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Allgemein & Politik » Wissen ist Ohnmacht
09Apr

Wissen ist Ohnmacht

Ich habe hier einen sehr interessanten Artikel gefunden, der als Kernthese hat: Je mehr wir wissen, desto gelähmter werden wir.

  • Wir erfahren, was für ein “Müll” in unserem Essen ist, aber fast keinen kümmerts.
  • Wir erfahren, wie unsere Gelder in risikoreiche Bürgschaften gesteckt werden, aber jeder akzeptiert es als “Alternativlos”.

Und so gibt es zig Beispiele, in denen wir eigentlich wissen, dass unsere Gesellschaft total neben der Spur läuft, gerade auch was die “Führung”, also einige Politiker angeht, aber was ändern tun wir nicht. Wir bemühen uns nicht einmal. Zumindest nicht die große Mehrheit.

Das war der Stand bis vor etwa 2 Jahren. Dann ist irgendetwas passiert. Plötzlich protestieren Leute gegen Stuttgart 21. Plötzlich gewinnt die “Dagegen-Partei” (also die Grünen, die diese Missstände schon lange anprangern) riesigen Zuwachs. Es gibt Demos.

Ich frage mich, woran das liegt. Also warum wurde erst so vieles von der großen Mehrheit ignoriert? Und warum gibt es jetzt plötzlich einen gegenläufigen Trend. War es vielleicht der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt, nachdem die CDSU-FDP-Koalition total dreist wurde?

Verfasst am 09.04.2011 um 7:18 Uhr von mit den Stichworten , , , .
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Kommentare

  1. Sebastian9 April 2011

    Umfangreiches Wissen ist und war immer ein Grund wenig zu tun. Nicht weil man nicht will sondern weil man versteht welche Konsequenzen es haben kann, wenn man anfängt Sachen umzukrempeln. Dass jetzt so viel passiert liegt an den Scheinwerfern die plötzlich nur wenige Probleme hervorheben und es quasi simplifizieren und vergessen machen, dass Handeln immer einen Rattenschwanz hinter sich herzieht.

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    • Christian18 April 2011

      @Sebastian: Damit behauptest du ja quasi, dass der aktuelle Zustand optimal wäre und jemand wissendes würde dies erkennen und nichts ändern wollen. Oder? Aber ich glaube durchaus, dass es bessere Zustände geben kann. Gerade zum Beispiel bei Lebensmitteln… ist es uns wirklich wichtig, dass wir “billig” essen, oder doch lieber gesund? Warum wurde zum Beispiel die Lebensmittelampel nicht
      durchgesetzt, obwohl damit das billig nicht verboten worden wäre, sondern nur die Transparenz besser geworden wäre. Außer dass die Etiketten neu “designed” werden müssen, sehe ich da keine so gravierenden Nachteile.

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  2. favilla11 April 2011

    Sind wir doch froh, dass die Leute wieder auf Straße gehen! Nur glaube ich, darfst Du den “schwarzen Peter” nicht ausschließlich der aktuellen Regierung in die Schuhe schieben. Ich glaube die von die erwähnte “Dreistigkeit” kann man jeder bisherigen Regierung unterstellen.
    Bin ja mal echt gespannt was der Grüne MP in BaWÜ nun auf die Beine stellt. Mal sehen was passiert wenn es der Industrie in BaWÜ zu bunt oder vielmehr zu grün wird: Da wird dann der Grüne ganz schnell schwarz bevor er sich vorwerfen lassen muss, dass er BaWü zu Grunde gerichtet hat – und für den gemeinen Schwaben wäre das wohl bereits der Verlust von Platz 1 oder 2 in der “Länderrangliste”…

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    • Christian18 April 2011

      @favilla: Ich würde es nicht mal nur auf Regierungen schieben, sondern auch auf die Gesellschaft und die Wirtschaft. Natürlich betont jeder die Vorteile, die sein Handeln auslösen und verschweigt die Nachteile. Auch wenn ich jeder Person (und ganz besonders denen meiner Partei) unterstelle, dass sie wirklich glaubt, dass die Vorteile erheblich gewichtiger sind als die Nachteile (zumindest aus der
      subjektiven Sicht).
      Aber das erstaunliche ist ja, dass auch bei ganz krassen Nachteilen für die Gesellschaft, sich niemand aufregt, selbst wenn die Sachen ans Licht kommen. Beispiele sind Ernährung, Atomkraft ,…

      Also will ich dir im Grunde zustimmen und wundere mich, warum es so ist.

      Ach ja, bei der Ökosteuer haben ja zig Leute den BILD-Aufkleber KO-Steuer am Auto gehabt. Also wurde da ja zumindest etwas gemacht (obwohl ich es an dieser Stelle für falsch halte und glaube, dass die BILD damals nur sehr oberflächlich informiert hat – aber das passt ja in die Theorie: Je mehr Infos man hat, desto gelähmter ist man, wenn man nur einem wenig Hintergründigen Kampagnenaufruf folgen soll, dann sind viele dabei).

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