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30Dec

Betroffenheit bei Promi-Tragödien

Habt ihr auch schon die schreckliche Nachricht gehört? Von dem einen Autofahrer, der einen Unfall hatte? Gestern. … Hier zum nachlesen.

Ach, ihr habt jetzt an den einen Promi gedacht, der einen Skiunfall hatte? Nein, ich wollte explizit darauf hinweisen, dass es Millionen anderer tragischer Schicksale gibt, die Euer Mitgefühl wahrscheinlich viel mehr brauchen, als ein Promi. Der Promi hat eh tausend Fans. Und wenn jetzt alle sagen, dass man wohl etwas Mitgefühl haben darf, dann nehme ich das nicht ernst. Sorry, aber ich halte das für Heuchelei, Mainstream-Gruppenzwang und “Leichenfledderei”. Weil alle drauf anspringen, machen alle mit. Und nennen es Mitgefühl. Aber wie wäre es der kranken Frau aus der Nachbarschaft Mitgefühl zu zeigen . Vielleicht würde der etwas echtes Mitgefühl tatsächlich helfen. Einfach mal für sie den Einkauf mitbringen, wenn man gerade eh einkaufen fährt? Oder einfach mal mit ihr eine halbe Stunde reden, weil sie sonst niemanden hat. Das ist echtes Mitgefühl, das würde ich Euch abnehmen. Aber jetzt auf Facebook rumheulen, wie sehr man mit der Schuhmacher-Familie mitfühlt ist einfach albern. Das Mitgefühl endet bei den allermeisten, wenn dann die nächste “Justin-Biber-Meldung” kommt.

Oder wie wäre es mit etwas Mitgefühl für die Leute, die tatsächlich Leistung für Euch gebracht haben? Wie wäre es beim nächsten Kleider-Kauf darauf zu achten. Die Chemikalien in zig Klamotten lassen zig arme Arbeiter (inklusive Kinderarbeiter) viel zu früh krank werden und sterben. Oder beim nächsten Lebensmittelkauf? Fair-Trade statt billig-Kaffee, den jemand für einen Hungerlohn erschuften musste. u.s.w.

U.a. aufgrund unseres Lebensstils gibt es zig Kinder, die täglich verhungern. Aber so weit geht das Mitgefühl nicht, dass die Gesellschaft ihr Verhalten ändert. Nein, da klicken wir lieber bei einem “Gute Besserung Schumi”-Facebook-Post auf ‘like’ und sind dann stolz auf uns selber, weil wir so mitfühlende sensible Menschen sind. Und alle die das kritisieren sind scheinbar – wenn man den diversen Kommentaren glauben schenken darf –  miese, unsensible Neider.

Sorry, dann bin ich eben ein mieser, unsensibler Neider…. aber ich mach bei dem Hype nicht mit.

Verfasst am 30.12.2013 um 15:19 Uhr von .
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