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Medien & Politik » offizieller Kulturserver
22May

offizieller Kulturserver

Im Rahmen von Kulturflatrate oder ähnlichen Pauschalvergütungsmodellen kommt immer wieder die Frage auf: Wie soll die Verteilung der Gelder geregelt werden. Dazu habe ich vor langer Zeit diesen Artikel geschrieben: Kulturflatrate, Abrechnungsmöglichkeiten der einen zentralen Server vorschlägt. Da dies gerade bei uns Grünen wieder heiß diskutiert wird, noch mal paar Ergänzungen dazu:

Das hätte folgende Vorteile für die Nutzer:

  • Saubere Quelle: Keine Viren,
  • Legale Quelle: Der User kann von legalen Inhalten ausgehen, da sie sonst entfernt werden würden.
  • vertrauenswürdige Quelle: Es kann klar definiert werden, was mit Daten passiert (IP-Adresse, Login?) und ein seriöser Anbieter steckt dahinter
  • Suchmöglichkeiten: Wenn alles zentral ist, dann ist “alles” da, kann kategorisiert werden, durchsuchbar gemacht werden, standardisiert getagt werden, ….
  • Wenn darüber die Bezahlung für die Künstler geregelt wird, kann man seinem Lieblingskünstler was Gutes tun

Vorteile für den Künstler:

  • Seine Musik wird gehört
  • Der Musikkonsum seiner Musik wird gemessen und somit BEZAHLT

Ich will NICHT, dass andere Kopierorte illegal wären, so dass man trotzdem sonst wo kopieren kann, WENN es über eine Pauschalvergütung legal ist. Aber dies wäre eine zusätzliche, sinnvolle Ergänzung, um die Messung durchzuführen und so die Gelder zu verteilen. Welche Anteile diese Methode an der Bestimmung der Geldmenge hat, ist mir dabei erst mal egal.

Natürlich müsste man auch Missbrauch verhindern. Wenn riesige Geldmengen verteilt werden, ist das Betrugspotential hoch. Also könnte ich mir pseudonymisierte Accounts vorstellen, die z.B. nur mit dem Personalausweis beantragt werden können und eine Zuordnung nicht trivial möglich ist. Der anonyme Charakter sollte weitestgehend erhalten bleiben und gleichzeitig der Missbrauch verhindert werden. Da gibt es  Lösungen. Aber wenn ich etwas legales von einer staatlichen Behörde mit vernünftingen Lösch- und Verarbeitungs-Regeln runterlade, dann wird glaub ich mehr für den Datenschutz getan, als wenn ich mich in einem dubiosen Portal rumtreibe.

Jetzt wurde ich gefragt, wie das sei, wenn der Künstler das da gerne hochstellen würde, aber der Verwerter dagegen wäre. Ich sage, der Verwerter wird da nicht dagegen sein, weil darüber gemessen wird, wie viel Geld aus der Pauschalvergütung fließt. Da wäre man ja dumm, wenn man es nicht dort bereitstellen würde, sondern das Risiko eingehen würde, dass es in anderen (dann legalen) Tauschbörsen getauscht wird und man nichts vom Geldkuchen abbekommt.

Verfasst am 22.05.2012 um 7:16 Uhr von mit den Stichworten , , , .
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Kommentare

  1. Christian22 May 2012

    Uii, ich hab gesehen, dass ich, einiges davon schon hier (http://c-us.de/?p=84) geschrieben habe. Schadet aber nichts, noch mal darauf zu verweisen, da die Diskussion gerade hochkocht.

    Reply

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