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Politik » Taktisch wählen – ist das die Lösung?
21May

Taktisch wählen – ist das die Lösung?

Einige (grüne) Politiker wünschen sich seit der NRW-Wahl mehr taktisches Wählen. Z.B. liest man in Facebook: “Ich habe die Hoffnung, dass DIE WÄHLER daraus lernen. Es macht eben keinen Sinn, Dunkelrot (oder auch die Piraten!) zu wählen, wenn die Gefahr besteht, dass man dadurch letztlich Schwarz zur Macht verhilft.” oder aber der Beck-Ausspruch “Wer hat uns verraten … “

Mal ganz unabhängig davon, dass ich natürlich jede Stimme für die Grünen toll finde, halte ich solche Aussagen für problematisch:

  1. Normalerweise sollte man FÜR etwas stimmen und nicht dagegen
  2. selbst wenn man gegen Rüttgers stimmen will, hätte man niemanden wirklich wählen können, den die Grünen waren schwarz-grün nicht ganz abgeneigt, die SPD flirtet auch mit einer großen Koalition, schwarz-gelbe Stimmen wären eh Rüttgers-Stimmen und die “sonstigen” verhindern halt nun gerade die rot-grüne Mehrheit. Da wir aber alle keine Hellseher sind, kann man keinem Vorwerfen, dass er nicht taktisch genug gewählt hat…

Daher wäre eher zu überlegen, ob man 5%-Hürden abschafft oder zumindest die Stimmen vererben kann. Dazu habe ich ja bereits unter Wahlrecht was geschrieben. Und mittelfristig wünsche ich mir eh den Abschied von “Regierung vs. Opposition”. All die Politiker betonen doch immer wieder, dass man mit allen reden können muss… warum dann nur in Koalitionsgesprächen und nicht bei jedem Thema separat? Aber das ist ein anderes Thema…

Verfasst am 21.05.2010 um 19:55 Uhr von mit den Stichworten .
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