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14Aug

Interview Lutz Bräutigam (1) – Lutz Bräutigam persönlich

Dieses Interview wurde digital geführt, aber wird trotzdem im Stil eines “normalen” interviews veröffentlicht. Es ist Teil der Interviewreihe.Christian Sauter befragt Lutz Bräutigam:

Christian: Hallo Lutz, du trittst als Bundestagskandidat von Bündnis 90/Die Grünen an. Dabei probierst du, den Wahlkreis bestehend aus den Landkreisen Erlangen und Erlangen-Höchststadt direkt zu gewinnen. Was verbindet dich mit dieser Region?

Lutz: 1989 kam ich zum Studieren nach Erlangen. Bis dahin wußte ich fast nichts von der Region. Durch meine spätere Frau lernte ich auch den Landkreis kennen und schätzen. Seit 1995 lebe ich nun im Landkreis.
Ich bin Zugereister, und als solcher konnte ich mir die Region erarbeiten. Zu meinem Erstaunen musste ich feststellen, dass mir die fränkische Art als doch eher nüchternem Norddeutschen liegt.
Wenn Du mich fragst, was mich heute mit dieser Region verbindet, dann ist es die Familie, dann die Menschen, die ich kennengerlernt habe und schließlich das alltägliche Leben. Dies ist eine sehr lebenswerte Region!

Christian: Wenn du dann im Bundestag bist, was wirst du dann speziell für Erlangen machen? Also was gibt es in Erlangen, was man im Bundestag ansprechen und ändern müsste?

Lutz: Im Bundestag, und dem Gestztgebungsverfahren geht es um bundesrelevante Dinge. Eine direkte Einflußnahme auf das kommunale Geschehen ist deswegen nur eingeschränkt möglich. Die Möglichkeiten beziehen sich natürlich auf Bereiche, die in der Region von Interesse sind. Die Förderung zukunftsträchtiger Technologien steht natürlich ganz oben, da in Stadt und Land entsprechende Unternehmen in diesem Bereich arbeiten. Die Universität könnte viel mehr leisten. Vielleicht sollte man vom Bund aus eine Initiative für Start-Ups aus der Universität heraus initiiieren. Die Erlanger Universität bietet da ein großer, bisher vernächlässigtes Potential!
Trotz der vielen Weltfirmen der Region gibt es noch eine recht gut funktionierende Regionalwirtschaft. Einflussnahmen auf die Wirtschafts- und Industriepolitik wären hilfreich, inbesondere die Förderung kleiner und Mittlelr Betriebe.

Christian: Wie du schon feststellst, die meiste Bundespolitik ist ja nicht spezifisch für eine Region. Welches Thema findest du zur Zeit bundespolitisch besonders wichtig?

Lutz: Im Moment brennt es an vielen Ecken. Wirtschaft und Finanzen sind wegen der Rahmenbedingungen natürlich ganz vorne. Bildung halte ich für das wichtigste Thema in den nächsten Jahren. Leider wurde dem Bund durch die unglücklich konstruierte Förderalismus-Reform dort die Kompoetenz fast völlig entzogen. Innere Sicherheit ist ein ganz brennendes Thema. Die als notwendig angesehen Änderungen der Rechtslage, insbesondere das BKA-Gesetz haben die Arbeit der Sicherheitsorgane parlamentarischer Kontrolle entzogen. Zudem wurden die Abhörzentralern von BKA und Geheimdiensten in Köln zusammengelegt. Hier muss das Parlament die Kontrolle wiedererlangen. Seitdem über die Sperrung bestimmter Internetseiten beschlossen ist, werden die Stimmen nach weiteren Sperren immer lauter. Internet ist ein Thema, das in der bisherigen politischen Diskussion viel zu kurz kam. Das muss sich ändern.

Christian: Für welches Thema würdest du dich besonders einsetzen? In welchen Ausschuss würdest du gerne gehen? Warum?

Lutz: Von meinem Hintergrund her, würde ich mich thematisch bei Forschungs- und Technologiepolitik am wohlsten fühlen. Außerdem interessiert mich Gesundheitspolitik. Auch da kann ich einen gewissen Background mitbringen. Diese Themen traue ich mir zu, so zu bearbeiten, dass auch was Vernünftiges rauskommt.

Christian: Nun kommen wir aber wirklich zu dem persönlichen Bereich, denn wir wollen dich ja erst mal als Mensch kennenlernen. Die politischen Fragen vertiefen wir dann in den nächsten Wochen.
Welches ist der tollste Ort auf der Welt, an dem du schon mal warst? Welchen Ort, möchtest du dir unbedingt mal anschauen?

Lutz: Das kann ich gar nicht so genau beantworten. Letztendlich ist es zu Hause immer am schönsten. Aber Ankhor Wat würde ich mir gerne mal anschauen!

Christian: Wie entspannst du dich?

Lutz: Malen, Zeichenen und dabei Hörsoiele hören.

Christian: Und was ist für dich totaler Stress?

Lutz: Zank und Streit!

Christian: Und nun die Fragen, die mich an die Vorstellungsrunden meiner Schultzeit erinnern: Was ist dein Lieblingsgetränk? Was isst du gerne?

Lutz: Espresso und Königsberger Klopse. Passt gar nicht zusammen, ist aber so.

Christian: Wie sieht es bei dir mit Musik aus? Spielst du ein Instrument? Was für Musik hörst du dir am liebsten an?

Lutz: Ich spiele Geige und höre deswegen klasische Musik, die aber quer durch die Zeitalter. Aber auch Jazz und ein paar aktuelle Sachen, zuletzt Peter Fox. Das ist intelligente Musik, die Spass macht!

Christian: Das du im Figurentheater warst, kann man ja auf deiner Homepage lesen. Was hälst du von Oper?

Lutz: Es gibt tolle Opern und ich hatte das Glück einige hervorragende Aufführen zu hören. Leider kam dies in den letzten Jahren zu Kurz, seitdem das Kind da ist.

Christian: Wo kann man noch mehr über dich erfahren? Von deiner Internetseite hatten wir es ja schon, bist du im Web2.0 aktiv?

Lutz: Meine Heimseite halte ich immer auf dem Laufenden. Zudem twitter ich, was auch auf der Homepage zu sehen ist. Auf Facebook schriebe ich einege Gedanken auf, für die Twitter vielleicht zu kurz ist.

Christian: Danke Lutz, ich denke, wir kennen dich jetzt alle ein kleines bisschen besser. Nächste Woche stell ich dir dann ein paar Fragen zum Thema Wirtschaftspolitik.

Verfasst am 14.08.2009 um 20:00 Uhr von mit den Stichworten , , .
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