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Außen & Politik » EM-Boykott
30Apr

EM-Boykott

Ich bin absolut für einen Boykott der EM von (Spitzen-)Politikern, sofern dort die Menschenrechte (Gesundheitsversorgung!) so boykottiert werden.

Die Gründe dafür

  1. Ein Boykott von Politikern ist zwar nur symbolisch und tut keinem direkt weh, aber für das “Regime” dort ist es peinlich, wenn das so klar genannt und publiziert wird.
  2. Es tut keinem “normalen” weh, weder dem “normalen” Ukrainer, der nichts dafür kann (außer diese Regierung gewählt zu haben), noch dem “normalen” Fußballfan.
  3. Ich verstehe eh nicht, warum Politiker so ein Event (in offizieller Mission) überhaupt besuchen sollen. Wenn sie privat Fußballfan sind, dann können sie sich ja bei der Ticket-Verlosung beteiligen… aber ich fürchte, sie bekommen “Promi-Karten”. Diese Karten sollen sie lieber an einen normalen Fan versteigern, der bei der UEFA-Verlosung der Karten leer ausgegangen ist. Also einfach noch mal Lose aus dem Lostopf ziehen. Die Politiker sollen lieber vernünftige Gesetze machen, anstatt für Fußball rumzureisen.

Daher wünsche ich mir auch von allen Spitzen-Politikern, Promis, VIPs u.a., dass diese auf dieses Event auf Promi-Plätzen verzichten.

Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen, ich finde Fußball selber ab und zu interessant und schaue gerne beim Public Viewing zu, ich will keinem “echten” Fan das verbieten. Aber ich will, dass die Politiker da ein Zeichen setzen, weil wenn die “Promi-Tribüne” leer ist, ist das ein Zeichen.

Verfasst am 30.04.2012 um 20:16 Uhr von mit den Stichworten , .
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Kommentare

  1. Elias30 April 2012

    Vom “Politiker-Boykott” halte ich gar nichts. Das ist purer Reaktionismus und eine Geste der Hilflosigkeit, weil man es vorher verpennt hat, mal bei der ukrainischen Regierung oder der FiFa was bewegen zu wollen!

    Wenn jetzt Merkel u.a. nicht dort hin fahren, ändert das an der Lage in der Ukraine nicht – ich glaube nämlich kaum, dass sich die Regierung dort von solchen Aktionen beeindrucken lässt.

    Viel klüger wäre es, bewusst dort hin zu fahren und zu protestieren. Warum nicht jedem deutschen Fußballfan zum Botschafter machen und ihnen z.B. Aufkleber mit Slogans auf ukrainisch auf den Weg geben?

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    • Christian1 May 2012

      Hi Elias, ja, deine Maßnahmen (Aufkleber, bewusst protestieren) sind auch nicht schlecht. Aber glaubst du wirklich, dass jemand, der sich 2 Wochen Urlaub nimmt, wahrscheinlich über 1000 Euro zahlt und sich total über ein geniales Spiel freut lust hat, dann durch die Innenstadt zu ziehen und zu protestieren. Meine Befürchtung ist, dass nur eine Minderheit dazu bereit wäre. -> Daher fände ich sowas als Angebot schön, z.B. wenn an den Flughäfen oder noch direkter beim Check-In in Richtung Ukraine Flyer und Aufkleber verteilt werden. Und an Bahnhöfen, Autobahnraststätten, … ebenso. Finde ich eine gute Idee.

      Trotzdem ist das für mich kein Widerspruch dazu, dass Politiker wegbleiben. Natürlich wäre es noch schöner, wenn mit anderen Maßnahmen frühzeitig ein Umdenken stattfinden würde in der Ukrainischen Regierung, aber den Boykott sehe ich trotzdem als eine Maßnahme. Wenn die Politiker quasi geschlossen da nicht hin fahren, ist das auch eine Form der Demonstration, die auch in die Medien kommt (wie man jetzt schon sieht). Ich halte 20 EU-Spitzen-Politiker die wegbleiben für ebenso effektiv wie eine Demo mit 20.000 “normalen” Bürgern. Eine Demo ist auch “nur” Symbolpolitik, direkt ändern wird sich auch dadurch nichts, aber wenn die Symbole in den Köpfen der Menschen ein Umdenken hervorrufen (egal ob Politiker oder “Normalbürger” diese Symbole in die Köpfe bringen), dann kann sich doch was ändern.

      Und wer mir nicht glaubt, dass 20 Politiker so effektiv wie 20.000 auf ner normalen Demo sind. Zeigt mir doch mal eine Demo, über die bereits vorher so ausführlich berichtet wurde, wie über die angedachte “Wegbleibedemo” jetzt.

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