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Krieg
22Feb

2% vom BIP für Verteidigung -> das wären 20% vom Bundeshaushalt

Mal abgesehen davon, dass ich eine Reduzierung der Armeen und mehr Geld für Prävention für angemessener fände, regt mich an dieser Sache gerade noch etwas ganz anderes auf:

2% sind ja ganz wenig? Und die Steigerung von 1,2% auf 2% sind ja sogar nur 0,8%. Das ist doch fast gar nichts. Oder?

Das ist mal wieder so eine Zahlenspielerei. 2% vom BIP bedeutet 2% vom Brutto-Inlands-Produkt. Also 2% von allen Werten, die wir erschaffen. In Deutschland sind das etwa 3 Billionen Euro. Davon zahlen wir Steuern. Davon landen etwa 300 Milliarden im Bundeshaushalt.

Das heißt, aus 2% BIP werden mal ganz schnell 20% Bundeshaushalt. Oder in anderen Worten: 1/5 unseres Geldes, das die Bundesregierung verwaltet, will Ursula von der Leyen ins Militär stecken. Das sind dann etwa 60 Milliarden Euro. (2015 bereits etwa 33 Milliarden, und damit heute bereits das zweitteuerste Ministerium). Teurer ist nur das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (125 Milliarden, das meiste davon ist die Rente).

Zum Vergleich:

Wie wäre es mal mit dem umgekehrten Ansatz:
Wir halbieren die Rüstungsausgaben und nutzen das frei gewordene Geld, um etwas mehr Frieden in die Welt zu bringen?

Oder überlegen uns generell, wie wir unsere Prioritäten setzen.

 

Aber um fair zu sein: das BIP wird häufig als Vergleichsmaßstab herangezogen. Auch die Ausgaben für Entwicklungshilfe, Bildung, … werden häufig mit dem BIP verglichen. Und der Bundeshaushalt ist auch nicht der einzige, es gibt ja noch Länder und Kommunen ….

Es muss einem aber halt bewusst sein, dass 2% BIP dennoch ein immens großer Betrag ist, selbst für den Bundeshaushalt, in dem ja auch schon immense Summen Geld hin- und herbewegt werden.

 

 

 

08Sep

NATO Luftangriff

Ich fühle mich gerade stark an den Film Minority-Report erinnert. In Afghanistan klaut eine Gruppe einen Tanklaster. Weil nun Bundeswehr-Oberst Klein meinte, die Laster könnten als Waffe eingesetzt werden, dürfen die einfach so weggebombt werden?

Da unser Verteidigungsminister Jung immer sagt, wir wären nicht im Krieg, frage ich mich, warum es überhaupt erlaubt ist, da Bomben runter zu werfen. Ist das nicht Mord? Einfach mal auf Verdacht 125 Menschen zu töten?

Es ist mir dabei erst mal egal, ob es Aufständische waren oder Zivilbevölkerung. Ich dachte immer, wir würden demokratische Grundsätze vertreten. Aber auf Verdacht 125 Menschen zu töten, das geht einfach gar nicht.

Ich warte jetzt erst mal das Ergebnis der Aufklärungen ab, aber ich schätze, da wird es dann im Endeffekt darum gehen, ob da jetzt mehr oder weniger Zivilisten getötet wurden. Und das finde ich den Skandal. Sind wir schon so abgestumpft, dass man jemanden wegbomben darf, weil er einer Organisation angehört, in der zugegebenermaßen viele Verbrecher sind. Noch haben die Leute keinen getötet (zumindest wurde davor nicht geprüft, ob die dafür verurteilt wurden) Wir hier in Deutschland haben zum Glück keine Todesstrafe. Nicht einmal nach einem Gerichtsverfahren. Aber dort. Einfach “bumm” und weil es Talibans und Aufständische waren, findet es keiner schlimm?

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