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09Jan

Mehr Netto vom Brutto – Kirchenaustritt

Eine Diskussion mit Kollegen hat mich vor einigen Tagen mal wieder auf die Kirchensteuer aufmerksam gemacht. Diese beträgt hier wohl 9% der Einkommenssteuer. Oder laut Wikipedia über 9 Mrd Euro.  Entgegen dem weitläufigen Glauben, wird dies Geld aber NICHT vorwiegend für Bildung oder karritative Zwecke eingesetzt, sondern vor allem für Personal. Für karritative Zwecke und Bildung werden nur etwa 10-20% genutzt, für Personal wird dagegen 60%-70% genutzt.

Der eine oder andere wird jetzt viele sinnvolle Einrichtungen der Kirche kennen: Kindergarten, Altenheim, Krankenhäuser …

Diese werden jedoch nicht “nur” von der Kirche finanziert, ganz im Gegenteil, laut diesem PDF sind es nur 0-15%, den Rest zahlt der Staat. Aber für diese 15% bekommen die Kirchen einige Rechte zugesprochen: Eingriff in die Religionsfreiheit (alle Angestellten müssen Kirchenmitglied sein). Die Möglichkeit zur “Missionierung” (den Kindern wird von klein auf der Glaube eingetrichtert) …

Es geht ja noch weiter: Nachdem der Bau und Betrieb vom Staat bezahlt wurde, gehört das Gelände dann der Kirche. (Dazu suche ich noch eine schriftliche Quelle)

Laut obigem PDF werden 75% der Personalkosten vom Staat gezahlt.  (Kosten für den Staat 20 Mrd Euro)

Religionslehrer und einige andere werden komplett vom Staat bezahlt.

Daher wäre mein Vorschlag für mehr Netto vom Brutto:

  1. Prüfen, ob man selbst die Kirche und ihre Machenschaften und Regelungen noch gut und zeitgemäß findet. Wenn “ja”, hier aufhören zu lesen, wenn “nein”, dann einfach weiterlesen.
  2. aus der Kirche austreten – und dies auf der Lohnsteuerkarte vermerken lassen
  3. Geld sparen (z.B. Single mit 20.000 Jahreseinkommen spart schon 140 Euro; bei 60.000 Jahreseinkommen sind es sogar über 1000 Euro) – das passiert automatisch, wenn die Lohnsteuerkarte beim Austritt entsprechend geändert wurde.
  4. Geld spenden (von dem gesparten die Hälfte für einen Kindergarten, ein Krankenhaus oder einen Altenpflegedienst etc. spenden) – dies ist natürlich freiwillig, aber damit hätte man mehr für Soziales&Karritatives geleistet, als mit der vollen Kirchensteuer.

Anmerkung: Ich habe nichts gegen Leute, die an Gott glauben, ganz im Gegenteil, ich befürworte die Glaubensfreiheit. Ich habe nichts gegen ein “christliches” Verhalten, ganz im Gegenteil, sowas finde ich lobenswert und unterstützenswert. Aber ich habe etwas gegen eine Institution, in der jährlich zig Milliarden Euro der Bürger und des Staates verschwinden und die Gesellschaft dafür nur einen Gegenwert bekommt, der ein Bruchteil davon wert ist. Würde irgendeine andere Institution soetwas abziehen, würde es einen riesen Aufschrei geben.

Verfasst am 09.01.2011 um 9:37 Uhr von mit den Stichworten , .
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Kommentare

  1. Christian9 January 2011

    Hier (in Bayern) sind es wohl nur 8% … dafür wird noch ein freiwilliger Beitrag gefordert.

    Reply

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