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rauchen
04Jul

Volksbegehren Nichtraucherschutz … HEUTE

Heute ist die Abstimmung, zwischen guten Nichtraucherschut (Ja-Stimmen) und einem Alibi-Schutz, der mehr Bürokratie verursacht, als zu helfen.

Die Argumente wurden in diversen Foren schon rauf und runter diskutiert, daher bleibt mir hier nur zu sagen, dass hoffentlich ganz viele mitmachen und davon ganz viele für ja stimmen, auch viele Raucher, weil sehr viele rücksichtsvolle Raucher verhalten sich schon seit Jahren so, wie es dass Gesetz nun fordert – es soll ja kein Rauchverbot sein, sondern nur den rücksichtsvollen Umgang mit den Mitmenschen regeln.

http://www.nichtraucherschutz-bayern.de/

06Jun

Umweltfest

Gestern war das Umweltfest … es wurde zwar organisiert von den Grünen, aber richtig erfolgreich war es erst, weil so viele Gruppen teilgenommen haben, die sich im Bereich Umweltschutz organisieren. Mit dabei waren

  • fairlangen – eine Gruppe, die aus der Elia-Gemeinde entstanden ist, aber offen für alle ist. Sie informiert vor allem zum Thema fair einkaufen in und um Erlangen . Ein ähnliches Projekt hatte die Grüne Jugend in Erlangen mal, also wieder mal ein “Beweis”, dass eine gute Kooperation unbedingt notwendig ist, um gewisse Arbeiten nicht doppelt zu machen.
  • Queerfriends – nicht direkt eine Umweltgruppe, aber trotzdem dabei
  • Bündnis 90/Die Grünen – Organisator und Partei mit einem Schwerpunkt im Bereich Umweltschutz
  • Arche Bauernhof Erlangen: Ein Verein zur Erhaltung vom aussterben bedrohter Nutztierrassen. Der Verein ist noch ganz jung und will demnächst Tieren in der Erlanger Umgebung eine Heimat geben.
  • Greenpeace Nürnberg: Die Ziele von Greenpeace sind absolut unterstützenswert, die Aktionen oft spektakulär. Leider gibt es in Erlangen keine Greenpeace-Gruppe. Vielleicht war das ja der Startschuss für eine Gründung.
  • Grüne Jugend: Die Grüne Jugend hatte als Hauptthema die Ölkatastrophe im Golf von Mexico. Sie verteilten Delphine in Erdöl (Kekse in Schokolade)
  • Amnesty International: Menschenrechte und Umweltrechte passen sehr gut zusammen. So wie die Petition gezeigt hat, die dort unterschrieben werden konnte: Wenn Öl (in diesem Fall von Shell im Nigerdelta) die Umwelt verseucht, dann leiden dort auch die Menschen.
  • Solarverein / Sonne auf jedem Dach: Ein ganz klassisches Umweltthema, alternative Energiegewinnung, wurde live präsentiert durch einen Solarkocher.
  • ödp: due ÖDP hatte als Hauptthema die Gründung eines Vereins Carsharing und repräsentierte auch den folgenden Punkt
  • Volksbegehren Nichtraucherschutz: Am 04.07. ist die Abstimmung, ob es nun endlich zu einem angemessenen Nichtraucherschutz kommt
  • Unisolar: Nochmal Solarenergie. Eine Studentengruppe die alles organisiert hat, um Solarzellen für das Unidach zu kochen und das Geld dafür aufgetrieben hat.
  • Grüne Liste/Fraktion im Stadtrat: Fast alle Stadträte waren da. Sie hatten zwar keinen Stand, standen aber für spontane Gespräche zur Verfügung.
  • Uwe Kekeritz (MdB), Klaus Hiemeyer und Birgit Raab (beide Bezirkstagsfraktion) standen für viele Fragen und Gespräche zur Verfügung

All diese haben zu einem schönen Fest beigetragen. Daher vielen Dank.

Mein Wunsch wäre es jetzt, dass all diese Gruppen noch mehr zusammenarbeiten, um die richtigen Themen in der Gesellschaft voranzubringen. Die Themen sind die Richtigen, nur die Zersplitterung nimmt einiges an Effektivität.

19May

Nichtraucherschutz

Gerade kocht in diversen Zeitungen wieder hoch, dass das Bürgerbegehren “Nichtraucherschutz” demnächst zur Abstimmung kommt.

Gerade in den Kommentaren dazu steht ganz oft “es kann ja jeder selber entscheiden, ob er in die Raucherkneipe oder in die Nichtraucherkneipe geht”. Im Grunde ja, aber in der Realität gibt es da ein winziges Problem: Freundschaften.

Was macht man, wenn die Clique Abends regelmäßig loszieht. Irgendwann schickt “Richard Raucher” eine Mail rum: “Heute Abend gemütlicher Abend in der Raucherkneipe, wer kommt mit?” … “Nina Nichtraucher” bekommt diese Mail und steht dann vor einer “Loose-Loose”-Situation: Mitgehen und verqualmen lassen oder alleine daheim rumsitzen, während die Freunde Spaß haben. Ich denke der Nichtraucherschutz muss auch diese alltägliche, durchaus realistische Situation mit einbeziehen. Daher wäre ich für eine Regelung, die gerade junge Menschen (Schüler) schützt, wenn sie Abends weggehen wollen.

Ein weiterer Aspekt, den ich zu bedenken geben möchte ist, dass Kinder grundsätzlich die Chance bekommen sollten, rauchfrei aufzuwachsen. Also selbst wenn an einigen Stellen das rauchen erlaubt sein sollte, dann müssten dort strenge Ausweiskontrollen durchgeführt werden.
Ich würde ja noch weitergehen als das Volksbegehren: In Wohnungen, in denen Kinder wohnen, würde ich das rauchen gerne verbieten. Mir ist durchaus bewusst, dass dies nicht kontrollierbar wäre, aber alleine der Fakt, dass es verboten ist, reduziert vielleicht schon die Anzahl der Kinder, die zum passiv-rauchen gezwungen werden. So ähnlich wie häusliche Gewalt verboten ist…

Und noch ein letzter Aspekt: Der Wirt soll selber entscheiden können, ob er rauchen erlaubt. … Freies Land und so.
Jetzt mal ketzerisch gefragt. Wenn ein Wirt ein entsprechendes Schild an der Türe anbringt, soll dann gelten:

  • Der Wirt soll selber entscheiden können, ob er sich die Hände wäscht, bevor er das Essen zubereitet?
  • Der Wirt soll selber entscheiden können, ob er Gammelfleisch verwendet?
  • Der Wirt soll selber entscheiden können, ob er alte Stühle nutzt, die zusammenbrechen und eine große Verletzungsgefahr darstellen?

Die meisten Leute werden die Frage sicherlich mit “Nein” beantworten, auch wenn damit die Freiheit des Wirtes eingeschränkt wird. Aber wo ist die Grenze? Die Grenze ist da, wo die Gesundheit von Menschen in Gefahr ist. Dies ist sie bei oben genannten Punkten sicherlich KURZFRISTIG, während die Gefahr beim (aktiv und passiv) Rauchen eher LANGFRISTIG ist. Kann man also sagen, dass kurzfristige Gefahren verboten werden müssen, langfristige Gefahren aber erlaubt sein sollen?

Ich denke Nein.

Insgesamt werde ich daher werde ich für das Volksbegehren stimmen.

23Nov

Nichtraucherschutz – Volksbegehren

Auf der Seite des Erlanger Aktionsbündnisses des Volksbegehrens für den Nichtraucherschutz wird dafür geworben sich einzutragen. Ich finde das gut. Ich helfe dem Aktionsbündnis. Warum?

Man könnte ja auch sagen, sollen die Raucher und die Nichtraucher sich gegenseitig “respektieren” und machen lassen. Grundsätzlich ja, soll jeder machen was er will, solange er dabei folgende Voraussetzung einhält:

Keinem anderen Schaden

Aber gerade dies ist beim Rauchen in der Öffentlichkeit fraglich. Es gibt zig Studien, die auf Gefahren von Passivrauchen hinweisen, von bis zu 3300 Toten jährlich in Deutschland ist die Rede…. ich weiss, dass diese Zahl angezweifelt wird.

Aber jetzt noch ein ganz anderes Beispiel: Stelle man sich vor, ich würde einen Raucher mit einem Matschball bewerfen. Wenn er sich beschwert, könnte ich ihm die gleichen Argumente an den Kopf werfen, die man oft von Gegnern des Rauchverbotes hört:

  • “Es gibt keine wissenschaftliche Studie, die beweisst, dass Matschbälle die Gesundheit schädigen” (und bei Matschbällen glaube ich das sogar noch eher als beim Zigarettenqualm)
  • “Sie müssen hier ja nicht langgehen, hier ist das ja nicht verboten”

Trotzdem werde ich niemand mit Matsch bewerfen, ganz einfach, weil es den anderen Leuten nicht gefällt, und ich dies respektiere … aber genau das gleiche erwarte ich eigentlich von den Rauchern. Sie sollen respektieren, dass es vielen Leuten (zum Teil sogar Rauchern) nicht gefällt, wenn sie

  • in einen verqualmten Raum gehen
  • abends ihre Sachen stinken und erst mal 3 Tage gelüftet werden müssen

Deswegen unterstütze ich das Volksbegehren. Es geht nicht darum, die Raucher zu verunglimpfen, ganz im Gegenteil, wenn diese sich respektvoll verhalten, dann verbietet es das Nichtraucherschutzgesetz es ja nicht, sondern es erzwingt nur den Respekt, der eigentlich selbstverständlich sein sollte.

Ach und noch ein Wort zu Raucherräumen. Die sind schön und gut, wenn man von 2 Voraussetzungen ausgeht:

  1. Die sind so abgetrennt, dass der Rauch tatsächlich nicht rüberzieht (also z.B. alle 5 Minuten die Tür aufgeht)
  2. Es gibt 2 Gruppen, die nichts miteinander zu tun haben. Die Raucher und die Nichtraucher. Cliquen, in denen Individuen beider Gruppen vorkommen, darf es nicht geben…

Da aber die beiden Vorraussetzungen praktisch nicht vorkommen, ist auch das Konzept “Raucherzimmer” keine optimmale Lösung.

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