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03Aug

Familienpolitik

Es scheint Konsens zu sein, dass wir mehr Kinder brauchen. Also brauchen wir eine Familienfreundliche Politik. Und dazu gehört es auch, dass Kinder auch finanziell kein “Himmelfahrtskomando” werden.

Was kostet ein Kind? Focus behauptet, es wären etwa 120.000 Euro. Das statistische Bundesamt rechnet mit 550 im Monat, also mit 6600 im Jahr, also etwa die gleiche Größenordnung. Andere Zahlen sind erheblich höher.

Wie kommen diese “immensen” Kosten zusammen. Das sind einmal natürlich direkte Ausgaben. Essen, Kleidung, Spielzeug, … dann kommen solche “Späße” wie Krippe, Kindergarten, Studiengebühren dazu. Nebenbei braucht man eine größere Wohnung, evtl. ein (größeres/zusätzliches/…) Auto, …

Das schlimmste sind meiner Meinung aber Verdienstausfall und Rentenausfall.

In Entwicklungsländern ist es das klassische System, Kinder zu bekommen, damit diese einem die Rente zahlen. Wer keine Kinder hat geht leer aus. In Deutschland ist es im Grunde das gleiche, nur müssen da die Kinder hauptsächlich die Rente von den Leuten zahlen, die keine Kinder haben, während die eigenen Eltern fast leer ausgehen. Dies ist natürlich etwas übertrieben.

  • weniger Verdienst, durch langsamere Karriere
  • weniger Beitragsjahre (3 Jahre werden einem angerechnet)
  • mehr Arbeitszeit (auch nach den 3 Jahren muss man für die Kinder sorgen)

Die klassische Begründung, wer viel einzahlt soll auch viel bekommen hat natürlich einerseits eine Berechtigung, andererseits muss man genau überlegen, welche “Einzahlungen” wie viel wert sind. Die heutigen Beiträge gehen direkt an die heutigen Rentner, d.h. die wirkliche Investition in die zukünftige Rente sind nicht die heutigen Beiträge, sondern die heutigen Kinder, die den Generationenvertrag auch in Zukunft fortsetzen.

Daher meine Vorschläge:

  • Wer zu Hause bleibt um die Kinder zu erziehen, bekommt dafür Geld und Rentenzeiten.
  • Wer Teilzeit arbeitet, um sich den Rest um die Kinder zu kümmern, bekommt zumindest volle Rentenzeiten.
  • Grundeinkommen für Kinder, um die Kosten zumindest ansatzweise zu decken.
  • Krippenplätze für alle, die während sie arbeiten eine gute Betreuung für ihr Kind wollen.

Ich distanziere mich hier auch von einigen Grünen, die den Begriff Herdprämie erfunden haben. Egal ob Mann oder Frau, ich finde es wichtig, dass die Eltern Zeit mit ihren Kindern verbringen können. Dabei geht es mir NICHT darum, die Kinderkrippen generell als schlecht darzustellen, ganz im Gengenteil, eine gute Kinderkrippe ist für Eltern eine große Hilfe, wenn beide arbeiten wollen. Aber wenn der Wunsch besteht, das Kind selber zu versorgen, dann sollte das auch finanziell ermöglicht werden.

Verfasst am 03.08.2009 um 22:52 Uhr von mit den Stichworten , , , .
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