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Medien & Politik » Kulturflatrate, Abrechnungsmöglichkeiten
08Aug

Kulturflatrate, Abrechnungsmöglichkeiten

Auf Heise steht ein Artikel zur Kulturflatrate.

Das ungelöste Problem dabei scheint jetzt zu sein, wie das Geld von den “Konsumenten” (also denen, die die Flatrate zahlen) zu den Künstlern kommt.

Oder anders gesagt, wie wird die Verbreitung gemessen. Ein paar Ideen, einfach mal Brainstormartig und ohne Bewertung:

  • Server protokollieren mit (zumindest einige, die dann halt als Basis genommen werden)
  • Umfragen
  • Zufällige Leute werden gebeten, die Titel ihrer MP3-Sammlung (oder eigentlich muss man es ja erweitern auf “Kultursammlung”) anonym einzuschicken.
  • MP3-Player zeichnen automatisch die abgespielten Titel auf, daraus wird dann eine Übersichtsdatei erstellt, die eingeschickt werden kann.
  • Bands stellen ihre Songs selber Online (eigene Webseite) und geben die Statistiken dann selber ab.

Das Problem (jetzt kommt die Bewertung) ist wohl immer der Zwiespalt zwischen Privatsphäre und Datenschutz auf der einen und einer einigermaßen repräsentativen fälschungssicheren Statistik auf der anderen Seite.

Ich tendiere gerade dazu, einen offiziellen “Flatrate-Server” aufzubauen. Dieser könnte als Torrent-Server organisiert sein, d.h. die Bandbreite bleibt relativ erträglich. (Also sozusagen ein offizielles Pirate-Bay). Über diesen Server kann jede Band ihre Lieder dann legal anbieten. Dieser wird für die Statistik genutzt. Der Nachteil ist die Privatsphäre (IP-Adresse wird bekannt), aber da das ja legale Inhalte sind, ist das ja auch nicht so schlimm wie in Tauschbörsen mit illegalen Inhalten und irgendwer bekommt die IP-Adresse ja immer und mit entsprechenden Löschungsregeln mag es dem einen oder anderen sogar lieber sein, als wenn da ein privates Unternehmen die Daten bekommt. Im Gegenzug könnte man dann mit der Zeit eine einigermaßen vollständige Datenbank aufbauen und die Daten könnten auf Viren etc. geprüft sein.

Auch von der Usability tendiere ich zu der “zentralen” Lösung. Wenn ich schon eine Flatrate zahle, will ich auch einigermaßen effektiv an die Kultur kommen. Wenn ich doch wieder in Foren, … suchen muss, dann ist meine Zeit eigentlich zu teuer, so dass dann ein e-shop wieder attraktiver wird.

Es kann ja jede Band dann trotzdem auf ihre Seite schreiben:

Offizieller Download: [offizieller Torrent] (wir bitten diesen Torrent zu nutzen, dass wir auch Geld dafür bekommen. Dabei wird jedoch die IP-Adresse dem Server der Kulturflatrate übermittelt)

“privater” Download: [Datei auf dem Server] (Ihre IP-Adresse wird nicht an die offizielle Kulturflatrateseite übermittelt. Daher bekommen wir auch kein Geld. Bitte nur verwenden, wenn es wirklich notwendig ist.)

Auch wenn mir diese Lösung gerade am Besten gefällt, 100% bin ich damit noch nicht zufrieden. Bessere Ideen?

Ich habe noch paar Quellen, die ich demnächst lesen und kommentieren werde… [Fortsetzung folgt]

Verfasst am 08.08.2009 um 11:58 Uhr von mit den Stichworten , , , .
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  1. […] habe die Fortsetzung zum ersten Kulturflatrateartikel ja schon angekündigt. Hier ist […]

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  2. […] Verteilung der Gelder geregelt werden. Dazu habe ich vor langer Zeit diesen Artikel geschrieben: Kulturflatrate, Abrechnungsmöglichkeiten der einen zentralen Server vorschlägt. Da dies gerade bei uns Grünen wieder heiß diskutiert […]

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