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30Jun

Bundespräsidentenwahl

Nach wie vor halte ich J. Gauck für den besten Kandidaten, jedoch kommen immer mehr Berichte auf, die mich zweifeln lassen, ob er wirklich so gut ist, wie uns einige glauben machen wollen.

Naja, ich nehme an, er wird eh nicht gewählt. Im Gegensatz zu allen anderen Berichterstattern gibt es meiner Meinung nach nur 1 Szenario, wie er eine Chance hätte: Die Linkspartei stimmt im ersten Wahlgang, allerspätestens aber im zweiten Wahlgang, für J.G.

Ich nehme an, im Dritten Wahlgang gehen die Denkzettel-Stimmen wieder zur “Parteiendisziplin” über, während ich mir durchaus bei einigen CDUlern oder FDPlern vorstellen könnte, dass sie im 1. (und vielleicht noch im 2.) Wahlgang durchaus Abweichler spielen. (und nicht nur ich denke so, sondern auch die Zeit)

Aber da ich fürchte, dass die Abweichler zu gering sind, gehe ich davon aus, dass Christian Wulff schon im 1. Wahlgang gewählt wird. Und falls nicht, gehe ich davon aus, dass die Linke dieses taktische Verständnis nicht mitbringt und wohl leider immer noch nicht die Vergangenheit überwunden hat.

Cetero censeo, 54, 74, 90, 2010 ….

27Jun

Fast (alle) Favouriten

WM-Vorhersage

WM-Vorhersage

Die deutsche Mannschaft hat jetzt wohl kein leichtes Spiel mehr. Wenn sie Weltmeister werden wollen, müssen sie wohl alle Favouriten selber ausschalten. Nichts mit “Losglück”. Die einzigen Favouriten die nach dieser Vorhersage nicht auf Yogis Manschaft treffen sind die Holländer.

Und das schlimme ist, hätten die Ghanaer in der Nachspielzeit noch ein Tor geschossen, dann hätte es so ausgesehen: USA, Uruguay, Brasilien, Spanien

zumindest bis ins Halbfinale wäre es relativ einfach gewesen. Aber aus fair-Play-Sicht ist es gut, und England und Argentinien sind ja zwei gute Teams, um sich auf Spanien und Brasilien einzustimmen.

Nun noch eine schlechte Nachricht, die Yogi-Elf gilt als Ausenseiter. – Aber gleich die gute Nachricht, Ghana galt auch als Ausenseiter und hat die USA bezwungen.

Um selber mal die verschiedenen Sachen auszuprobieren einfach auf das Bild klicken.

24Jun

Netzpolitikthesen

Thesen zur Netzpolitik sind ja zur Zeit “In”. Nachdem es einen eher Missglückten Versuch von Helga Trüpel (Schwerpunkt Kulturflatrate bzw. ein Gegenmodell) gab hat nun auch der Innenminister nachgezogen, doch so richtig passend sind die immer noch nicht. Erheblich besser gefallen mir da schon die 10 Thesen von Malte Spitz.

Was jetzt kommen muss sind halt die Diskussion, welche dieser Thesen von der Gesellschaft gewünscht werden. Thesen sind ja in diesem Zusammenhang nichts anderes als Vermutungen, was gut für die Gesellschaft wäre. Und wenn dieser Wunsch sich dann rauskristallisiert, dann muss man überlegen, wie man diese Ziele, die in den Thesen formuliert sind, umsetzen kann. Das können einerseits gesetzliche Eingriffe sein, andererseits auch einfach Angebote, Informationen, Normen etc.

15Jun

unakzeptabler CD-Tipp

banda sinistra hat auf einen unakzeptablen CD-Tipp hingewiesen. Da frage ich mich, ob die Redakteure der Zeitung da einfach alles übernehmen, ohne gegenzulesen. Also wenn ich Liedtitel wie “Nahkampf” oder “Es werden keine Gefangene gemacht” lese, dann werde ich doch schon skeptisch. Und ein Blick Richtung Wikipedia zeigt auch, dass diese Band zumindest in einer sehr rechten Ecke vermutet wird.

Gut das es so ein Engagement gegen Rechts gibt.

12Jun

Wofür lohnt es sich Schulden zu machen?

Wofür lohnt es sich Schulden zu machen?

Auf diese Frage habe ich eine einfache Antwort: Es lohnt sich Schulden zu machen, wenn man durch die Schulden auf ein “Niveau” gehobeben wird, in dem man so viel mehr einnimmt, dass die Schulden bald abbezahlt sind.

Dabei stellt sich mir die Überlegung, dass “der Staat” (egal auf welcher Ebene) mit dem normalen Betrieb Geld einnimmt und dieses auch wieder ausgibt. Das ausgegebene Geld sollte eigentlich weniger als das eingenommene Geld sein. Die einzige Ausnahme sollten Investitionen sein. Investitionen die sich lohnen!

Und jetzt möchte ich diese Überlegung mal auf diverse Punkte anwenden:

  • Bildung: Bildung ist natürlich eine Investition in die Zukunft. Aber es ist keine Investition, die man einmal tätigt und dann ist alles gut. Bildung ist etwas kontinuierliches, dafür muss in dem normalen Haushalt Geld da sein, nicht in den Investitionen.
    Dazu gehören auch die Kosten für Gebäude, Materialien und ähnliches.
  • Kultur: Auch Kultur lässt sich nicht durch eine einmalige Investition zu einer “Melkkuh” umwandeln… auch für Kultur lohnen sich keine Schulden.
  • energetische Sanierung: Hier lohnen sich Schulden tatsächlich. Wenn wir heute einen großen Betrag an Energiekosten für einige Gebäude zahlen und mit einer Investition diesen Betrag senken können, dann hätten wir nach einiger Zeit soviel eingespart wie einmalig ausgegeben. Und in den darauf folgenden Jahren sparen wir weiter, ohne nochmal was ausgeben zu müssen. Für solche Investitionen, da lohnen sich Schulden.

Fazit: Bei den vorhandenen Geldern muss man sich ganz genau überlegen, wofür man es ausgibt. Bildung ist sicherlich sinnvoller als so manche Straße, jugendhilfe ist sicherlich sinnvoller als so manches Steuergeschenk. Aber INVESTITIONEN sollten einen Return of Invest haben (der dann auch zur Schuldentilgung genutzt wird). Solange der nicht klar benannt werden kann, also solange nicht gesagt wird, wie durch diese Ausgaben das Geld wieder reinkommen soll, lohnen sich Schulden NICHT.

Oder anders ausgedrückt: Für jeden Cent Schulden sollte es einen mittelfristigen Plan geben, wie man diese auch wieder zurückzahlen kann.

11Jun

Name für die Deutsche (Fußball-)Nationalmannschaft: Elf Hennen

Fast alle Länder haben ihren (Fußball-)Mannschaften Spitznamen gegeben. Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ist eine der wenigen Mannschaften, die noch keinen Spitznamen haben. Im Grunde ist das ja egal, nur führt es zu komischen Redewendungen, die dadurch, dass die Nationalmannschaft meist mit dem Ländernamen bezeichnet wird, dann auch “nationalistisch” klingende Sätze herauskommen:

“Deutschland ist besser als …” oder seltener (da wir ja optimistisch sind): “Die Deutschen haben keine Chance gegen …”

So wie ich die meisten Fußballfans kenne, sind diese nicht nationalistisch eingestellt, sondern leben normalerweise einen normalen “Internationalismus”… (nur beim Fußball ist man halt Fan der deutschen Mannschaft)

Das Problem abmildern könnte man, indem man nicht von dem Land, sondern von der Mannschaft redet. Da es aber unüblich ist (in einem entsprechenden Kotext) zu sagen “Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft” wird das ganze oft mit “Deutschland” abgekürzt. Nun wäre aber eine andere, eindeutigere Abkürzung schöner.

In Frage kommen da, wie bei vielen anderen, Tiernamen (Adler als Wappentier, der auf jedem Trickot ist), Farben (weiße Hemden, grünes DFB-Logo), Fußball-Mannschafts-Begriffe (Elf, Kicker,)…

Der Spitznamen unseres Bundesadlers (der im Bundestag hängt) ist auch “fette Henne”. Also bin ich im Endeffekt für 2 der folgenden Wörter: Elf weiße kickende Hennen… am besten finde ich Elf Hennen.

06Jun

Bundespräsident

Nachdem ich mir vor einigen Tagen gewünscht habe, dass “Zensursula” nicht unser Staatsoberhaupt wird. Also eigentlich sollte ich jetzt schon happy sein. Aber ich hoffe weiter, dass es auch nicht Christian Wulff wird. Wenn ich die Chance hätte zu wählen, würde ich für Joachim Gauck stimmen.

Und ich bin offenbar nicht der einzige, wie die Presse (z.B. Welt) zeigt.

06Jun

Umweltfest

Gestern war das Umweltfest … es wurde zwar organisiert von den Grünen, aber richtig erfolgreich war es erst, weil so viele Gruppen teilgenommen haben, die sich im Bereich Umweltschutz organisieren. Mit dabei waren

  • fairlangen – eine Gruppe, die aus der Elia-Gemeinde entstanden ist, aber offen für alle ist. Sie informiert vor allem zum Thema fair einkaufen in und um Erlangen . Ein ähnliches Projekt hatte die Grüne Jugend in Erlangen mal, also wieder mal ein “Beweis”, dass eine gute Kooperation unbedingt notwendig ist, um gewisse Arbeiten nicht doppelt zu machen.
  • Queerfriends – nicht direkt eine Umweltgruppe, aber trotzdem dabei
  • Bündnis 90/Die Grünen – Organisator und Partei mit einem Schwerpunkt im Bereich Umweltschutz
  • Arche Bauernhof Erlangen: Ein Verein zur Erhaltung vom aussterben bedrohter Nutztierrassen. Der Verein ist noch ganz jung und will demnächst Tieren in der Erlanger Umgebung eine Heimat geben.
  • Greenpeace Nürnberg: Die Ziele von Greenpeace sind absolut unterstützenswert, die Aktionen oft spektakulär. Leider gibt es in Erlangen keine Greenpeace-Gruppe. Vielleicht war das ja der Startschuss für eine Gründung.
  • Grüne Jugend: Die Grüne Jugend hatte als Hauptthema die Ölkatastrophe im Golf von Mexico. Sie verteilten Delphine in Erdöl (Kekse in Schokolade)
  • Amnesty International: Menschenrechte und Umweltrechte passen sehr gut zusammen. So wie die Petition gezeigt hat, die dort unterschrieben werden konnte: Wenn Öl (in diesem Fall von Shell im Nigerdelta) die Umwelt verseucht, dann leiden dort auch die Menschen.
  • Solarverein / Sonne auf jedem Dach: Ein ganz klassisches Umweltthema, alternative Energiegewinnung, wurde live präsentiert durch einen Solarkocher.
  • ödp: due ÖDP hatte als Hauptthema die Gründung eines Vereins Carsharing und repräsentierte auch den folgenden Punkt
  • Volksbegehren Nichtraucherschutz: Am 04.07. ist die Abstimmung, ob es nun endlich zu einem angemessenen Nichtraucherschutz kommt
  • Unisolar: Nochmal Solarenergie. Eine Studentengruppe die alles organisiert hat, um Solarzellen für das Unidach zu kochen und das Geld dafür aufgetrieben hat.
  • Grüne Liste/Fraktion im Stadtrat: Fast alle Stadträte waren da. Sie hatten zwar keinen Stand, standen aber für spontane Gespräche zur Verfügung.
  • Uwe Kekeritz (MdB), Klaus Hiemeyer und Birgit Raab (beide Bezirkstagsfraktion) standen für viele Fragen und Gespräche zur Verfügung

All diese haben zu einem schönen Fest beigetragen. Daher vielen Dank.

Mein Wunsch wäre es jetzt, dass all diese Gruppen noch mehr zusammenarbeiten, um die richtigen Themen in der Gesellschaft voranzubringen. Die Themen sind die Richtigen, nur die Zersplitterung nimmt einiges an Effektivität.

02Jun

Bundespräsident, wer wirds? – Bitte nicht zensursula

Laut Medien haben wir eine Topfavouritin:

Ursula von der Leyen, auch bekannt als “Zensursula” oder auch als “von Laien regiert”. Laut diverser Pressemeldungen “im Volke beliebt” … kann es sein, dass ich mich zufällig in der angeblich einzigen Ecke Deutschlands bewege, in der sie nicht beliebt ist? … Ich habe noch von keinem gehört: “Jepp, die Frau ist gut”. Aber schon ganz oft: “Bitte nicht die!”

In der Zeit um die Zensur-Debatte hat sie (wie leider viele anderen Politiker auch) bewiesen, dass man auch Themen durchsetzen kann, ohne davon Ahnung zu haben, indem man nur ein großes Schreckgespenst aufbaut und dagegen eine absolut sinnlose Maßnahme präsentiert, aber mit gefälschten Statistiken behauptet, dass diese Maßnahme ganz toll wäre. Dann noch etwas Fraktionszwang (CDU und SPD) und Unwissenheit bei anderen (insbesondere bei vielen, die sich Enthalten haben) …und diese Frau, deren größtes Projekt eines war, das auf Inkompetenz begründet war und (zum Glück!!!) trotz Bundestagsbeschluss nie umgesetzt wurde, soll nun Präsidentin werden?

Das einzige Argument von vielen meiner Partei ist, “immerhin ist sie eine Frau”. Aber damit machen sich die Leute einerseits über zensursula, andererseits aber auch über sich selber lustig. Wenn “Frau” alleine das Qualitätsmerkmal ist, dann ist sie ungeeignet! Es gibt sicherlich viele Frauen, die geeigneter wären, gehört habe ich unter anderem die Namen Süßmuth, Vollmer, Leutheuser-Schnarrenberger … (und auch einige Männer, die ich auch geeignet halte).

Es scheint mehr Leute zu geben, die Frau von der Leyen nicht als Präsidentin haben wollen.

Aber sehen wir es mal so, es gibt 2 Möglichkeiten:

  1. sie wächst mit ihrem Amt und macht sich ganz gut, dann ist es gut für Deutschland.
  2. sie repräsentiert weiterhin das Bild der schwarz-gelben Koalition, dann wird sich das bei den nächsten Wahlen entsprechend auswirken, das wäre dann noch besser für Deutschland. Als Präsidentin kann sie ja nicht sooo viel kaputt machen.

Ich hoffe, dass es noch einen anderen Kandidaten geben wird, aber ich fürchte wir müssen mit dieser Frau leben.

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