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23Nov

Nichtraucherschutz – Volksbegehren

Auf der Seite des Erlanger Aktionsbündnisses des Volksbegehrens für den Nichtraucherschutz wird dafür geworben sich einzutragen. Ich finde das gut. Ich helfe dem Aktionsbündnis. Warum?

Man könnte ja auch sagen, sollen die Raucher und die Nichtraucher sich gegenseitig “respektieren” und machen lassen. Grundsätzlich ja, soll jeder machen was er will, solange er dabei folgende Voraussetzung einhält:

Keinem anderen Schaden

Aber gerade dies ist beim Rauchen in der Öffentlichkeit fraglich. Es gibt zig Studien, die auf Gefahren von Passivrauchen hinweisen, von bis zu 3300 Toten jährlich in Deutschland ist die Rede…. ich weiss, dass diese Zahl angezweifelt wird.

Aber jetzt noch ein ganz anderes Beispiel: Stelle man sich vor, ich würde einen Raucher mit einem Matschball bewerfen. Wenn er sich beschwert, könnte ich ihm die gleichen Argumente an den Kopf werfen, die man oft von Gegnern des Rauchverbotes hört:

  • “Es gibt keine wissenschaftliche Studie, die beweisst, dass Matschbälle die Gesundheit schädigen” (und bei Matschbällen glaube ich das sogar noch eher als beim Zigarettenqualm)
  • “Sie müssen hier ja nicht langgehen, hier ist das ja nicht verboten”

Trotzdem werde ich niemand mit Matsch bewerfen, ganz einfach, weil es den anderen Leuten nicht gefällt, und ich dies respektiere … aber genau das gleiche erwarte ich eigentlich von den Rauchern. Sie sollen respektieren, dass es vielen Leuten (zum Teil sogar Rauchern) nicht gefällt, wenn sie

  • in einen verqualmten Raum gehen
  • abends ihre Sachen stinken und erst mal 3 Tage gelüftet werden müssen

Deswegen unterstütze ich das Volksbegehren. Es geht nicht darum, die Raucher zu verunglimpfen, ganz im Gegenteil, wenn diese sich respektvoll verhalten, dann verbietet es das Nichtraucherschutzgesetz es ja nicht, sondern es erzwingt nur den Respekt, der eigentlich selbstverständlich sein sollte.

Ach und noch ein Wort zu Raucherräumen. Die sind schön und gut, wenn man von 2 Voraussetzungen ausgeht:

  1. Die sind so abgetrennt, dass der Rauch tatsächlich nicht rüberzieht (also z.B. alle 5 Minuten die Tür aufgeht)
  2. Es gibt 2 Gruppen, die nichts miteinander zu tun haben. Die Raucher und die Nichtraucher. Cliquen, in denen Individuen beider Gruppen vorkommen, darf es nicht geben…

Da aber die beiden Vorraussetzungen praktisch nicht vorkommen, ist auch das Konzept “Raucherzimmer” keine optimmale Lösung.

Verfasst am 23.11.2009 um 21:34 Uhr von mit den Stichworten , , .
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