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Religion
12Dec

Beschneidung von Kindern – neue Religion zur Befreiung von (zu) hohen Steuern

Nachdem Religion jetzt in Deutschland sogar über der körperlichen Unversehrbarkeit angesiedelt wird, muss ich doch auch mal meine religiösen Gefühle kundtun und den deutschen Staat bitten, darauf Rücksicht zu nehmen:

Ich gehöre der Religion der “Gutmenschen” an ein Prophet sprach:

Du sollst Gutes tun. Gib dem Staat 10% deines Einkommens, in Zeiten der Krise 15% – nicht mehr und nicht weniger. So kann der Staat für alle sorgen. So beteiligst du dich an Schulen und an Krankenhäusern, an der Sicherheit vor Dieben und vor Feuer und an vielem mehr.

Er hat natürlich noch viel mehr gesagt (das wird bei Bedarf nachgereicht), aber das ist erst mal das wichtigste, was das Verhältnis zwischen dem Staat und meiner Religion angeht. Ich würde mich gerne an diese Anweisung von meinem Gott halten und in diesen Krisenzeiten genau 15% Steuern zahlen.

Aber jetzt mal im Ernst, in was für einer Welt leben wir eigentlich? Weil laut irgendeiner Niederschrift, eine Person angeblich vor mehreren Tausend Jahren angeblich eine Botschaft von einem Gott erhalten hat, darf er jetzt gegen KERNPUNKTE des deutschen Rechts verstoßen. Gesetzlich legitimiert. Was ist jetzt, wenn irgendein Spinner sagt, dass es in seiner Religion normal wäre, die Zehen/Finger/Füße/Hände/Nase/Ohren/…. abzuhacken, natürlich würde das jeder entrüstet ablehnen.

Natürlich ist der obige Vorschlag, dass aufgrund “meiner” Religion ich nur noch 15% Einkommenssteuer (und sonst keine Steuern) zahlen will absolut abwegig.

Aber warum ist es dann nicht abwegig, dass

  • an den Genitalien von Kindern rumgeschnippelt werden darf? (Und das sogar noch von nicht-medizinischen Personen, das macht es noch mal schlimmer)
  • Einstellungs- und Kündigungsgründe dem sonstigen Arbeitsrecht widersprechen dürfen (katholische und evangelische Kirche haben da ganz massive Rechte)?

An dieser Stelle will ich nochmal die CDUSSU-Fraktion zitieren:

Die Errungenschaften unseres Rechtsstaates gelten für alle in Deutschland lebenden Menschen – unabhängig von ihrem Glauben.

Ich bitte die gesamte Politik, sich an diese Aussage zu halten. Unser Rechtsstaat muss höchste Priorität haben.

Natürlich bin ich auch für eine Religionsfreiheit. Jeder darf GLAUBEN was er will, aber jeder darf trotzdem nur MACHEN, was sich mit unseren Gesetzen vereinbaren lässt. Daher dürfen alle Praktiken, die sich mit unseren Gesetzen – insbesondere auch dem Grundgesetz – nicht vereinbaren lassen, nicht weiter toleriert werden. Dazu zähle ich insbesondere:

  • Jegliche Form der Körperverletzung (die nicht medizinisch sinnvoll ist)
  • Diskriminierung aufgrund von Geschlecht, Sexualität oder privaten Lebensentscheidungen

Also jeder darf glauben was er will, darf diesen Glauben veröffentlichen, diesen Glauben in gemeinsamen zelebrieren, …. es sollte keine Gesetze geben, die etwas verbieten, weil es einer (anderen) Religion angehört. Oder es muss für alle Religionen gelten. D.h. entweder es dürfen in Schulen religiöse Symbole (Kreuz, Kopftuch, …) getragen werden oder von mir aus auch nicht. Aber das man einzelnen Religionen erlaubt, ihren Glauben entgegen fundamentalen Gesetzen zu praktizieren, ist doch eine Ausheblung unseres Rechtsstaates.

Aber wenn das möglich ist, dann lade ich alle ein, den “Gutmenschen” beizutreten, einfach hier einen Kommentar hinterlassen. Es gibt keine Mitgliedsbeiträge, keine (Mitglieder-)Verwaltung (außer die Kommentare hier) und es ist durchaus auch erlaubt, gleichzeitig einer anderen Religion anzugehören …. und wenn ich dann mal 10.000 Kommentare zusammen habe, dann gehe ich zum Finanzamt und beantrage die Freistellung von allen Steuern, die über 15% hinaus gehen, d.h. keine Mehrwertsteuer, keine Stromsteuer … 15% Einkommenssteuer und das war es, das schreibt mir diese Religion vor. Mal sehen ob das auch akzeptiert wird, oder ob Geld dann doch noch mal 2 Stufen über der Gesundheit und körperlichen Unversehrtheit steht.

    10Jan

    3 Weltreligionen

    Irgendwie hatte ich in Erinnerung, dass uns in der Schule erklärt wurde, dass es 3 Weltreligionen gibt (und auch GEO vermittelt das nach wie vor):

    • Christentum
    • Islam
    • Judentum

    Jetzt habe ich aber gerade eine Statistik gesehen, in der zwar das Christentum und der Islam mit jeweils über 1 Mrd Mitglieder geführt werden, aber das Judentum “weit abgeschlagen” und nur 15 Millionen Mitglieder gelistet. Diverse Religionen haben noch erheblich mehr Mitglieder, insbesondere auch die asiatischen Religionen (z.B. Hinduismus, Budhismus) aber auch die Stammesreligionen haben weltweit mehr als 100 Mio Mitglieder.

    Daher wundere ich mich gerade, warum ich in der Schule von o.g. “3 Weltreligionen” gehört habe.

    09Jan

    Mehr Netto vom Brutto – Kirchenaustritt

    Eine Diskussion mit Kollegen hat mich vor einigen Tagen mal wieder auf die Kirchensteuer aufmerksam gemacht. Diese beträgt hier wohl 9% der Einkommenssteuer. Oder laut Wikipedia über 9 Mrd Euro.  Entgegen dem weitläufigen Glauben, wird dies Geld aber NICHT vorwiegend für Bildung oder karritative Zwecke eingesetzt, sondern vor allem für Personal. Für karritative Zwecke und Bildung werden nur etwa 10-20% genutzt, für Personal wird dagegen 60%-70% genutzt.

    Der eine oder andere wird jetzt viele sinnvolle Einrichtungen der Kirche kennen: Kindergarten, Altenheim, Krankenhäuser …

    Diese werden jedoch nicht “nur” von der Kirche finanziert, ganz im Gegenteil, laut diesem PDF sind es nur 0-15%, den Rest zahlt der Staat. Aber für diese 15% bekommen die Kirchen einige Rechte zugesprochen: Eingriff in die Religionsfreiheit (alle Angestellten müssen Kirchenmitglied sein). Die Möglichkeit zur “Missionierung” (den Kindern wird von klein auf der Glaube eingetrichtert) …

    Es geht ja noch weiter: Nachdem der Bau und Betrieb vom Staat bezahlt wurde, gehört das Gelände dann der Kirche. (Dazu suche ich noch eine schriftliche Quelle)

    Laut obigem PDF werden 75% der Personalkosten vom Staat gezahlt.  (Kosten für den Staat 20 Mrd Euro)

    Religionslehrer und einige andere werden komplett vom Staat bezahlt.

    Daher wäre mein Vorschlag für mehr Netto vom Brutto:

    1. Prüfen, ob man selbst die Kirche und ihre Machenschaften und Regelungen noch gut und zeitgemäß findet. Wenn “ja”, hier aufhören zu lesen, wenn “nein”, dann einfach weiterlesen.
    2. aus der Kirche austreten – und dies auf der Lohnsteuerkarte vermerken lassen
    3. Geld sparen (z.B. Single mit 20.000 Jahreseinkommen spart schon 140 Euro; bei 60.000 Jahreseinkommen sind es sogar über 1000 Euro) – das passiert automatisch, wenn die Lohnsteuerkarte beim Austritt entsprechend geändert wurde.
    4. Geld spenden (von dem gesparten die Hälfte für einen Kindergarten, ein Krankenhaus oder einen Altenpflegedienst etc. spenden) – dies ist natürlich freiwillig, aber damit hätte man mehr für Soziales&Karritatives geleistet, als mit der vollen Kirchensteuer.

    Anmerkung: Ich habe nichts gegen Leute, die an Gott glauben, ganz im Gegenteil, ich befürworte die Glaubensfreiheit. Ich habe nichts gegen ein “christliches” Verhalten, ganz im Gegenteil, sowas finde ich lobenswert und unterstützenswert. Aber ich habe etwas gegen eine Institution, in der jährlich zig Milliarden Euro der Bürger und des Staates verschwinden und die Gesellschaft dafür nur einen Gegenwert bekommt, der ein Bruchteil davon wert ist. Würde irgendeine andere Institution soetwas abziehen, würde es einen riesen Aufschrei geben.

    17May

    Miteinander Essen

    Gestern habe ich im Radio gehört, dass es als riesen Erfolg gesehen (oder verkauft?) wird, dass die Leute der Konfessionen zusammen essen. Es wurde ganz begeistert berichtet, dass jemand in einer Herberge übernachtet hat, in der verschiedene Konfessionen waren….

    Ich bin geschockt, dass das so betont wird … ist das etwas besonderes? In der Schule waren wir Katholiken und Evangelen und Orthodoxe waren glaube ich auch dabei, dann noch der eine oder andere Moslem und “Heiden” (wie ich es einer bin). Einige waren tatsächlich gläubig (in verschiedenen Abstufungen), andere “nur” Kirchenmitglied… und für uns war es nie ein Problem, in einer Klasse zu sitzen, miteinander auf Klassenfahrt zu gehen oder sogar an einem Tisch zu essen …. und das gleiche passiert bei der Arbeit. Und wenn jemand den man kennt ein besonderes Ereignis (von Taufe und Beerdigung) in der Kirche hat, dann geht doch jeder da hin, egal ob das jetzt eine katholische oder evangelische Kirche ist, eine Moschee, eine Synagoge oder ein Tempel einer anderen Religion …

    Ich habe das Gefühl, dass 95% der Christen absolut kein Problem mit der anderen Konfession und der Ökumene haben, weniger als 5% (und darunter sind leider überproportional viele Funktionäre) haben damit ein Problem.

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