sonne gehen, Avocados essen) erreicht werden.
  3. Sojamilch ist so unnatürlich wie Cola
    1. So etwa hat es Sarah Wiener geschrieben und malt wieder mal das Bild, dass der Veganer nur Soja-Industrieprodukte isst, während das gute Stück Fleisch vom Bauern nebenan kommt. Auf den Artikel von Sara Wiener hat Julia Akra-Laurien eine gute Antwort geschrieben. Jeweils ein Zitat eines Absatzes das m.E. die Kernaussage enthält.
      S.W.:

      Aber durch seinen Verzicht verbessert er auch nichts an den üblen Verhältnissen in der Nahrungsmittelproduktion. Denn: Vegan zu leben fördert weder die Nachfrage nach Produkten aus einer anständigen Tierhaltung noch die nach natürlichen, ökologisch erzeugten Lebensmitteln aus der eigenen Region. Im Gegenteil: Auch vegane Industrieprodukte lassen Böden erodieren, versauen das Klima und vergiften das Wasser. Das System, in dem sie entstehen, ist ebenso grundlegend falsch wie das System der Fleischproduktion.

      und das Kernzitat in der Antwort von J.A.L.:

      Doch habe ich nach dem Lesen Ihres Beitrags das Gefühl, dass vegan zu essen für Sie bedeutet, weitestgehend auf industrielle Fertigprodukte zurückzugreifen. Das gilt vielleicht für sogenannte Puddingveganer, die sich zwar rein pflanzlich, aber sehr einseitig und überwiegend von Convenience-Produkten ernähren. Das ist aber nicht das, was wir regulär unter veganer Ernährung verstehen. Gerade Menschen, die sich aus gesundheitlichen Gründen dafür entschieden haben, verarbeiten meist frische, regionale und saisonale Produkte.

      Ich habe diese beiden Zitate gewählt, weil Sarah Wiener mit dieser Kernaussage recht hat, dass “einfach nur vegan” nicht die Welt rettet, aber sie eben einen Sonderfall hervorhebt, nämlich den “Pudding-Veganer”.  Und das stellt Julia Akra-Laurien klar, dass dieser nicht unbedingt repräsentativ ist.
      Und bei “Omnivoren” gibt es ebenso die ganze Bandbreite. Auch da sind genug dabei, die sich mit Fertigpizza, Süßigkeiten und Energydrinks ernähren.

  4. “Veganer töten auch Tiere, beim Ackerbau sterben viel mehr Tiere. Und dann kommt da ja noch die Verdrängung durch den Ackerbau dazu. Das ist besonders schlimm, da die Veganer ja dauernd Tofu essen. Und dieser kommt aus Soja-Monokulturen.”
    1. Das auch beim Ackerbau Tiere umkommen stimmt erst mal. Das Monokulturen schlecht sind auch. Aber ist es dann sinnvoller Fleisch zu essen und sind die Veganer an diesen Monokulturen schuld? Nein! Denn die Tiere, die gegessen werden, fallen nicht ausgewachsen vom Himmel. Die werden aufgezogen und bekommen dabei Futter. Meistens Kraftfutter. Das enthält oft Sojaschrot. Meistens eben genau das Monokultur-Soja. Und zwar braucht man pro Kalorie Fleisch je nach Quelle etwa 7 Kalorien pflanzlichen Input. Und bei Tieren ist der Soja-Anteil ziemlich hoch.
      Während ein Veganer zwar auch ab und zu mal Soja konsumiert, aber der Teller mit viel mehr und oft lokal angebauten Sachen gefüllt ist (Getreide, Gemüse, Reis, Kartoffeln, Obst, …), ist der Sojaanteil bei vielen Nutztieren sehr hoch.
      Also von den Tieren, die dem Ackerbau zum Opfer fallen, sind ganz viele ein Opfer der “Fleischindustrie” und an verhältnismäßig wenigen sind die Veganer schuld.
  5. “25% der Landwirtschaftlichen Flächen sind Weideland und für den Ackerbau gar nicht zu gebrauchen. Und die Bewirtschaftung mit Tieren ist wichtig, da sonst Almen und Heiden nicht mehr so existieren könnten. Almen und Heiden sind auch wichtig für die Biodiversität”
    1. Die “Bewirtschaftung” ist nicht wichtig. Um diese “Landschaften” zu erhalten könnte man die Kühe, Ziegen, Schafe … auch einfach so da leben lassen. Es fordert ja kein Veganer, die Tiere ab jetzt zu verstecken.
    2. Aber gehen wir nun mal davon aus, dass Weidetierhaltung gut ist. Dann ist das noch lange keine Rechtfertigung dafür, dass man zu Weihnachten die billigste Gans kauft, die in Massentierhaltung hochgezogen und vollgestopft wurde. Das hat mit “natürlicher Weidehaltung” nichts mehr zu tun. Und Massentierhaltung ist eben die große Masse des Fleischverzehrs. Es ist ja immer erstaunlich, dass scheinbar alle nur Biofleisch kaufen und essen und natürlich nur ganz selten und natürlich immer beim Metzger nebenan, der die Kühe vom Bauern 3 Häuser weiter hat. Die spannende Frage ist, wie viele Kühe hat der Bauer 3 Häuser weiter, so dass es jeden Tag zu einer frischen Auswahl von Fleisch kommt? Und wenn alle nur da kaufen, warum gibt es dann überhaupt noch Massentierhaltung?
      Ich und wahrscheinlich ganz viele Veganer wären schon ein ganzes Stück glücklicher, wenn es wirklich so wäre, dass nur “glückliche” Tiere geschlachtet werden, die auf der Weide waren und nicht mit Sojaschrot gefüttert wurden, sondern nur mit dem Gras von vor der Haustüre. Aber das würde bedeuten, dass der Konsum von Tierprodukten massiv eingeschränkt werden müsste oder zumindest erheblich teurer würde.
  6. “Fleisch braucht weniger Energie als vegane Ernährung”
    1. Zum Beispiel stand bei Independent:

      Lettuce is ‘three times worse than bacon’ for emissions and vegetarian diets could be bad for environment

      Was zwar so stimmen mag, aber mit einer Ernährungsmischung wenig zu tun hat. Das ignorieren viele. z.B. auch Heilpraxis.net. In diesem Artikel wird behauptet, dass vegetarische Ernährung untersucht wird. Dann wird sogar richtig zum Paper verlinkt. Das spannende ist dann, dass die den Fall “vegetarisch” gar nicht untersucht haben. Eigentlich hat das Paper aber verschiedene Ernährungsformen untersucht, von denen KEINE vegetarisch oder vegan war. Dort hat zwar der eine Salat mehr Energiebedarf pro Kalorie als der Schinken, aber das Getreide für das Brot ist dafür 5 mal weniger Energieintensiv.  (Rohdaten kann man sich da kostenfrei herunterladen (docx).)

      Sogar die Forscher des Originalpapers haben eine Antwort verfasst, von der bei der Huffington Post berichtet wird.
      Bei einer entsprechende Mischung (viel Getreide etc.) kann also davon ausgegangen werden, dass die vegane Ernährung oft weniger Energie braucht.

  7. Jeder soll sich doch so ernähren wie er will, das ist doch Privatsache.
    1. Klimaerwärmung, Hungersnöte … sind dann keine Privatsache mehr, sondern betreffen alle … dazu hab ich ja schon mal einiges geschrieben als es um den Veggie-Day ging, daher bitte dazu diesen Artikel lesen.
  8. Viel wichtiger ist bio, regional, sessional, frisch
    1. Dass diese 4 Punkte gut und wichtig sind, dem kann ich zustimmen. Aber auch das lässt sich locker über eine vegane Ernährung erreichen. Daher sehe ich in diesem “Argument” keinerlei Grund, warum Veganismus schlecht sein sollte.
  9. “Vegan alleine rettet auch nicht die Welt”
    1. Stimmt, aber es ist ein kleiner Beitrag dazu. Daher ist es natürlich falsch es als die “Masterlösung” darzustellen, aber das machen wenige Veganer.
      Zusätzlich kann und sollte man sich auch Gedanken über Reduktion und Nachhaltigkeit von Flugreisen, Autofahrten, neuer Elektrogeräte, Stromverbrauch, Güterkonsum … machen. Der Nahrungskonsum ist eben nur ein Aspekt von vielen. Aber eben auch ein relevanter.
    2. Diesen kleinen Beitrag im Bereich Nahrung kann auch jeder leisten, indem der Fleischkonsum reduziert wird. Ob man absolut gar nichts mehr will ist kann ja jeder persönliche entscheiden. Aber je größer die Reduktion ist, desto besser. Und je mehr man dann noch zusätzlich die in 8. angesprochenen Aspekte beachtet, desto besser.
    3. Viele Veganer haben als Motivation “Ethik”, also insbesondere der Einstellung, dass man einem Tier, sofern möglich, kein Leid zufügen sollte. Und vielleicht retten sie dann nicht die Welt, aber sie fügen keinem Tier ein Leid zu. Also das “die Welt retten” ist oft eben nicht die (Haupt-)Motivation.
    4. Und wer den Masterplan hat, wie man die Welt retten kann, der soll ihn bitte kommunizieren. Bis dieser bekannt ist, sollten wir für jeden kleinen Beitrag einfach dankbar sein.
  10. “Alle Veganer …” (+irgend ein Vorurteil)
    1. Leider höre ich sowas auch ab und zu. Das ist natürlich quatsch. Es gibt unter den Veganern die ganze Bandbreite. Sehr wenige wollen ihren Lebensstul in die Welt hinaustragen, einige verstecken ihn, einige wollen der Umwelt damit was gutes tun, andere wollen einfach keinem Tier was zuleide tun, dann gibt es auch noch gesundheitliche Gründe (z.B. Laktoseunverträglichkeit), …. von daher zeugen solche “Argumente” einfach von Vorurteilen bzw. Uninformiertheit.
  11. Wenn alle Veganer wären, dann würden die Anbauflächen gar nicht reichen, um so viel Gemüse anzubauen.
    1. Hört man immer wieder…. und wenn man mal vorsichtig nachfragt, von was die Tiere, die ja gerne gegessen werden, sich so ernähren, wird man dann auf “Weidehaltung” (siehe Punkt 5) verwiesen. Es ist aber so, dass die meisten Tiere aus Massentierhaltung kommen (laut arte etwa 98% – wobei ich hier davon ausgehe, dass da auch ein großer Gradient von “Käfighaltung” bis hin zu “Freilandhaltung” dabei ist). Und die Tierebrauchen je nach Quelle mindestens 5-7 Kalorien pflanzliche Nahrung (Soja, Getreide), um 1 Kalorie tierische Nahrung zu produzieren (z.B. hier Kapitel 2.2 wird sogar der Faktor 10 erwähnt). Da diese in Massentierhaltung zugefüttert wird, d.h. erst irgendwo angebaut und dann verfüttert, fallen dafür auch Anbauflächen an. D.h. für jedes durch eine “Getreidespeise” (Nudeln, Reis, …) ersetzte Steak, kann man mindestens 4 weitere Personen mit der gleichen Anbaufläche versorgen, wie für das Steak verbraucht wurde.
    2. Daher ist es insgesamt sogar genau umgekehrt: Mit einer Reduktion von Fleischkonsum und dem Konsum von Tierprodukten, kann die Weltbevölkerung besser ernährt werden mit weniger Flächen-, Energie-, Wasserverbrauch. Siehe dazu auch topagrar, vegotel, vegane Gesellschaft, spon,
    3. Natürlich gibt es auch einige Luxus-Vegan-Produkte, die einen relativ hohen Flächen-, Energie- oder sonstigen Verbrauch mit sich bringen. Aber das ist nicht die Hauptmenge dessen, was Veganer konsumieren.
  12. Wenn alle plötzlich Veganer werden, was dann? Dann müsste man die Tiere alle notschlachten?
    1. Plötzlich werden alle Veganer? Schöner Traum, aber absolut unrealistisch. Es werden niemals alle gleichzeitig Veganer. Wenn in Deutschland jährlich zusätzlich 2% sich für eine vegetarische Ernährung entscheiden würden und zusätzlich 1% für eine vegane Ernährung, dann wäre das eine gigantisch große Bewegung, aber so langsam, dass nicht plötzlich alle Hühner, Kühe und Schweine notgeschlachtet werden müssten, sondern einfach ein paar weniger nachgezüchtet werden müssen.
    2. Und wenn dann irgendwann (nach ca. 25 Jahren) die meisten Menschen (90%) fleischlos ernähren und davon 30% vegan leben, dann kommt immer noch das meiste Fleisch aus Massentierhaltung, weil oben haben wir ja gelernt: 98% kommt in Deutschland aus Massentierhaltung.
  13. Diese Tiere sind doch nur dazu da, um gegessen zu werden.
    1. Steht in der Bibel, oder wo?
    2. Natürlich wurden viele Tiere als Nutztiere gezüchtet, aber diese Tiere leiden trotzdem. Und belasten die Umwelt. Von daher spricht der Fakt, dass sie dafür gezüchtet wurden nicht dafür, diese Praxis weiter zu betreiben.

Fazit: Veganer oder Vegetarier haben mir ihren Argumenten in den allermeisten Fällen recht. Das ist auch der Grund, warum ich meinen Fleisch- und Tierprodukte-Konsum reduzieren will. Wenn jemand meint, trotzdem Fleisch essen zu wollen und die Konsequenzen akzeptabel findet, dann darf er dies ja auch weiter tun. Aber den Veganern dauernd so schwachsinnige Argumente an den Kopf zu werfen wirft vor allem ein schlechtes Bild auf die “Omnis”, die in diesen Fällen einfach nur durch Inkompetenz glänzen.

05Aug

Veggie-Day Pflicht?

Die Grüne Spitze hat sich angeblich für einen “verpflichtenden” Veggie-Day ausgesprochen. Stimmt zwar nicht, siehe z.B. hier, aber trotzdem dazu mal paar Gedanken von mir.

Grundsätzlich richte ich gerne mein politisches Handeln nach dem Artikel 2 Satz 1 aus dem Grundgesetz:

Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.

Bezogen auf den Fleischkonsum heißt das erst mal, jeder darf so viel Fleisch essen, wie er will. Jetzt ist nur noch zu prüfen, ob er damit gegen die Rechte anderer verstößt bzw. gegen die guten Sitten. Und da kommen wir in eine ganz verzwickte Situation. Es gibt nämlich zig Nachteile, die Fleischkonsum mit sich bringt, die sich u.a. in folgende Kategorien einteilen lassen:

  • Tiere müssen leiden
  • Klimawandel (inklusive Überschwemmungen und Hungerkatastrophen)
  • Gesundheitlich (und daraus resultierende Kosten für die Allgemeinheit)
  • Lebensmittelknappheit

Also, oben habe ich ja ganz klar gesagt, erstmal darf jeder Fleisch essen. Aber er muss dann darauf achten, dass er nicht die Rechte von anderen verletzt oder gegen die “guten Sitten” verstößt.

Beim Tierschutz würde ich maximal die guten Sitten in Gefahr sehen, aber da Massentierhaltung leider auch anerkannt ist, ist das nicht der Hauptargumentationspunkt.

Dass Tiere viele “Klimagase” ausstoßen ist ja weithin bekannt. Der Klimawandel ist allgegenwärtig. Es sind erst vor wenigen Wochen ganze Häuser weggespült worden, in Afrika sind regelmäßig ganze Regionen trocken, wo früher einigermaßen gut Landwirtschaft betrieben werden konnte, … dies sind zwar keine direkten Folgen, sondern nur indirekte, aber die Rechte vieler Menschen sind betroffen – und zwar massiv.

Gesundheitliche Folgen sind auch so ein indirektes Problem: Adipositas ist eine Krankheit (wenn nicht DIE Krankheit), die immer mehr als Ursache für zig andere Sachen zu sehen ist. Angefangen von Gelenkschmerzen bis hin zu Herz-Kreislauf-Problemen. Primär auch ein “persönliches” Problem, aber bei der Finanzierung dann auch wieder ein gesellschaftliches Problem. Und die Ernährung insgesamt trägt dazu bei.

Die weltweiten Hungerprobleme liegen auch daran, dass eben Zuchtbetriebe alles Getreide aufkaufen und dann ein armer Mensch sich nicht einmal mehr die Schüssel Reis am Tag leisten kann, unter anderem auch weil der Reis gar nicht mehr angepflanzt wird, weil für die Tiere irgendeine Mais oder Soja-Sorte effizienter ist.

Daher kann insgesamt festgestellt werden, dass es eben nicht nur die persönliche Entscheidung des einzelnen ist, ob er Fleisch ist, sondern dass durch die (massenhafte) Entscheidung von zig-Millionen Menschen in den Industrienationen, zu jeder Mahlzeit Fleisch essen zu wollen, eben auch viele andere Menschen betroffen sind. Sei es, dass einige gar nichts mehr zu essen haben, dass Mehrkosten entstehen (Krankheitskosten, Flutopferhilfe, …).

Trotzdem, obwohl die Rechte anderer indirekt massiv betroffen sind, ist aber die spannende Frage, ob so etwas hingenommen werden kann. Also ist es gerechtfertigt, den Fleischkonsum einzuschränken?

Hier wird es spannend, wenn wir uns andere Lebensbereiche anschauen, für die man ähnlich argumentieren kann:

  • Autoverkehr (Klimawandel, Feinstaub, Unfallrisiko)
  • Gartenpartys (Lärm, Grillrauch, …)
  • Rauchen in Kneipen
  • Alkoholtrinken vor Autofahrten
  • Joggen durchs Naturschutzgebiet
  • Müll abladen am örtlichen Waldweg

Und ganz schnell kommt man zu dem Schluß, dass auf der anderen Seite der Nutzen abgewogen werden muss. Zum Glück sind einige der obigen Punkte verboten, weil der Schaden erheblich größer ist als der Nutzen. Zum Glück darf man nicht einfach alles machen, weil andere dann viel stärker leiden müssten. Andere Sachen haben einen so immensen Nutzen, die kann man einfach nicht verbieten.

Daher mal die Nutzen des Fleischkonsums:

  • Geschmack (subjektiv)
  • Gesundheit (einige der Stoffe lassen sich tatsächlich besser aus Fleisch gewinnen, obwohl es aus pflanzlichen Quellen auch möglich ist)

Und jetzt kommen wir an eine ganz komplizierte ethische Frage. Rechtfertigt der Geschmack und die Bequemlichkeit “einfach” an die Nährstoffe zu kommen, die o.g. Nachteile und die (indirekten) Schäden in Kauf zu nehmen? Wenn ich jetzt auf einer abstrakten Wolke fernab der Realität sitzen würde, würde ich ganz klar “NEIN” sagen. Dafür, dass mir das Essen etwas besser schmeckt, darf ich nichts machen, was andere teuer zu stehen kommt, und erst recht nicht riskieren, dass zig Leute am Hunger sterben.

Aber wir leben nicht auf der Wolke fern der Realität, sondern unsere Realität beinhaltet eben auch unsere Kultur, in der Fleischkonsum “Standard” ist. Daher ist die Frage nicht so leicht zu beantworten. Aber man kann prüfen, ob es machbar ist, dass die Nachteile minimiert werden und dabei so viele Vorteile wie möglich erhalten bleiben. Und diese Variante gibt es tatsächlich. Denn für die Gesundheit ist es NICHT wichtig, dass jeden Tag zu jeder Mahlzeit hauptsächlich Fleisch gegessen wird. Kleine Fleischportionen sind absolut ausreichend. Der berühmte Sonntagsbraten zum Beispiel. Über den Geschmack lässt sich streiten (oder auch nicht), aber ich habe bisher von ganz wenigen, die gerne Fleischessen gehört, dass sie unbedingt Fleisch essen müssen. Ganz im Gegenteil, wenn es in unserer Kantine ein tolles, vegetarisches Essen gibt, dann essen oft sehr viele Kollegen vegetarisch. Also warum das nicht “vereinen”. Jeder darf Fleisch essen, aber es wird ganz stark empfohlen, dass der Konsum reduziert wird. Da können Kantinen durchaus mithelfen, indem sie nicht irgendwelche fettigen Gemüseburger oder Tofu-Würstchen (die fast niemand mag) als Veggie-Gericht anbieten, sondern eben eine leckere Reis-Gemüse-Pfanne, statt Nudeln mit Schinken-Sahne-Soße einfach als Alternative eine Tomatensoße, … oder es muss ja nicht mal eine 100%-Reduktion sein. Nudeln mit Schinkensoße sind sicherlich nicht so dramatisch wie ein Gericht, das 100% aus Fleisch besteht.

Es gibt so viele tollen vegetarischen und auch fleischarmen Gerichte, die wahrscheinlich den Fleischkonsum in Kantinen “automatisch” erheblich reduzieren würden, ohne eine staatliche Vorgabe. Warum nicht einfach darauf drängen, dass so etwas angeboten wird? Wenn es kein Zwang ist, sondern ein akzeptables Angebot, ist auch die Reaktion viel positiver. Einem “Zwangessen” ist man erst mal abgeneigt, einem Angebot gegenüber ist man eher positiv eingestellt.

Wenn dann Fleisch auch noch mit der vollen Mehrwertsteuer belegt wird, dann gibt es auch noch finanzielle Anreize doch auf das vegetarische Gericht “umzuschwenken”.

Von daher bewerte ich den Vorschlag von Frau Künast als inhaltlich in die richtige Richtung, der Fleischkonsum soll reduziert werden, aber im Detail noch nicht ganz ausgegoren, weil durch einen Zwang-Veggie-Tag (auch wenn nicht per Gesetz verordnet) macht man wahrscheinlich niemanden glücklich, sondern ruft nur Vorurteile gegenüber dem Missionierungswahn der Grünen/Vegetarier hervor.

Fazit: Angebote schaffen, evtl. Fleisch verteuern, aber keine Zwänge (Pflicht/Verbote) einführen.

24Mar

Grüne Filmwoche – Atom

Ich war gerade bei der grünen Filmwoche.

2 Filme über Atomkraft, einer ging um die Uranherschaffung, der andere um die Müllwegschaffung. In beiden ging es darum, dass eine riesige Sauerei angerichtet wird, die Menschen belogen, ausgenutzt und gesundheitlich ruiniert werden.

Je mehr Fakten ich über die Atomkraft kennen lerne, desto mehr bin ich dagegen.

17Dec

Hart aber fair über Fleischkonsum

Die Sendung hart aber fair über Fleischkonsum war eine Katastrophe.

Im Grunde wurde das Thema auf ganz komische Argumente reduziert:

Es schmeckt, es steht in der Bibel und den Gesetzen, es war schon immer so und es war Voraussetzung für die Evolution auf der Fleischer-Seite.

Die Vegetarier haben sich sehr auf die Rechte der Tiere beschränkt (Gefühle, Quälerei, …). Und gerade die Frau Rütting hat ziemlich komisch argumentiert.

Aber paar Sachen waren echt die Höhe:

  • Adam: “Nur mit Fleisch kann die Welternährung sichergestellt werden” – Falsch, siehe hier: welthungerdemo oder peta
  • Breukmann: “Jeder Mensch der will soll Fleisch essen können” … In welcher Welt lebt der denn? 800 Millionen Menschen wären froh, wenn sie eine gekochte Schüssel voll Reis/Hirse/o.ä… jeden Tag hätten (und dann noch sauberes Wasser)

Nichtmal andiskutiert wurde der Klimaaspekt.

Der Gesundheitsaspekt für den Menschen ist relativ untergegangen. Plasberg hat zwar Mediziner zitiert (zu viel Fleisch ist ungesund), aber der Funke hat das mit der Frage “Was ist zu viel?” erstickt. Der Adam hat in einem seiner letzten Statements implizit gesagt, dass es gesünder ist, weniger Fleisch zu essen. – Immerhin. Die Antibiotika-Belastung wurde auch wegdiskutiert….

Und auch der Faktencheck ist mal wieder sehr dünn, aber er zeigt, dass die Fleischproduzenten nicht ganz  bei der Wahrheit geblieben sind.

08Dec

Ob wir es wollen und wie wir es wollen….

Gestern beim grünen Stammtisch (der Erlanger Grünen) ging es um das Projekt “Energiewende ERlangen” – 100% erneuerbare Energien für Erlangen (bis 2030 100% erneuerbarer Strom möglichst aus “Eigenherstellung”).

Dabei kam die Frage nach Gutachten auf, ob man diverse Risiken bedacht hat und einen Plan B hat – anders als bei Stuttgart 21, wo quasi nichts richtig durchkalkuliert wurde und als Schlichtungsspruch rauskam, dass noch mal alles mögliche geprüft und geändert werden muss. Diese wurde mit den Argumenten “zu teuer” und “erst mal muss man wissen, dass man es will” zurückgewiesen. Aber jetzt habe ich noch mal drüber nachgedacht.

Im Grunde trifft die Frage (und die gegebenen Antworten) genau einen wunden Punkt der Politik insgesamt (auch bei den Grünen). Wir haben Ziele und verfolgen die oft blind, ohne nach links und nach rechts zu schauen. Und jeder der was anderes denkt wird als “unbelehrbar” wahrgenommen. Nebenwirkungen gibt es scheinbar nicht.

Gerade bei der Energiewende muss man doch durchkalkulieren:

  • Was ist der umweltpolitische Nutzen?
  • Was ist der ökonomische Nutzen (oder Schaden)?
  • Welche sonstigen Nutzen oder Schäden

Im Gegensatz zu Projekten wie Stuttgart 21 hat man aber sehr viele Sachen in der Schublade:

  • Es gibt Erfahrungen mit Energieausbeute pro xxx (Wind/ Sonneneinstrahlung / Biomasse) … es sind ja schon zig Kraftwerke in Betrieb
  • Es ist kalkulierbar, wie lange die “Kraftwerke” laufen
  • Es gibt Hochrechnungen für Strompreisentwicklung und Energiekostenentwicklungen (zwar mit einer breiten Bandbreite… aber man kann ja mal optimistisch und pessimistisch rechnen)

Trotzdem muss einiges ganz klar dargestellt werden:

  • Auf welchen Flächen sind diese “Kraftwerke” geplant? Wie viel Licht ist da, wie viel Wind ist da? Welche Störfaktoren gibt es bei den Flächen. Dies muss transparent analysiert werden!
  • Welche finanziellen Auswirkungen das auf die Beteiligten hat. (2% Rendite)
  • Welche finanziellen Auswirkungen das auf die Gesellschaft hat. Das EEG wird von den Stromnutzern bezahlt! (Finde ich gut, aber man muss es ehrlich so sagen.)
  • Gibt es Umweltschäden
  • Sonstige Auswirkungen
  • Und natürlich auch den Nutzen für das Klima

Und jetzt zum Schluss noch ein Beispiel, wo wir Grünen auch “blind” mitgelaufen sind. Biodiesel! Da gibt es jetzt halt paar Nebenwirkungen wie erhöhte Lebensmittelpreise, Urwaldrodungen, (kleinere) technische Probleme, … also ein positives Nutzen/Schadens-Verhältnis wird inzwischen eigentlich recht breit angezweifelt.

Sowas soll bei der “Energiewende ERlangen” nicht passieren. Trotzdem bin ich gegen teure Gutachten. Sondern man soll einfach die Experten mit ins Boot holen und alle Kritik anhören.

02Sep

Unterschriftenliste für moderne Energien

AKWs sind 'Energie ohne Zukunft' Nachdem es den Aufruf FÜR Atomenergie gab, den ja auch einige sich wichtige fühlende Herren und Manager unterschrieben haben, gibt es auch die Gegenkampagne.

Es wäre schon ein schönes Zeichen, wenn die modernen Energien mehr Anhänger hätten, als die Atomkraft.

15Aug

Regenwälder, Öl und Zerstörung

Abenteuer Wissen war heute mal wieder krass. Die Kernaussagen:

  • In Kanada werd zur Ölgewinnung aus Ölsand riesige Flächen per Tagebau zerstört, massenweise Wasser aus dem Fluß genommen und Gifte in den Fluß geleitet. Menschen und Tiere die dort leben leiden und sterben an Folgekrankheiten.
  • Die Amazonas-Regenwälder und die Ureinwohner sollen “geopfert” werden, dass die Ölindustrie dort nach Öl suchen kann

Und obwohl das alles irgendwie bekannt ist, finde ich das jedesmal wieder krass. Zum Glück gab es auch paar positive Beiträge, über Entwicklungen, Erfindungen oder Entdeckungen, die in die richtige Richtung gehen.

Links zu den Sendungen: Abenteuer Wissen 1/2 & 2/2

Morgen (also Montag 16.08.2010) werden die Sendungen widerholt.

09Aug

Sparen im Strom

Angeblich ist Ökostrom teuer. Der herkömmliche Strom ist viel billiger…. nur hat der herkömmliche elektrische Strom den kleinen Nachteil, dass er hauptsächlich über Kohle erzeugt wird. Kohle verursacht den Klimawandel.

Und daher wird aus “Sparen am Strom” ganz langsam “Sparen im Strom”:

Billiger Strom kann ganz schön teuer werden

Billiger Strom kann ganz schön teuer werden

Mal im Ernst:

Wenn man die Kosten für die Klimakatastrophe auf die Kohle umrechnet, dann ist diese Energieform nicht mehr zu bezahlen. Alleine wenn man auf das Bild klickt, kann man lesen, wie teuer die Planungen und geplanten Baukosten für Hochwasserschutz in einer Stadt in Unterfranken sind.

24May

Jahrhundertflut

Was ist eigentlich die Definition von Jahrhundertflut? Einmal alle 100 Jahre?

Wie man z.B. hier lesen kann, kommt schon wieder eine. Dabei war die letzte doch erst einige Jahre her.

Aber es gibt immer noch einige, die nicht glauben, dass es einen Klimawandel gibt. (Klimaerwärmung ist wohl das falsche Wort, weil einfach ganz viel durcheinander kommt, was u.a. wohl auch zu einer durchschnittlichen Erwärmung führt…. aber es passiert halt viel mehr: Hochwasser, Wirbelstürme, Stürme, eiskalte Winter, komischer Frühling)

10Dec

Insel versenken

Wer Schiffe versenken langweilig findet, sollte mal in Kopenhagen mitspielen. Da geht es inzwischen ans Inselversenken 🙁

[tagesschau]

Saudi Arabien will 2% mehr Öl verkaufen … Tuvalu versenkt?

China will 5% mehr Autos  … Holland versenkt?

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