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27Dec

Die bösen Vegs

Weil ich mich in letzter Zeit viel mit Vegetarismus und Veganismus beschäftigt habe (obwohl ich selber keines von beidem wirklich lebe) und mir dabei sehr viele Anti-Vegan-Artikel, Sprüche, Fragen und Witze über den Weg gelaufen sind und daraus Diskussionen entstanden sind, möchte ich hier mal ganz viele Anti-Veganer-Argumente zusammenfassen, und beantworten, so dass ich das nicht immer und überall neu schreiben muss.

  1. “Einige Veganer, die nicht so missionarisch drauf sind, sind ja OK, aber bei voll vielen ist das halt schon eine Religion geworden.”
    1. Ich kenne diverse Veganer und deren Gründe für den Veganismus sind unterschiedlich, aber relativ häufig ist die ethisch-moralische Grundthese dabei, dass man so wenig Tierleid wie praktisch möglich verursachen soll. Dies kann man natürlich als Religion bezeichnen. Aber so eine Religion mit solchen Grundsätzen, das Leid vermieden werden soll, wäre für mich keine schlechte Religion. Es wäre eine Religion, die auf höchsten Werten aufbaut.
      Allerdings ist der Unterton dabei meistens eher negativ. Daher empfinde ich solche “Religionsbezeichnungen” eher als rhetorischen Trick und schlechten Diskussions-Stil und nicht als konstruktiven Beitrag. Daher würde ich es begrüßen, wenn das Thema “Religion” einfach aus den Diskussionen rausgelassen wird.
    2. Den missionierenden Veganer gibt es. Den radikalen Veganer gibt es. Ich habe sie gesehen. Ich informiere mich aber auch intensiv über das Thema und habe viel Kontakt mit Veganern. Aber die allermeisten Veganer die ich kenne sind nicht missionierend. Ganz im Gegenteil. Ich werde in den sozialen Netzwerken eher mit Artikeln wie dem (Sarah Wiener Cola und Sojamilch) oder den Aussagen von Christian Schmidt, die in der Taz diskutiert werden, konfrontiert. Um mich über vegane Themen zu informieren, musste ich aktiv suchen. Ich nehme somit das missionieren eher anders herum war. Es gibt zig Beiträge die in sozialen Medien geteilt werden, manchmal in Form eines “Memes” oder “lustigen Bildes”, manchmal in Form von Artikeln, die vegetarisch und vegan schlecht machen sollen. Und wenn darauf dann jemand (ein Veganer) sachlich antwortet, dann muss er sich anhören, dass er missioniert.
      Also auch die “Missionierungsbehauptung” scheint mir eher ein Totschlagargument ohne Substanz zu sein.
      Der andere Aspekt ist, dass der Grad zwischen missionieren und informieren verdammt schmal ist. Wenn ich diesen Artikel jetzt schreibe, sehe ich das erst mal als informieren. Ich würde mich aber freuen, wenn der eine oder andere dadurch zum nachdenken kommt und den Fleischkonsum reduziert. Ist das hier jetzt missionieren?
      Gerade im politischen Umfeld nennen wir unseren Informationsauftrag “politische Bildung”. Da wird das als ganz normal wahrgenommen.
  2. “Vegan ist total ungesund, weil einem da ja ganz viele Vitamine fehlen und man davon Hirnschäden bekommt und dumm wird.”
    1. Dieses Statement hört sich jetzt so an, als ob ich übertreibe und sowas in echt keiner sagen würde? Sowas wird aber leider kommuniziert. Das oben bereits erwähnte Interview mit unserem Minister wird bei RP so aufgearbeitet:

      Auch Professor Berthold Koletzko von der Universität München weißt in “Bild” auf die Gefahr eines Vitamin-B12-Mangels hin. Dieser könne zu Schäden im Gehirn führen, sagt Koletzko. “Eine vegane Ernährung kann bei Kindern zu schweren neurologischen Schäden führen, bis hin zu einer dauerhaften Behinderung.”

      Natürlich hat Professor Koletzko grunsätzlich Recht, natürlich ist ein B12-Mangel nicht gut. Natürlich sollte man sich nicht einfach uninformiert vegan ernähren. Insbesondere eine B12-Substitution ist notwendig. Das erfährt man auch sofort, wenn man sich bei Veganern über die Lebensweise informiert. Aber solche Horrorszenarien kann man für jede Ernährungsweise ausmalen. Wenn man sich falsch mit Fleisch ernährt, dann kann man verfetten und an Herzinfarkt sterben. (Und das ist inzwischen sogar eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland). Und wenn man B12 supplementiert, dann sind diese Gefahren plötzlich nicht mehr da. Aber die Artikel werden oft so aufgezogen und geschrieben, als ob vegane Ernährung generell tödlich oder zumindest schädlich wäre. Was aber falsch ist.
      Also sind wir wieder beim Punkt 1.2 “missionarisch”. Vernünftig geschrieben müsste in dem Artikel stehen, dass man sich ausgewogen ernähren soll, nicht zu viel Fett und zu viele Kalorien, nicht zu wenig Vitamine und nicht zu wenig Spurenelemente …. und ruhig auch mal Fleisch weglassen darf.

    2. Dann kommt jetzt häufig noch die Frage, ob B12-Substitution unnatürlich ist. Im oben bereits erwähnten Taz-Artikel steht:

      Sie rät dringend zu kinderärztlicher Beratung und hält eine „Supplementierung von Nährstoffen“ für zumeist erforderlich. Letzteres ist zweifellos möglich, aber nicht der Weisheit letzter Schluss. Denn der regelmäßige Konsum angereicherter Nahrung oder von Ergänzungsmitteln vermittelt Kindern, dass ausgewogene Ernährung mit weitgehend naturbelassenen und regionalen Lebensmitteln nicht reicht.

      Ja, auch da kann ich grundsätzlich zustimmen, aber wer frei von Sünde ist, werfe den ersten Stein. Wer hat sich die letzten Tage ohne Konservierungsstoffe, ohne Geschmacksverstärker, ohne Aromen, ohne Farbstoffe ernährt? Wer hat sein Essen ohne Jodsalz gegessen? In fast allen Ernährungsformen sind heute leider viele Zusatzstoffe drin. Fast jeder stopft die sich rein ohne Ende. Aber wenn ein Veganer B12 nimmt, dann ist das der Untergang unserer Kultur? Mal ganz abgesehen davon, dass ich gehört habe, B12-Mangel kann auch Leute betreffen, die tierische Produkte essen. Von daher finde ich auch diese Kritik am Veganismus scheinheilig.

    3. Wer zum Thema B12 und vor allem zum tollen Statement vom Landwirtschaftsminister noch einen passenden Kommentar lesen will, der kann mal beim Graslutscher weiterlesen. Oder eine tolle FAQ zu B12
    4. Und was fehlt Veganern sonst noch?
      Auf Vitamin D sollte man achten, das kann aber meistens ohne künstliche Zusätze (in die Sonne gehen, Avocados essen) erreicht werden.
  3. Sojamilch ist so unnatürlich wie Cola
    1. So etwa hat es Sarah Wiener geschrieben und malt wieder mal das Bild, dass der Veganer nur Soja-Industrieprodukte isst, während das gute Stück Fleisch vom Bauern nebenan kommt. Auf den Artikel von Sara Wiener hat Julia Akra-Laurien eine gute Antwort geschrieben. Jeweils ein Zitat eines Absatzes das m.E. die Kernaussage enthält.
      S.W.:

      Aber durch seinen Verzicht verbessert er auch nichts an den üblen Verhältnissen in der Nahrungsmittelproduktion. Denn: Vegan zu leben fördert weder die Nachfrage nach Produkten aus einer anständigen Tierhaltung noch die nach natürlichen, ökologisch erzeugten Lebensmitteln aus der eigenen Region. Im Gegenteil: Auch vegane Industrieprodukte lassen Böden erodieren, versauen das Klima und vergiften das Wasser. Das System, in dem sie entstehen, ist ebenso grundlegend falsch wie das System der Fleischproduktion.

      und das Kernzitat in der Antwort von J.A.L.:

      Doch habe ich nach dem Lesen Ihres Beitrags das Gefühl, dass vegan zu essen für Sie bedeutet, weitestgehend auf industrielle Fertigprodukte zurückzugreifen. Das gilt vielleicht für sogenannte Puddingveganer, die sich zwar rein pflanzlich, aber sehr einseitig und überwiegend von Convenience-Produkten ernähren. Das ist aber nicht das, was wir regulär unter veganer Ernährung verstehen. Gerade Menschen, die sich aus gesundheitlichen Gründen dafür entschieden haben, verarbeiten meist frische, regionale und saisonale Produkte.

      Ich habe diese beiden Zitate gewählt, weil Sarah Wiener mit dieser Kernaussage recht hat, dass “einfach nur vegan” nicht die Welt rettet, aber sie eben einen Sonderfall hervorhebt, nämlich den “Pudding-Veganer”.  Und das stellt Julia Akra-Laurien klar, dass dieser nicht unbedingt repräsentativ ist.
      Und bei “Omnivoren” gibt es ebenso die ganze Bandbreite. Auch da sind genug dabei, die sich mit Fertigpizza, Süßigkeiten und Energydrinks ernähren.

  4. “Veganer töten auch Tiere, beim Ackerbau sterben viel mehr Tiere. Und dann kommt da ja noch die Verdrängung durch den Ackerbau dazu. Das ist besonders schlimm, da die Veganer ja dauernd Tofu essen. Und dieser kommt aus Soja-Monokulturen.”
    1. Das auch beim Ackerbau Tiere umkommen stimmt erst mal. Das Monokulturen schlecht sind auch. Aber ist es dann sinnvoller Fleisch zu essen und sind die Veganer an diesen Monokulturen schuld? Nein! Denn die Tiere, die gegessen werden, fallen nicht ausgewachsen vom Himmel. Die werden aufgezogen und bekommen dabei Futter. Meistens Kraftfutter. Das enthält oft Sojaschrot. Meistens eben genau das Monokultur-Soja. Und zwar braucht man pro Kalorie Fleisch je nach Quelle etwa 7 Kalorien pflanzlichen Input. Und bei Tieren ist der Soja-Anteil ziemlich hoch.
      Während ein Veganer zwar auch ab und zu mal Soja konsumiert, aber der Teller mit viel mehr und oft lokal angebauten Sachen gefüllt ist (Getreide, Gemüse, Reis, Kartoffeln, Obst, …), ist der Sojaanteil bei vielen Nutztieren sehr hoch.
      Also von den Tieren, die dem Ackerbau zum Opfer fallen, sind ganz viele ein Opfer der “Fleischindustrie” und an verhältnismäßig wenigen sind die Veganer schuld.
  5. “25% der Landwirtschaftlichen Flächen sind Weideland und für den Ackerbau gar nicht zu gebrauchen. Und die Bewirtschaftung mit Tieren ist wichtig, da sonst Almen und Heiden nicht mehr so existieren könnten. Almen und Heiden sind auch wichtig für die Biodiversität”
    1. Die “Bewirtschaftung” ist nicht wichtig. Um diese “Landschaften” zu erhalten könnte man die Kühe, Ziegen, Schafe … auch einfach so da leben lassen. Es fordert ja kein Veganer, die Tiere ab jetzt zu verstecken.
    2. Aber gehen wir nun mal davon aus, dass Weidetierhaltung gut ist. Dann ist das noch lange keine Rechtfertigung dafür, dass man zu Weihnachten die billigste Gans kauft, die in Massentierhaltung hochgezogen und vollgestopft wurde. Das hat mit “natürlicher Weidehaltung” nichts mehr zu tun. Und Massentierhaltung ist eben die große Masse des Fleischverzehrs. Es ist ja immer erstaunlich, dass scheinbar alle nur Biofleisch kaufen und essen und natürlich nur ganz selten und natürlich immer beim Metzger nebenan, der die Kühe vom Bauern 3 Häuser weiter hat. Die spannende Frage ist, wie viele Kühe hat der Bauer 3 Häuser weiter, so dass es jeden Tag zu einer frischen Auswahl von Fleisch kommt? Und wenn alle nur da kaufen, warum gibt es dann überhaupt noch Massentierhaltung?
      Ich und wahrscheinlich ganz viele Veganer wären schon ein ganzes Stück glücklicher, wenn es wirklich so wäre, dass nur “glückliche” Tiere geschlachtet werden, die auf der Weide waren und nicht mit Sojaschrot gefüttert wurden, sondern nur mit dem Gras von vor der Haustüre. Aber das würde bedeuten, dass der Konsum von Tierprodukten massiv eingeschränkt werden müsste oder zumindest erheblich teurer würde.
  6. “Fleisch braucht weniger Energie als vegane Ernährung”
    1. Zum Beispiel stand bei Independent:

      Lettuce is ‘three times worse than bacon’ for emissions and vegetarian diets could be bad for environment

      Was zwar so stimmen mag, aber mit einer Ernährungsmischung wenig zu tun hat. Das ignorieren viele. z.B. auch Heilpraxis.net. In diesem Artikel wird behauptet, dass vegetarische Ernährung untersucht wird. Dann wird sogar richtig zum Paper verlinkt. Das spannende ist dann, dass die den Fall “vegetarisch” gar nicht untersucht haben. Eigentlich hat das Paper aber verschiedene Ernährungsformen untersucht, von denen KEINE vegetarisch oder vegan war. Dort hat zwar der eine Salat mehr Energiebedarf pro Kalorie als der Schinken, aber das Getreide für das Brot ist dafür 5 mal weniger Energieintensiv.  (Rohdaten kann man sich da kostenfrei herunterladen (docx).)

      Sogar die Forscher des Originalpapers haben eine Antwort verfasst, von der bei der Huffington Post berichtet wird.
      Bei einer entsprechende Mischung (viel Getreide etc.) kann also davon ausgegangen werden, dass die vegane Ernährung oft weniger Energie braucht.

  7. Jeder soll sich doch so ernähren wie er will, das ist doch Privatsache.
    1. Klimaerwärmung, Hungersnöte … sind dann keine Privatsache mehr, sondern betreffen alle … dazu hab ich ja schon mal einiges geschrieben als es um den Veggie-Day ging, daher bitte dazu diesen Artikel lesen.
  8. Viel wichtiger ist bio, regional, sessional, frisch
    1. Dass diese 4 Punkte gut und wichtig sind, dem kann ich zustimmen. Aber auch das lässt sich locker über eine vegane Ernährung erreichen. Daher sehe ich in diesem “Argument” keinerlei Grund, warum Veganismus schlecht sein sollte.
  9. “Vegan alleine rettet auch nicht die Welt”
    1. Stimmt, aber es ist ein kleiner Beitrag dazu. Daher ist es natürlich falsch es als die “Masterlösung” darzustellen, aber das machen wenige Veganer.
      Zusätzlich kann und sollte man sich auch Gedanken über Reduktion und Nachhaltigkeit von Flugreisen, Autofahrten, neuer Elektrogeräte, Stromverbrauch, Güterkonsum … machen. Der Nahrungskonsum ist eben nur ein Aspekt von vielen. Aber eben auch ein relevanter.
    2. Diesen kleinen Beitrag im Bereich Nahrung kann auch jeder leisten, indem der Fleischkonsum reduziert wird. Ob man absolut gar nichts mehr will ist kann ja jeder persönliche entscheiden. Aber je größer die Reduktion ist, desto besser. Und je mehr man dann noch zusätzlich die in 8. angesprochenen Aspekte beachtet, desto besser.
    3. Viele Veganer haben als Motivation “Ethik”, also insbesondere der Einstellung, dass man einem Tier, sofern möglich, kein Leid zufügen sollte. Und vielleicht retten sie dann nicht die Welt, aber sie fügen keinem Tier ein Leid zu. Also das “die Welt retten” ist oft eben nicht die (Haupt-)Motivation.
    4. Und wer den Masterplan hat, wie man die Welt retten kann, der soll ihn bitte kommunizieren. Bis dieser bekannt ist, sollten wir für jeden kleinen Beitrag einfach dankbar sein.
  10. “Alle Veganer …” (+irgend ein Vorurteil)
    1. Leider höre ich sowas auch ab und zu. Das ist natürlich quatsch. Es gibt unter den Veganern die ganze Bandbreite. Sehr wenige wollen ihren Lebensstul in die Welt hinaustragen, einige verstecken ihn, einige wollen der Umwelt damit was gutes tun, andere wollen einfach keinem Tier was zuleide tun, dann gibt es auch noch gesundheitliche Gründe (z.B. Laktoseunverträglichkeit), …. von daher zeugen solche “Argumente” einfach von Vorurteilen bzw. Uninformiertheit.
  11. Wenn alle Veganer wären, dann würden die Anbauflächen gar nicht reichen, um so viel Gemüse anzubauen.
    1. Hört man immer wieder…. und wenn man mal vorsichtig nachfragt, von was die Tiere, die ja gerne gegessen werden, sich so ernähren, wird man dann auf “Weidehaltung” (siehe Punkt 5) verwiesen. Es ist aber so, dass die meisten Tiere aus Massentierhaltung kommen (laut arte etwa 98% – wobei ich hier davon ausgehe, dass da auch ein großer Gradient von “Käfighaltung” bis hin zu “Freilandhaltung” dabei ist). Und die Tierebrauchen je nach Quelle mindestens 5-7 Kalorien pflanzliche Nahrung (Soja, Getreide), um 1 Kalorie tierische Nahrung zu produzieren (z.B. hier Kapitel 2.2 wird sogar der Faktor 10 erwähnt). Da diese in Massentierhaltung zugefüttert wird, d.h. erst irgendwo angebaut und dann verfüttert, fallen dafür auch Anbauflächen an. D.h. für jedes durch eine “Getreidespeise” (Nudeln, Reis, …) ersetzte Steak, kann man mindestens 4 weitere Personen mit der gleichen Anbaufläche versorgen, wie für das Steak verbraucht wurde.
    2. Daher ist es insgesamt sogar genau umgekehrt: Mit einer Reduktion von Fleischkonsum und dem Konsum von Tierprodukten, kann die Weltbevölkerung besser ernährt werden mit weniger Flächen-, Energie-, Wasserverbrauch. Siehe dazu auch topagrar, vegotel, vegane Gesellschaft, spon,
    3. Natürlich gibt es auch einige Luxus-Vegan-Produkte, die einen relativ hohen Flächen-, Energie- oder sonstigen Verbrauch mit sich bringen. Aber das ist nicht die Hauptmenge dessen, was Veganer konsumieren.
  12. Wenn alle plötzlich Veganer werden, was dann? Dann müsste man die Tiere alle notschlachten?
    1. Plötzlich werden alle Veganer? Schöner Traum, aber absolut unrealistisch. Es werden niemals alle gleichzeitig Veganer. Wenn in Deutschland jährlich zusätzlich 2% sich für eine vegetarische Ernährung entscheiden würden und zusätzlich 1% für eine vegane Ernährung, dann wäre das eine gigantisch große Bewegung, aber so langsam, dass nicht plötzlich alle Hühner, Kühe und Schweine notgeschlachtet werden müssten, sondern einfach ein paar weniger nachgezüchtet werden müssen.
    2. Und wenn dann irgendwann (nach ca. 25 Jahren) die meisten Menschen (90%) fleischlos ernähren und davon 30% vegan leben, dann kommt immer noch das meiste Fleisch aus Massentierhaltung, weil oben haben wir ja gelernt: 98% kommt in Deutschland aus Massentierhaltung.
  13. Diese Tiere sind doch nur dazu da, um gegessen zu werden.
    1. Steht in der Bibel, oder wo?
    2. Natürlich wurden viele Tiere als Nutztiere gezüchtet, aber diese Tiere leiden trotzdem. Und belasten die Umwelt. Von daher spricht der Fakt, dass sie dafür gezüchtet wurden nicht dafür, diese Praxis weiter zu betreiben.

Fazit: Veganer oder Vegetarier haben mir ihren Argumenten in den allermeisten Fällen recht. Das ist auch der Grund, warum ich meinen Fleisch- und Tierprodukte-Konsum reduzieren will. Wenn jemand meint, trotzdem Fleisch essen zu wollen und die Konsequenzen akzeptabel findet, dann darf er dies ja auch weiter tun. Aber den Veganern dauernd so schwachsinnige Argumente an den Kopf zu werfen wirft vor allem ein schlechtes Bild auf die “Omnis”, die in diesen Fällen einfach nur durch Inkompetenz glänzen.

Verfasst am 27.12.2015 um 16:35 Uhr von mit den Stichworten , .
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