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11Jul

Vuvuzelas

Die Kritik an allen Seiten an den Vuvuzelas finde ich sehr merkwürdig. Denn darin steckt dieser Wiederspruch, den die ARD unbewusst wunderbar auf den Punkt bringt:

Alle Vielfalt bei Fangesängen wurde im akustischen Einheitsbrei vernichtet.

Angeblich wird Vielfalt gewünscht. Daher gibt es ja alle 4 Jahre ein anderes Ausrichterland. Aber wenn die dortige Kultur dominiert, dann stört es plötzlich. Vielfalt geht also nur so weit, wie der Horizont der Berichterstatter?

Diese Kritik an den Vuvuzelas ist ungefähr so, wie der Spruch: “Alle Afrikaner/Asiaten sehen gleich aus.” – Der natürlich völliger Quatsch ist, weil Afrikaner sich gegenseitig besser unterscheiden können als uns Europäer. Aber für einen Europäer, sticht eben erst mal das “schwarz” ins Auge.

Nicht ganz so schlimm, aber in die gleiche Richtung gehend, sind die Behauptungen über Vuvuzelas. Natürlich ist das erstmal eine “monotone” Tröte. Aber gegen Ende der WM konnte man aus dem Vuvuzela-Sound schon ziemlich gut die Stimmung in den Spielen heraushören. Manchmal wurde im “Takt” geblasen, schneller, langsamer, lauter, leiser, rythmischer … und wenn man das dann mal rausgehört hat, dann hat das ziemlich Spaß gemacht. Aber dazu hat es halt erst den Gewöhnungsprozess gebraucht.

Und in dem gequatsche von Bela Rethy und Co geht die Stimmung nicht unter? Was der und seine Kollegen 90 Minuten lang für ein Schwachsinn erzählen, wird manchmal nur noch vom Netzer übertroffen.

Daher kann ich den letzten Satz des oben verlinkten ARD-Kommentars “Gut, dass die ersten Bundesligaklubs schon reagiert und ein Vuvuzela-Verbot für ihre Stadien verhängt haben!” nur so kommentieren: Da bleiben wir deutschen lieber bei den Gasdruckfanfaren.

Gasdruckfanfare

Gasdruckfanfare

Solch eine gewohnte deutsche Fankultur ist halt einfach die beste … soviel besser als die primitiven Tröten, die laut & monoton sind.
P.S.: Und für konstruktive Hinweise zur Erfassung des Diebes meiner Vuvuzela setze ich hiermit 5€ Belohnung aus. Vor dem Argentinien-Spiel habe ich die Vuvuzela erstmal auf dem Gepäckträger des Fahrrades (vor den Arcaden geparkt)  gelassen und von dort wurde sie geklaut.

Verfasst am 11.07.2010 um 0:29 Uhr von mit den Stichworten , .
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