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Gesundheit & Politik & Soziales » Pferdefleischlasagne
23Feb

Pferdefleischlasagne

Dazu habe ich paar Gedanken:

  1. Grundsätzlich spricht ja mal nichts gegen Pferdefleich, solange da nicht “komische” Medikamente drin sind.
  2. Trotzdem ist natürlich die Forderung berechtigt, dass die Lebensmittelindustrie ganz klar und korrekt drauf schreiben muss, was drin ist.
  3. Gibt es schöne Texte im Internet, dass wir Verbraucher trotzdem mit Schuld sind, wenn wir meinen, dass Billig-Essen doch trotzdem Gourmet-Qualität haben sollte. Irgendwie sehr treffend. Im Grunde wissen wir doch alle, dass da in den Supermarktprodukten vor allem Fleisch aus Massentierhaltung drin ist. Das ist der Grund, warum ich das nicht kaufe. Ob es jetzt im dunkeln eingepferchte Rinder, Schweine, …. macht dann auch nicht mehr den riesen Unterschied.
  4. Die Verteilung an Bedürftige, die derzeit vorgeschlagen wird finde ich gut. Solange niemand dazu gezwungen wird es zu essen, warum nicht? Warum die Hilfsorganisationen das nicht unterstützen und von “fehlender Menschenwürde” faseln kann ich nicht verstehen.
    Ich muss da die Gegenfrage stellen: Was ist menschenunwürdiger, armen Menschen das Essen anzubieten, dass die Reichen nicht wollen, oder den armen Menschen zu sagen, dass sie das Essen (das grundsätzlich noch gut ist) nicht bekommen, weil irgendwelche Moralethiker sagen, dass es nicht menschenwürdig wäre, es ihnen anzubieten und diese hungern lassen?
    Ich hab ja meinen Fleischkonsum reduziert und den Nicht-Bio-Fleischkonsum weitestgehend eingestellt. Von daher hätte ich grundsätzliche Bedenken, die Billig-Lasagne zu essen (siehe 3.) Aber zig Leute haben das nicht. Die kaufen täglich in den Supermärkten Fleisch für “Pfennigbeträge”. Aber da ich mir Pferde irgendwie nicht in Massentierhaltung vorstelle (romantische Vorstellung?) würde ich die sogar noch lieber essen als irgendwelche “gute” Wurst, wo echt aller Müll der noch legal ist, reinverwurstet wird.
    Daher mein Vorschlag: Die Supermärkte werden generell verpflichtet, nicht mehr gutes Essen in ein Gratis-Regal zu stellen, solange die Verzehrbarkeit grundsätzlich noch gegeben ist. Das heißt, neben der Pferdefleischlasagne könnte da auch Produkte stehen, deren Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen ist, die eine “braune Ecke” haben, oder sonst irgendwelche Mini-Qualitätsmängel, die sie “unverkaufbar” machen. Am Besten noch mit einem Hinweis, warum das in dem Regal steht (Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen, Pferdefleischzusätze, …) Alternativ wäre eine Abgabe an Tafeln möglich. Es sollte niemand gezwungen werden, dass zu kaufen/essen, aber es sollte angeboten werden.
  5. Als Konsequenz würde ich mir einerseits ein strengeres “Deklarationsgesetz” wünschen, also dass wirklich drauf steht, was für Fleisch da drin ist, so etwa “Kühe vom Betrieb XY in XY (Freilandhaltung)”  und andererseits eine Lebensmitteltransportsteuer. Es ist doch pervers, wir haben Bauern rund um uns rum, aber wir kaufen Lasagne, bei denen die Tiere (lebend oder tot) eine Europareise hinter sich haben.
Verfasst am 23.02.2013 um 19:23 Uhr von mit den Stichworten .
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