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Kultur
09Sep

Nerdnite

Gestern war ich mit Freunden auf der Nerdnite in München.

Warum waren wir da? Zur Zeit planen wir zu zweit, auch in Erlangen NerdNites zu organisieren. Wer Interesse hat, kann sich gerne schon mal bei mir melden. Ansonsten haben wir hoffentlich dann auch bald eine Webseite z.B. http://erlangen.nerdnite.com, über die wir dann auch die Neuigkeiten verbreiten können. Oder wer Facebook nutzt, kann sich dort auch mal als Interessent “outen”.

Die Vorträge haben uns vom Titel irgendwie zwar nicht 100%ig angesprochen, aber wir wollten es uns mal anschauen. Und wir wurden positiv überrascht. Alle 3 Vorträge waren komplett verschieden (nicht nur über die Themen, auch der Aufbau und die Präsentationsweise haben sich irgendwie unterschieden) und alle 3 waren interessant.

Der Vortrag von Ulrich Mannes (“Wie sich Sigi Rothemund das Pseudonym Siggi Götz zulegte und zum Paten einer Kinozeitschrift wurde.”) war mit einer ganz besonderen Art von Humor vorgetragen. Die Isar-Renaturierung (Alexander Föhl) dachte ich, würde mich als “Grünen” interessieren. Der Vortrag war zwar spannend, aber total unpolitisch. Es wurde einfach gezeigt, wie sich Hochwasser auswirkt, was dagegen gemacht wird, welche Keller bei welcher Höhe überflutet werden und wie die menschlich gemachten Designs von einem “kleinen” Hochwasser einfach mal weggespült wurden.

Am spannendsten fand ich allerdings den ersten Vortrag (das hätte ich davor niemals gedacht) von Martin Wunderlich: Was nicht passt, wird passend gemacht – die englische Barockdichtung der Metaphysical Poets.

Bei diesen ging es um eine Vermischung von Logik und Gefühle in einem – also Dualismus. Und irgendwie rufen die dort vorgestellten Gedichte in mir einen Widerspruch hervor. Am Anfang habe ich gedacht, dass dies an unlogischen Schlussfolgerungen liegt (es war tatsächlich eine drin … gegeben A=>B und notA; daraus wurde gefolgert notB – dies ist zwar “formal-logisch” nicht korrekt, löst aber den Zwiespalt nicht auf…), inzwischen (nach Klärung einiger Fragen mit Martin) kann ich mir auch vorstellen, dass ich zu wenig dualistisch denke ..

…. Oder vielleicht liegt es aber auch nur an dem Englisch. Ich lese normalerweise “eher selten” englische Barockgedichte aus dem 17. Jahrhundert.

13Aug

Wem nutzt das Urheberrecht

Sehr interessanter Artikel, den ich einfach mal (so gut wie) unkommentiert empfehlen möchte.

Wem nutzt das Urheberrecht?

Interview mit Eckhard Höffner zu seinem Buch “Geschichte und Wesen des Urheberrechts”

23Nov

Nichtraucherschutz – Volksbegehren

Auf der Seite des Erlanger Aktionsbündnisses des Volksbegehrens für den Nichtraucherschutz wird dafür geworben sich einzutragen. Ich finde das gut. Ich helfe dem Aktionsbündnis. Warum?

Man könnte ja auch sagen, sollen die Raucher und die Nichtraucher sich gegenseitig “respektieren” und machen lassen. Grundsätzlich ja, soll jeder machen was er will, solange er dabei folgende Voraussetzung einhält:

Keinem anderen Schaden

Aber gerade dies ist beim Rauchen in der Öffentlichkeit fraglich. Es gibt zig Studien, die auf Gefahren von Passivrauchen hinweisen, von bis zu 3300 Toten jährlich in Deutschland ist die Rede…. ich weiss, dass diese Zahl angezweifelt wird.

Aber jetzt noch ein ganz anderes Beispiel: Stelle man sich vor, ich würde einen Raucher mit einem Matschball bewerfen. Wenn er sich beschwert, könnte ich ihm die gleichen Argumente an den Kopf werfen, die man oft von Gegnern des Rauchverbotes hört:

  • “Es gibt keine wissenschaftliche Studie, die beweisst, dass Matschbälle die Gesundheit schädigen” (und bei Matschbällen glaube ich das sogar noch eher als beim Zigarettenqualm)
  • “Sie müssen hier ja nicht langgehen, hier ist das ja nicht verboten”

Trotzdem werde ich niemand mit Matsch bewerfen, ganz einfach, weil es den anderen Leuten nicht gefällt, und ich dies respektiere … aber genau das gleiche erwarte ich eigentlich von den Rauchern. Sie sollen respektieren, dass es vielen Leuten (zum Teil sogar Rauchern) nicht gefällt, wenn sie

  • in einen verqualmten Raum gehen
  • abends ihre Sachen stinken und erst mal 3 Tage gelüftet werden müssen

Deswegen unterstütze ich das Volksbegehren. Es geht nicht darum, die Raucher zu verunglimpfen, ganz im Gegenteil, wenn diese sich respektvoll verhalten, dann verbietet es das Nichtraucherschutzgesetz es ja nicht, sondern es erzwingt nur den Respekt, der eigentlich selbstverständlich sein sollte.

Ach und noch ein Wort zu Raucherräumen. Die sind schön und gut, wenn man von 2 Voraussetzungen ausgeht:

  1. Die sind so abgetrennt, dass der Rauch tatsächlich nicht rüberzieht (also z.B. alle 5 Minuten die Tür aufgeht)
  2. Es gibt 2 Gruppen, die nichts miteinander zu tun haben. Die Raucher und die Nichtraucher. Cliquen, in denen Individuen beider Gruppen vorkommen, darf es nicht geben…

Da aber die beiden Vorraussetzungen praktisch nicht vorkommen, ist auch das Konzept “Raucherzimmer” keine optimmale Lösung.

08Aug

Kulturflatrate 2

Ich habe die Fortsetzung zum ersten Kulturflatrateartikel ja schon angekündigt. Hier ist sie!

Ich habe nun einige der Quellen gelesen und mag das kommentieren:

  • Blogbeitrag Kulturflatrate 2.0
    Im Grunde eine ähnliche Idee wie ich sie hatte. Zentraler Bundesserver (naja, Wolke, aber um technische Detailumsetzung will ich hier noch nicht feilschen). Der Artikel geht noch von einer Registrierung aus, besser wäre es, einfach alle Kunden von deutschen Providern zu akzeptieren. Das wäre ein Schritt anonymer.
  • Dann gibt es bei Malte Spitz grüne Antworten auf Fragen zur Kulturflatrate die ich hier verkürzt (also die Fragen sind verkürzt und die “offiziellen” Antworten der Grünen sind, sofern wiedergegeben, auch verkürzt) kommentieren will:
    1. Höhe: Hier gibt es noch keine grüne Festlegung, aber ich denke, die von Zypris (SPD) ins Gespräch gebrachten 50 Euro sind viel zu hoch. Es muss definitiv so sein, dass die normalen digitalen Kulturkosten nicht überstiegen werden und das Internet nicht unbezahlbar wird. Auf den Seiten des statistischen Bundesamt habe ich gerade nichts gefunden… vom Gefühl her, würde ich diese Flatrate bei 10€ ansiedeln. Die Musikindustrie beziffert ihren Umsatz auf 1,5 Milliarden, also etwa 130 Millionen pro Monat, also pro Bundesbürger weniger als 2 Euro pro Monat. Wenn man jetzt einerseits die auch dann noch verkauften CDs abzieht, andererseits bedenkt, dass ja für downgeloadede MP3s keine CDs mehr produziert werden müssen, also Kosten wegfallen, kann man den Preis für den Musik-Teil der Flatrate getrost auf weniger als 1 Euro pro Bundesbürger festlegen. Musik macht derzeit glaub ich einen großen Batzen in Tauschbörsen aus, Filme schaut man sich zur Zeit glaub ich eher noch im Kino (das wird ja nicht betroffen sein) und in Fernsehen an. Ist einfach noch angenehmer. Bücher liest man lieber auf Papier. Photos hat sich eh kaum jemand gekauft. Software und Spiele könnten noch mal einen großen Betrag ausmachen.
      Wobei, ich bin mir gar nicht sicher, ob man das am Internetanschluss festmachen soll, oder an anderen Sachen… Wobei Internetanschluss ist schon ein Indikator für “Kopiermenge”, wenn auch nur ein sehr grober. Man könnte das ja auch aufteilen, ähnlich wie bei der Gema. Alles was mit Kulturkonsum zu tun hat, kostet etwas: Internet, MP3-Player, Lautsprecher (insbesondere Souroundsysteme wegen Filmen), eBook-Reader…
    2. Berücksichtigung von Bedürftigen: Wenn die Kulturflatrate wirklich bei 10 Euro landet, ist eher die Frage, wie die anderen Kosten (PC, Internet, … ) verrechnet werden. Auf jeden Fall plädiere ich hier ganz stark für teilen. Wenn sich paar Leute den Internetzugang/PC/… teilen, dann wären das paar Euro pro Person und damit erträglich.
      Auch gibt es öffentliche Internetzugänge (die dann vielleicht etwas teurer werden)…
      Wer damit kreativ umgeht, kann da bestimmt eine Lösung finden, die bezahlbar bleibt. Solche Lösungen sollte das Gesetz direkt zulassen, also nicht Schlupflöcher schaffen, sondern ganz offizielle Wege.
    3. Sollen auch “Nicht-Nutzer” diese Gebühr zahlen: Hier tendiere ich zu ja, weil man kann ja auch offline kopieren…. wobei dann wieder die “verteilte” Kostenberechnung gerechter wäre. Die GEMA hat sich da ja schon Gedanken gemacht.
    4. Spartenflatrates? (nur Musik? Nur Film?): Siehe 3. … Es geht ja darum, das Privatkopieren generell zu legalisieren. Wenn man die Wahl hat, wo man was bucht, muss dann der Staatsanwalt jedesmal bei einer Kopie nachschauen, ob die Person das gebucht hat. Oder kann man monatlich buchen und dann einmal alles runterladen und dann wieder 3 Monate nicht bezahlen und nichts runterladen?
      Alles Quatsch, im Grunde muss einfach jeder zahlen, und darf dann alle digitale Kultur für den Eigengebrauch kopieren.
    5. Einzug über GEZ? Vermischung? GEZ ist ein ganz anderes Thema… und der Einzug über die Provider wäre sinnvoll, bzw. siehe 1. Verteilung der Kosten auf diverse andere “Güter”
    6. Paralell komerzielle Angebote für digitale Kultur: Halte ich ehrlich gesagt für unrealistisch. Sobald es legal wird, digitale Kultur für den Eigengebrauch zu kopieren, wird es auch Bestrebungen geben, dass Anbieter (z.B. wegen Werbeeffekten oder werbefinanziert oder einfach Vereine, Gruppen, Fans …) qualitativ hochwertige Downloads anbieten. Bzw. um es sinnvoll messen zu können, was wirklich genutzt wurde, würde sich eh ein zentraler Server (unabhängig betrieben … siehe spätere Frage) anbieten.
    7. Darf dann alles kopiert werden: Wie in der offiziellen Antwort steht: Dies ist der Sinn dahinter, dass für den Privatgebrauch kopiert werden darf.
    8. Was soll veröffentlicht/ in der Flatrate freigegeben werden? Welche Rollen spielen Verwertungspartner?
      Alles, sonst macht es keinen Sinn.
      Verwertungspartner halte ich im Gegensatz zur offiziellen Meinung für unrealistisch, siehe 6.
    9. Wer soll profitieren? Nur Urheber? Ausübende Künstler? Verwerter?
      Na, auf jeden Fall die Urheber. Wenn die ausübenden Künstler durch ihre Ausübung das Stück “neu” schaffen/interpretieren, die z.T. auch.
      Verwerter sind dann quasi nicht mehr notwendig, bzw. es liegt im Ermessen des Künstlers, was für Verträge er mit den Verwertern abschließt. Wenn der Künstler das Risiko für die Nutzung eines Aufnahmestudios an den Verwerter gemeinsam mit den Rechten an den Einnahmen abtritt, ist das seine Entscheidung. Geld gibt es halt je nach Nutzung, wie der rechtmäßige Empfänger das verwendet, bleibt ihm überlassen.
    10. Verteilung auf Genres?
      Schwer, ein 90-min-Film hat natürlich ein anderes Volumen als eine 3 min MP3. Mir geistern da Ideen wir MB und/oder die Anzahl der Mitwirkenden zumindest ansatzweise einzubeziehen. Bei einem Buch ist das wieder anders… vielleicht die durchschnittlich aufgewendeten Personenstunden (vielleicht noch gewichtet nach “Hauptdarsteller” und “Hilfspersonen”) …. auf jeden Fall ist das ein Punkt, wo die Künstler und Konsumenten ein entscheidendes Wort mitzureden haben sollten…. (naja, eigentlich bei allen Punkten hier, aber speziell bei diesem gibt es ja keine politischen Präferenzen a la “du sollst mehr die eine oder andere Kultur konsumieren”, daher kann die Politik sich hier weitestgehend zurückhalten).
    11. Wie sollen qualitativ höherwertige Produkte behandelt werden?
      Also grundsätzlich wird die Qualität vom Nutzer bewertet. Wenn es wirklich qualitativ besser ist, wird es weiterempfohlen, mehr Leute hören es sich an, … Wenn nur eine kleine Gruppe etwas hochqualitatives will, dann kann man es ja als Auftragsarbeit (nach vorheriger Bezahlung) herstellen.
    12. Gibt es eine Umverteilung, wenn die Inhalte in “nicht gewünschte” Bereiche (z.B. Porno) fließen?
      Ich würde mir auf jeden Fall einen Jugendschutz wünschen. Also solche Inhalte nicht komplett frei anbieten. Aber wenn die Mehrheit das als Kultur ansieht und konsumieren möchte, dann soll das auch entsprechend vergütet werden.
      Illegale Inhalte sollen natürlich komplett ausgenommen werden, also Lieder/Bilder/Filme mit Aufruf zur Gewalt etc.
    13. Messung? Da steht als offizielle Antwort, dass das bereits behandelt wurde. WO?
      Mein Favourite ist wie gesagt der Bundestracker, der aber nicht unbedingt vom Staat, nicht unbedingt von EINER “Gruppierung” betrieben werden muss, aber die Betreiber müssen unabhängig sein, das heisst die Betreiber sollten kein Interesse an den Nutzerdaten und kein Interesse an einer (gefälschten) Downloadstatistik haben.
      mehr dazu unten.
    14. Wer verteilt die Gelder: Die offizielle Antwort gefällt mir: Im Grunde egal, solange wenig Verwaltungskosten anfallen.
    15. Wer entscheidet bei Streitfragen: Die offizielle Antwort gefällt mir: Muss noch, in Abhängigkeit von der weiteren Diskussion & anderen Faktoren, ausgearbeitet werden.
    16. Vereinbarkeit mir Urheberrecht: Die offizielle Antwort gefällt mir: Die ist im Grunde ein Verweis auf dieses Gutachten.
  • Nochmal meine Ideen zum “Bundestracker”:
    1. Wer Betreibt ihn
      Jemand unabhängiges, der weder Interesse an den Kundendaten noch an den Statistiken hat.
      Wenn es mehrer Anbieter sind, sollten diese so verbunden sein (gemeinsammes Einstiegsportal, Schnittstellen, zentrale Suchmaske etc.) das es für den Nutzer sehr einfach wird, die gewünschte Kulturgüter zu finden.
    2. Technik:
      Ich tendiere im Gegensatz zu dem Kulturflatrate 2.0 Beitrag zu einem Bittorrentartigem System. Da sind dann zwar die Dateien einmal auf dem offiziellen Server vorhanden, aber die Bandbreite wird mit vielen Nutzern geteilt. So ist alles immer verfügbar und nicht von den “Crashs” irgendwelcher privater Server abhängig, aber es muss nicht alles von den zentralen Servern kommen.
      Genutzt werden darf/kann es nur durch IPs, die zu deutschen Internetprovidern gehören.
      Zusätzlich könnte man noch ein TOR-Netzwerk dazwischenbauen, dass aber nur Anfragen von anderen TOR-Servern oder entsprechenden Provider-IPs annehmen darf.
    3. Vorteile für den User dort mitzumachen:
      • Sehr vieles da (und der Künstler der seine Werke dort nicht anbietet ist selber Schuld),
      • sicher legal (der Anbieter ist dafür verantwortlich, die Inhalte zu prüfen und für Fehler kann dann nicht der Downloader verantwortlich gemacht werden, während man auf Tauschbörsen alles mögliche bekommen kann)
      • wahrscheinlich virenfrei (auch hier sollte der Anbieter prüfen)
      • Unterstützung der Künstler (wenn man was runterlädt findet man den Künstler ja eher gut…. wünscht ihm also auch einen möglichst großen Anteil vom “Kuchen”)
    4. Nachteile für den User dort herunterzuladen: der Nachteil wäre eine/wenige zentrale DatenkrakeN … aber wie in dem oben zitierten Blog (Kulturflatrate 2.0) angemerkt, denke ich auch, mit entsprechenden Nutzungs- und Löschungsgesetzen ist dies relativ verkraftbar. Daten fallen bei jedem Download an. Da ist die Frage, vertraue ich lieber einer “komischen” P2P-Plattform, auf der sich auch “komische” Gestalten tümmeln? Ganz im Gegenteil, da es ja wahrscheinlich immer noch nicht gewünscht wird, dass die Daten ins Ausland (mit anderen Gesetzen) kopiert werden, ist es dann sogar vielleicht trotzdem noch illegal, die Dateien P2P ins Ausland weiterzugeben und wenn die Daten dann an die Musikindustrie fallen …. hat sich eigentlich schon mal jemand über diese Problematik gedanken gemacht?
    5. Auswirkungen auf Musikshops: Die haben einen Konkurrenten, so dass wahrscheinlich da einige nicht weiter am Markt bestehen können. Die Vermarktungswege werden direkter, aber hoffentlich landet dann auch mehr Geld beim Künstler.
  • Was soll damit eigentlich alles abgedeckt werden?
    1. Musik: Ja
    2. Text: In Form von eBooks: Ja (wenn sie digital veröffentlicht wurden), sehe ich aber vorerst als kleinen Teil.
    3. Film: Sofern er digital veröffentlicht wurde: Ja
    4. Foto: Ja, sehe ich gerade als kleinen Posten. Oder wie viele Photos kauft man sich privat?
    5. Games:Hmm, hier bin ich skeptisch. Warum? Weil Spiele bis zu 40€ pro Stück kosten, Software noch viel mehr… wenn das auf die Flatrate umverteilt werden würde, ist sie wahrscheinlich schnell sehr hoch, bzw. ein kleiner Teil der Bevölkerung profitiert davon, dass ein großer Teil der Bevölkerung mehr zahlen muss (Musik, Buch und Film würde ich mal als Medien bezeichnen, die von sehr vielen konsumiert werden)…. aber mit der Gesamtargumentation muss man sie ja eigentlich dazunehmen. Nur Illegale Spiele zu verfolgen wäre auch nicht sinnvoll…. da bei Spielen aber eh immer mehr der Trend zu Online geht, wäre das vielleicht der Kompromiss. Die Verwerter können dann die Spiele nicht mehr verkaufen, aber Internetservices nur gegen Geld anbieten (einmalig/Abo).
    6. Software: Siehe Spiele …. bei Software kommt dazu, dass fast alles, was es für den privaten Bereich benötigt bereits gratis im Internet gibt (Linux). Komerzieller gebrauch ist ja eh ausgeschlossen.

So, das wurde jetzt ein langer Beitrag…. ich hoffe mal, den einen oder anderen Kommentar dazu zu bekommen :-)

08Aug

Kulturflatrate, Abrechnungsmöglichkeiten

Auf Heise steht ein Artikel zur Kulturflatrate.

Das ungelöste Problem dabei scheint jetzt zu sein, wie das Geld von den “Konsumenten” (also denen, die die Flatrate zahlen) zu den Künstlern kommt.

Oder anders gesagt, wie wird die Verbreitung gemessen. Ein paar Ideen, einfach mal Brainstormartig und ohne Bewertung:

  • Server protokollieren mit (zumindest einige, die dann halt als Basis genommen werden)
  • Umfragen
  • Zufällige Leute werden gebeten, die Titel ihrer MP3-Sammlung (oder eigentlich muss man es ja erweitern auf “Kultursammlung”) anonym einzuschicken.
  • MP3-Player zeichnen automatisch die abgespielten Titel auf, daraus wird dann eine Übersichtsdatei erstellt, die eingeschickt werden kann.
  • Bands stellen ihre Songs selber Online (eigene Webseite) und geben die Statistiken dann selber ab.

Das Problem (jetzt kommt die Bewertung) ist wohl immer der Zwiespalt zwischen Privatsphäre und Datenschutz auf der einen und einer einigermaßen repräsentativen fälschungssicheren Statistik auf der anderen Seite.

Ich tendiere gerade dazu, einen offiziellen “Flatrate-Server” aufzubauen. Dieser könnte als Torrent-Server organisiert sein, d.h. die Bandbreite bleibt relativ erträglich. (Also sozusagen ein offizielles Pirate-Bay). Über diesen Server kann jede Band ihre Lieder dann legal anbieten. Dieser wird für die Statistik genutzt. Der Nachteil ist die Privatsphäre (IP-Adresse wird bekannt), aber da das ja legale Inhalte sind, ist das ja auch nicht so schlimm wie in Tauschbörsen mit illegalen Inhalten und irgendwer bekommt die IP-Adresse ja immer und mit entsprechenden Löschungsregeln mag es dem einen oder anderen sogar lieber sein, als wenn da ein privates Unternehmen die Daten bekommt. Im Gegenzug könnte man dann mit der Zeit eine einigermaßen vollständige Datenbank aufbauen und die Daten könnten auf Viren etc. geprüft sein.

Auch von der Usability tendiere ich zu der “zentralen” Lösung. Wenn ich schon eine Flatrate zahle, will ich auch einigermaßen effektiv an die Kultur kommen. Wenn ich doch wieder in Foren, … suchen muss, dann ist meine Zeit eigentlich zu teuer, so dass dann ein e-shop wieder attraktiver wird.

Es kann ja jede Band dann trotzdem auf ihre Seite schreiben:

Offizieller Download: [offizieller Torrent] (wir bitten diesen Torrent zu nutzen, dass wir auch Geld dafür bekommen. Dabei wird jedoch die IP-Adresse dem Server der Kulturflatrate übermittelt)

“privater” Download: [Datei auf dem Server] (Ihre IP-Adresse wird nicht an die offizielle Kulturflatrateseite übermittelt. Daher bekommen wir auch kein Geld. Bitte nur verwenden, wenn es wirklich notwendig ist.)

Auch wenn mir diese Lösung gerade am Besten gefällt, 100% bin ich damit noch nicht zufrieden. Bessere Ideen?

Ich habe noch paar Quellen, die ich demnächst lesen und kommentieren werde… [Fortsetzung folgt]

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