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26Aug

Katastrophen und erneuerbare Energien

Es ist nicht zu fassen, zig Wirtschaftswissenschaftler rechnen uns vor, dass die Klimarettung billiger ist, als die Schäden nacher zu beheben und in Koppenhagen kam sowas bei rum… und in diesem Sommer kommt gleich der Beweis. Flut in Polen, Flut in Ostdeutschland, Waldbrände in Russland mit der Angst vor Strahlenbelastung, Flut in Pakistan, Waldbrände auf der ganzen Welt, Ölkatastrophe in den USA …

Jetzt überlegen wir uns mal, dass nur das Geld, dass dieses Jahr in die verschiedenen Katastrophengebiete geflossen ist, vor einigen Jahren (seit wann fordern wir Grüne das?) in erneuerbare Energien geflossen sind.

Bevor jetzt wieder die ganzen Kommentare kommen wie: “Wenn es wärmer wird, dann sparen wir uns die Heizkosten” oder “Es gibt mehr Kältetote als Hitzetote” … ihr habt ja Recht, aber Klimawandel bedeutet nicht NUR, dass es ein paar Grad wärmer wird und der Baggersee Karibik-Flair bekommt. Nein, Klimawandel bedeutet auch, dass es mehr Hochwasser gibt (Wieviel Jahrhunderthochwasser hatten wir die letzten 20 Jahre in Deutschland?), mehr Stürme, mehr Schwankungen, mehr Chaos. Klimawandel bedeutet auch, dass ganze Landstriche unbelebbar werden (z.B. in Afrika, Tuvalu, … oder sogar in Holland) und die Leute dann neue Orte suchen müssen.

Also was ist zu tun? Es geht NICHT darum, den Leuten Geld aus der Tasche zu ziehen, sondern aus den Resourcen die wir haben ein LANGFRISTIGES Konzept zu stricken, mit dem auch noch unsere Kinder und Enkel leben können.

Also nehmen wir einfach mal die 20 Milliarden, die jetzt durch das Ölleck an Kosten entstehen. Hätte die BP vor 10 Jahren in erneuerbare Energien investiert, wären sie jetzt wahrscheinlich Marktführer. Oder nehmen wir die ganzen Kosten, die durch jedes Hochwasser entstehen. Hier ist natürlich das Problem, dass einer alleine das Hochwasser nicht verhindern kann. Aber da weltweit immer mehr Klimachaos auftritt, sollte man auch weltweit investieren. Wenn dadurch jedes zweite dramatische Hochwasser wegfallen würde, hätte es sich wahrscheinlich schon nach wenigen Jahren (finanziell – moralisch, ökologisch & menschlich ja sowieso) rentiert, auf 100% erneuerbare Energien umzusteigen. Ganz zu schweigen davon, dass man dann nicht mehr von den Rohstoffpreisen abhängig ist.

Wenn es nur um CO2 gehen würde, dann wäre Atomkraft vielleicht eine Alternative. (Ist nicht ganz CO2-frei, aber besser als Braunkohle). Da es uns aber auch um Sicherheit geht, sind AKWs keine Alternative. Wenn ich mich zwischen GAU und Hochwasser entscheiden müsste, würde ich das Hochwasser wählen.

Verfasst am 26.08.2010 um 22:15 Uhr von mit den Stichworten , , .
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