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Gesundheit
29Mar

Lecker Brötchen

Gestern hab ich wieder mal vor Augen geführt bekommen, wie “toll” doch die Brötchen aus den Billig-Back-Automaten sind. Bisher hab ich die ja schon immer gemieden, weil ich die Bäckerei um die Ecke eigentlich viel lieber mag und es mir da besser gefällt und so viel teurer ist es da auch nicht, aber noch mal 3 Infos, die ich besonders beeindruckend fand:

  • Die Teiglinge fahren z.T. über 1000 km durch Europa
  • Die Teiglinge sind z.T. bis zu 9 Monate alt, bevor sie hier “frisch” aufgebacken werden
  • Die Teiglinge enthalten zig Zusatzstoffe (Enzyme etc.) die man auch als Gentechnik bezeichnen kann.

Und wer mehr wissen will, schaut sich halt die gesamte Doku an:

Billige Brötchen – Die Spur der Teiglinge

20Nov

Angelas Fragestunde

Angela Merkel beantwortet jetzt youtube-Fragen. (Bitte die genauen Fragen und Antworten dort nachhören/lesen – hier ist das nur sehr verkürzt wiedergegeben)

Von den 10 bestgevoteten Fragen hat sie bereits 10, 9, 8 & 7 beantwortet:

  • Gutverdiener und Beamten müssen sich nicht am System “Gesetzliche Krankenkasse” beteiligen – Warum?
    Antwort Angela Merkel: Gutverdiener haben so viel Geld, dass sie sich um sich selber kümmern können und deswegen nicht in die gesetzliche Krankenkasse müssen. Und Beamte, historisch gewachsen und Familie und so…
    Meine Antwort: Krass, ein Gutverdiener hat also so viel Geld, dass er sich um sich selber und seine Familie kümmern kann, wir als Normalverdiener sollen aber so viel Geld haben, dass wir nicht nur uns und unsere Familie, sondern auch die ganzen finanziell schwachen Mitbürger mittragen sollen. Liebe Angela, also ich erkläre dir das mal.
    Ich zahle derzeit von meinem Lohn 14%, also etwa 500 Euro in die gesetzliche Krankenkasse, in der privaten müsste ich nur 127 Euro (im Premium 229 Euro) zahlen. Also wenn ich alleine bin, ist die private viel günstiger (selbst Premium), wenn ich die einfache Variante hätte, wäre das immer noch günstiger, wenn meine Familie 4 Personen hätte…
    Auch die Beamten-Antwort ist nur herumgeeiere…
    Mein Vorschlag: Eine Bürgerversicherung, in die jeder einen festen Prozentsatz des Gehaltes einzahlt (ob alles Gehalt oder nur bis XXX Euro (zur Zeit knapp über 4000 Euro) angerechnet wird könnte man noch ausdiskutieren. Langfristig finde ich diese komischen Pflichtversicherungen eh quatsch… Warum sollen private Unternehmen daran Verdienen, dass der Staat eine Versicherung macht. Warum macht man das nicht staatlich und über Steuern? Ich bin für einen hohen Steuersatz in Verbindung mit einem Bedingungslosen Grundeinkommen. (Siehe auch ältere Artikel) … Darin ist die Standard-Behandlung enthalten, also die Behandlung die man für ein menschenwürdiges Leben braucht. Wer mehr will (Einzelbett, Chefarzt, goldene Fäden, …) der kann dafür gerne eine private Zusatzversicherung abschließen. Aber für die Standard-Leistungen sollte es ein Allumfassendes Solidaritätsprinzip geben und nicht nur “die Normalverdiener können ja für die Geringverdiener und Nicht-Verdiener mitzahlen, während sich die Gutverdiener nur selber versorgen”. Das ist nur Solidarität in den mittleren bis unteren “Kasten”, während sie die obere Kaste daraus zurückzieht.
  • Frage 9 und Frage 8 möchte ich zusammenfassen: Es ging darum, warum der Bundestag selber die Diäten beschließt und um Nebentätigkeiten.
    Antwort Angela Merkel: Ausrichtung an den Bürgermeistergehältern und “Erfahrungen von außen” und Fortführung eines Betriebes.
    Meine Antwort: Die Höhe der Diäten an den Bürgermeistergehältern und Bundesrichtergehältern festzumachen ist eigentlich eine faire Bezugsgröße. Allerdings hat sich Angela Merkel verrechnet. Sie hat von “Zuständig für 200.000 Menschen” gesprochen. Natürlich mag ein Wahlkreis etwa so groß sein, aber es gibt ja über 600 MdBs und 82.000.000 Menschen, ich komme da nur auf etwas weniger als 140.000/ MdB, es gibt ja auch noch die Listenkandidaten. Also schöngerechnet. Aber eigentlich egal. Im Grunde hat sie da recht. Das nächste Problem ist, wer legt die Bürgermeistergehälter fest? Der Bundestag, oder? Ich weiß es nicht….
    Das viel größere Problem sind Nebenverdienste. MdB ist ein Vollzeitjob, wenn jemand einen Betrieb hat, dann muss er halt einen Geschäftsführer einstellen. Er darf im Betrieb nicht viel Zeit verbringen! Mir egal ob Landwirt, Anwalt oder Arzt, wenn sich jemand dazu entschließt in den Bundestag zu gehen, muss er halt eine Alternative für den Betrieb suchen. Wenn dann trotzdem Gelder reinkommen, dann ist das ja OK, aber er darf da nicht viel Zeit reinstecken, höchstens Feierabend/Wochenende, was aber bei guten MdBs oft auch eher selten wirklich frei ist.
    Noch schlimmer sind aber die Nebenjobs, die erst während der Abgeordnetenzeit kommen. Sowas wie “Berater für …”, Aufsichtsratsmitglied, … also die ganzen Jobs, die schon nach indirekter Korruption und Beeinflussung riechen. Die sollten komplett verboten werden. Auch nach dem Ende der Mandatszeit. Beispiele: Schröder bei Gazprom oder Koch beim Baukonzern, nachdem beide für die Konzerne kurz zuvor positive Entscheidungen bewirkt haben.
    Mein Vorschlag: Relativ hohe Diäten, dafür sehr strenge Richtlinien zu Nebenjobs. Der alte Job darf das Mandat nicht beeinflussen, neue Jobs, die sich auf die Entscheidungsfindung im Bundestag auswirken können, sollten bis zu 5 Jahren nach Mandatsende nicht angenommen werden dürfen.
  • Frage 7: Fragestunde im Bundestag
    Antwort Merkel: Bla bla – sie findet Fragen spannend – bla bla
    Meine Antwort: Es gibt doch Fragestunden und öffentliche Termine der MdBs im Wahlkreis. Ich glaube, die freuen sich über echte, konstruktive Fragen. Also da einfach mal hingehen. Das bringt mehr, als über 600 MdBs gleichzeitig eine Frage zu stellen. Und ist über das Land verteilt.
    Mein Vorschlag: hingehen 🙂
22Jul

Wissenschaft und Grüne

Bei Till hab ich gerade gelesen, dass die Grünen ja bei einigen als der Wissenschaft gegenüber feindlich gelten. [Nachtrag: dazu passt auch sein Beitrag im BaWü-Blog]

Ich will hier nicht für die Grünen, sondern für mich schreiben, wie ich gegenüber Wissenschaften stehe:

Ich denke, ich bin der Wissenschaft gegenüber sehr aufgeschlossen. Neues Wissen schadet nie. Ich selber arbeite ja auch in einem wissenschaftlichen Institut. Aber der Wissenschaft gegenüber offen zu sein heißt nicht, alle Technologien die möglich sind anzuwenden.

Beispiel Gentechnik. Was wissen wir da denn? Im Grunde wissen wir nur, dass man in den Genen rumpfuschen kann und dass dann andere Phänotypen raus kommen. Was genau eine Änderung bewirkt, kann meines Wissens keiner sagen, insbesondere weil man auch gar nicht genau weiß, welche Gene welche Aufgaben erfüllen und umgekehrt. (Klar, für einige Gene und Aufgaben kann man eine Zuordnung treffen, aber diese Zuordnung ist noch längst nicht abgeschlossen.) Daher bin ich gegenüber einigen Bereichen der Gentechnik sehr skeptisch gegenüber. Also, um es klarer zu sagen, ich bin gegen alle Bereiche der Gentechnik, die eine unkontrollierbare Ausbreitung theoretisch möglich machen. (Theoretisch, wo fängt das an? … dazu unten mehr). Gegen eine gezielte Forschung, die auch enthält, welche Gefahren möglich sind und was wirklich sicher mit Gentechnik gemacht werden kann habe ich nichts. Solange es im Labor bleibt, sollen die Forscher doch machen was sie wollen. Und wenn sie mir GLAUBHAFT versichern können (auch dazu unten mehr), dass es sicher ist, dann kann es von mir aus auch eingesetzt werden. Wenn eine Verbreitung nicht möglich ist, dann ist es von mir aus auch akzeptabel. Beispiel: Ein 70 jähriger leidet unter einer Krankheit, die man mit “Gentechnik” heilen kann. OK, solange die Gentechnik in dem Körper der Person bleibt. Solange sie nicht andere Leute betrifft. Damit hätte ich kein Problem.

Beispiel Atomkraft: Bei einem GAU sind riesige Lebensräume kaputt. Durch den Normalbetrieb erkranken Kinder an Leukämie. Durch den Normalbetrieb fällt Abfall an, der noch in Millionen Jahren strahlt. Es gibt 100 gute Gründe, warum ich gegen Atomkraft bin. Aber AKWs an sich sind keine Wissenschaft. Wenn die Leute in einem sicheren Labor arbeiten, um Wissen zu schaffen, dann sollen sie dies gerne tun. CERN ist ja auch “Atom”-Wissenschaft, da habe ich weniger Hemmungen. Solange die Gefahr, dass jemandem etwas passiert quasi 0 ist, darf gerne geforscht werden. Aber was ich gar nicht mag ist eine Industrie, die eine unsichere Technologie im großen Stil anwendet, um Geld zu verdienen.

Andere Wissenschaften haben meine volle Unterstützung. Gesundheit, erneuerbare Energien, effektivere Autos…. ich denke hier muss ich nicht viel erläutern.

Also Fazit bis hier: Ich bin NICHT wissenschaftsfeindlich, ich bin nur für die Gefahrenminimierung. Und wenn eine Technologie unsicher ist, dann will ich NICHT, dass diese aus dem Labor herausgelassen wird.

Nun zu den Technologien. Oben habe ich ja immer mal wieder Andeutungen gemacht, z.B. “theoretisch”, “glaubhaft” und “sicher”. Klar ist, eine Technologie kann nie 100%ig sicher sein. Kleine Unfälle können immer mal passieren, größere können auch passieren, aber hoffentlich mit einer sehr kleinen Wahrscheinlichkeit. Wie könnte dies nun objektiv bewertet werden? Da bin ich ein Anhänger der Versicherungsexperten: Es muss einfach alles in unbegrenzter Höhe Haftpflichtversichert werden. Wenn ein deutsches AKW angeblich sicher ist, dann müsste man ja nur die Versicherungen davon überzeugen, dann wäre eine Haftpflichtversicherung doch gar nicht teuer. Das ist wie beim Auto, wenn ich in einer Gegend wohne, in der nie Autounfälle passieren, und ich ein Auto habe, dass ganz sicher ist, dann ist der Tarif viel billiger. Also wenn Gentechnik, AKWs und so so sicher sind, wie der Hersteller behauptet, dann müsste er doch eine ziemlich billige Versicherung finden.

Die Realität sieht aber anders aus, den Betreibern ist genauso wie den Versicherungen bekannt, dass weder AKWs noch Gentechnik sicher sind, ganz im Gegenteil, sie tun alles dafür, dass andere für die Schäden zahlen müssen. Ein weiteres Beispiel dafür ist CCS. Die lassen sich ins Gesetz schreiben, dass die Tanks nur “paar” Jahre dicht sein müssen. Asse läuft aus und zahlen soll der Staat. AKWs sind für “paar” Euro Haftpflichtversichert, allein ein neuer Betonmantel für Tschernobyl ist wahrscheinlich teurer als der Betrag, den die Haftpflichtverischerung nach einem GAU zahlen würde. Bei der Gentechnik gibt es schon jetzt Auskreuzungen, die sollen einfach toleriert werden (bis 0,9% Verunreinigung ist es angeblich Gentechnikfrei)…

Also es ist sowohl den Versicherungen als auch den Herstellern bzw. Betreibern klar, was für ein Risiko sie da verursachen. Deswegen kämpfen sie dafür, dass andere es zahlen müssen, falls etwas passiert. Und das wird dann “Förderung der Wissenschaft und neuer Technologien” genannt. Sowas kann ich nicht unterstützen. Und das ist auch nicht Grüne Politik.

Nun kann es ja sein, dass irgendwas erfunden wird, was vielleicht ein hohes Risiko hat, aber der Staat sagt, der Nutzen ist so toll, dass wir die Versicherung zahlen. Kann passieren. Von mir aus. Aber dann muss auch geprüft werden, ob der Nutzen nicht anders billiger erzeugt werden kann. Bsp. AKW: Einige Rechnungen gehen von bis zu 2 Euro pro kWh Atomstrom aus, wenn eine Haftpflichtversicherung dazukäme (de facto zahlt dies der Staat, weil er für die Schäden bei einem SuperGAU einstehen muss). Wenn wir keine andere Stromquelle hätten, dann wäre es vielleicht OK. Aber für 2 Euro pro kWh kann man Solarzellen bauen, kann man Windräder bauen, …

Ein ganz anderer Bereich ist die alternative Medizin. Da denke ich, wenn jemand lieber nicht zu einem Schulmediziner geht, sondern es woanders probieren will, sollte man das grundsätzlich erlauben. Die Frage ist halt, wie man es finanziert. Wenn man mit Fallpauschalen rechnet, wäre es eine Option, den Leuten halt insgesamt von der Versicherung die Fallpauschale zuzugestehen. Wenn man dann zuerst eine Alternativmedizin probiert und dann doch wieder zum normalen Arzt muss, dann muss man die Alternativmedizin selber bezahlen. Wenn es erfolgreich ist, bekommt man die Fallpauschale ausbezahlt, um die Rechnung zu bezahlen. Interessant sind aber die umgekehrten Fälle: Zuerstzum “Schulmediziner” der erfolglos ist, dann zum “Alternativmediziner” … dann tendiere ich dazu, dass die Krankenkasse den bezahlt, wenn es erfolgsversprechend ist. Dabei ist erfolgsversprechend schwer zu definieren, weil einfach zu heilen ist die Krankheit ja scheinbar nicht, sonst wäre wohl auch der Schulmediziner erfolgreich gewesen.

Insgesamt mein Fazit zu dem Thema:

Wissenschaft: Ja!

Neue interessante Technologien: Ja!

Risiken und Gefahren auf Kosten der Bevölkerung: Nein!

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